Fünf günstige FamilienkanadierZehn neue Creeker
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Sieben Wildwasser-Kajaks im Test

Immer mehr Wildwasserkajaks drängen auf den Markt, die den zuletzt vorherrschenden Modellen den Platz im Olymp streitig machen wollen. Manche der schlanken, schnittigen Boote sehen ganz anders aus als die adipösen Plastikbomber, die unsere Flüsse zuletzt mehr und mehr bevölkerten. Das KANU Magazin hat sieben aktuelle Modelle getestet.

 

 

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Lettmann Manta: Voll echt, hey!

Der Namenspatron von Lettmanns jüngstem Spross, der Opel Manta, war ein untermotorisierter, von vielen belächelter Sportwagen aus den 70ern, gebaut von der Adam Opel AG. Das biedere Coupé legte allerdings eine erstaunliche Karriere hin. Erst motorisierter Männertraum mit Prolo-Charme, dann Spott-Objekt. Heute ist der hausbackene Fünf-Sitzer ein veritabler Klassiker. Außer dem Namen gibt es nicht viele Parallelen zum Rochen-Renner von Chef-Designer Jochen Lettmann. Der Opel Manta spielte vor einem halben Jahrhundert den Starken, hatte aber nur vier Zylinder und 70 PS unter der Haube. Der Lettmann Manta ist dagegen mehr als ein sportliches Männerkajak mit Ruhrpott-Sexappeal. Eigentlich ist er eher wie eines der heute angesagten SUV-Coupes: unten fett, oben flott! Groß, breit und mächtig, aber durchaus mit sportlichen Ambitionen. Die Mixtur ist gelungen, der Lettmann Manta rockt den Fluss. Von seiner Größe liegt der Manta in etwa zwischen Lettmann Granate L und  Granate XL und passt somit perfekt für mittelgroße und großgewachsene Kajakfahrer. Beim Paddeln fällt zunächst auf, dass der Manta einen sehr sicheren Eindruck vermittelt. Er liegt ruhig im Wasser, selbst wenn es turbulent wird, und ist jederzeit berechenbar in seinen Reaktionen. Die bulligen SUV-Coupes wie BMW X6 oder Mercedes GLE vereinen die Gene von Geländeauto und Sportwagen, und ganz ähnlich schaut es beim Manta aus. Er läuft schnell und ist dabei recht wendig für seine Länge von 272 Zentimetern. Dank des starken Heckrockers und des stark aufgebogenen Bugs ist der Manta einfach zu boofen, taucht gut nach Stufen auf und läuft ziemlich trocken, weil die Spitze meist über Wasser und unter Kontrolle bleibt. Der Manta ist also mehr Geländewagen für schwieriges Terrain als schmalbrüstiger Sportflitzer für die Autobahn. In die Kajaksprache übersetzt: ein reinrassiger Creeker mit allen Stärken dieser Bootsklasse. So fehlt ihm vielleicht ein Hauch an Punch und Präzision, dafür bekommt man mit ihm ein ausgesprochen vielseitig einsetzbares Kajak. Den Manta gibt es in zwei Ausstattungsversionen: eine leichte Race-Version und eine mit bombensicherer Creek-Ausstattung.

Fazit: enorm zuverlässiges und sehr ausgewogenes Wildwasserkajak mit dem Zeug zum Kultobjekt.

+ Fehler verzeihend

+ Race & Creekversion

+ Preis

– einfache Ausstattung

 Technische Daten:

Länge: 272 cm

Breite: 65 cm

Volumen: 320 Liter

Lukengröße: 93 x 50 cm

Gewicht: 21,5 kg / 19 kg (Race-Version)

Empfohlenes Paddlergewicht: 60-100 kg

Preis: 1099,- Euro

Info: www.lettmann.de

 

 

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Prijon Cocaine: Fahrspaß hoch 3

Über den Namen des neuen Prijonkajaks lässt sich trefflich streiten – der durchaus provokante Name sorgte bei der Einführung des Neulings sofort für heiße Diskussionen in den sozialen Medien. Die erste Welle der Entrüstung hat sich inzwischen gelegt, der Name ist allerdings in großen Lettern dauerhaft auf dem Heck verewigt, so dass die Firma Prijon, aber auch die Paddler des Bootes auf längere Sicht mit dem streitbaren Namen klar kommen müssen. Blickt man gelassen über dieses eigentlich unwichtige Detail hinweg und gibt dem Boot eine Chance auf dem Wasser, zeigt sich schnell, dass der Prijon Cocaine ein ungewöhnliches Kajak mit außerordentlichen Fahreigenschaften ist – und die Gefahr droht, dass man in kürzester Zeit seinem Charme verfällt. Schon bei der ersten Sitzprobe im Wasser fühlt sich der Prijon Cocaine wie ein mit den Hufen scharrendes, startbereites Rennpferd an. Seine Anfangsstabilität ist nicht so hoch wie die voluminöserer Creeker, dafür schreit das Kajak förmlich nach kräftigen Vorwärtsschlägen. Dabei präsentiert es sich im Wildwasser keineswegs nervös, ganz im Gegenteil. Dank sehr hoher Endstabilität kommt der Cocaine selten an seine Grenzen. Das Boot interpretiert Spurtreue, Geschwindigkeit und Drehfreudigkeit auf fast schon einmalige Weise. Der Prijon Cocaine vereint Speed und Wendigkeit auf höchstem Level, vielleicht auch, weil praktisch alle Entwickler aus dem Slalomsport stammen und ihre Erfahrungen und Vorlieben auf dieses Modell übertrugen. So fährt das Boot dann auch: präzise und sekundenschnell wie ein Slalomboot, nur mit einem applizierten, dicken PE-Oberschiff. Auch ohne grün-rote Stangen läuft der Cocaine exakt und schnell ins Kehrwasser, er lässt sich sowohl über den Bug als auch übers Heck drehen. Drückt man rechtzeitig die Kanten des Hecks ins Wasser, wirken sie wie ein Booster und beschleunigen den Cocaine mit Extra-Speed aus dem Kehrwasser. Interessant ist dabei, dass sich der Cocaine selbst bei aufwändigem Paddelstil vergleichsweise kraftsparend manövrieren lässt. Ein echtes Plus im WW, wenn man bei jeder Kurskorrektur Energie für Notfälle einsparen kann. Walzen und Wellen bügelt der Cocaine einfach glatt, boofen ist ein Kinderspiel. Die Ausstattung ist funktionell, robust und standardgemäß. Die etwas breitere Sitzanlage kann der Paddler mit Fittings (nicht im LIeferumfang) so schmal einstellen, dass sie eng sitzt wie ein Rennskischuh. Fazit: beeindruckendes WW-Kajak mit außerordentlicher Fahrdynamik. Kein Boot für Anfänger, aber eine wahre Freude für Experten.

++ Fahrdynamik

+ kraftsparendes Paddeln

+ robustes HTPE-Material

– breiter Sitz

 Technische Daten

Länge: 275 cm

Breite: 65 cm

Volumen: 305 Liter

Lukengröße: 86 x 51 cm

Gewicht: 21 kg

Empfohlenes Paddlergewicht: 65-95 kg

Preis: 1375,- Euro

Info: www.prijon.com

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Pyranha Ripper M: seriöser Spaßmacher

Das Urteil über dieses Boot war schnell gefällt: Alle Tester waren sofort und auch nach mehrmaligem Paddeln vom Pyranha Ripper begeistert. Woher kommt der Hype um das Briten-Boot? Macht er doch bei flüchtiger Beurteilung den Eindruck, als wäre er ein gentechnisches Experiment eines durchgeknallten Wissenschaftlers. Eine Chimäre, ein merkwürdiges Mischwesen: vorn ein Creeker, hinten ein Slalomboot. Ganz einfach – das ist auch sein Erfolgsgeheimnis: Im Heck steckt Spaß, im Bug sind Sicherheit und Volumen fürs Wildwasser verbaut. Diese Kombination funktioniert unglaublich gut. An die etwas unausgewogene Erscheinung gewöhnt man sich schnell, auf dem Wasser liefert der Ripper. Und wie! Das Boot beschleunigt rasant, ist mit wenig Schlägen auf Touren, lässt sich toll auf Linie fahren (dank 9R-Unterschiff) und dreht trotzdem praktisch auf der Stelle. Geht nicht? Geht doch! Der Ripper kann‘s. Anfangs wirkt er bei nur 62 Zentimetern Breite etwas kipplig, aber dank klar umrissener Kanten ist er unwahrscheinlich agil, präzise und trotzdem überraschend wenig anfällig. Selbst das schlanke Heck wird selten zum Problemfaktor. Im Gegenteil: Der Ripper dreht blitzsauber übers Heck und lässt sich einfach unterschneiden. Der Ripper steht nur deshalb oft in der Vertikalen, weil der Kapitän es so wünscht. Bei allem Spaßfaktor ist er auch ein seriöses WW-Kajak. Wird es unruhig, bleibt der Ripper dank voluminösem und stark aufgebogenem Bug immer obenauf und trocken, und er überzeugt mit großem WW-Potential. Mit dem Ripper ändert sich die Sicht aufs Wasser. Stufen, Walzen und Wellen meistert er (fast) wie ein übliches Dickschiff, aber bei ihm kommen neue Dimensionen hinzu. Man ist immer auf der Suche nach dem nächsten tiefen und durchzugsstarken Kehrwasser, um das Heck zu versenken und mit einer Pirouette den neuen Kurs einzuläuten. Die Stout-Sitzanlage zählt zu den besten am Markt und sorgt dafür, dass man stundenlang im neuen Lieblingskajak verweilen kann.

Fazit: großartiger Riverrunner, der Spaß und Sicherheit auf höchstem Niveau vereint.

++ Fahrdynamik

++ Vielseitigkeit

++ Sitzanlage & Ergonomie

+ großes WW-Potential

– anfangs etwas kipplig

Technische Daten:

Länge: 274 cm

Breite: 62 cm

Volumen: 236 Liter

Lukengröße: 95 x 50 cm

Gewicht: 20 kg

Empfohlenes Paddlergewicht: 65-90 kg

Preis: 1249,- Euro

Info: www.pyranha.com

Jackson Antix M: Aus alt mach neu!

»Das Boot gab es schon einmal«, würden altehrwürdige Paddler sagen, wenn sie den Jackson Antix zu Gesicht bekämen. Und in der Tat, der Antix sieht aus wie eine Wiedergeburt des fast 20 Jahre alten Wavesport Stubby, nur mit plattem Heck. Kein Wunder, denn Firmenboss Eric Jackson war seinerzeit Teampaddler No. 1 und das Mastermind in der Wavesport-Designabteilung. Warum auch nicht? Eine gute Idee muss nicht schlecht sein, nur weil sie in die Jahre gekommen ist. Trotzdem glich die Entwicklung des Antix der Quadratur eines Kreises. Ganz unterschiedliche Facetten des Kajaksports sollten sich in einem Boot vereinigen, daher verbrauchte das Entwicklungsteam bei Jackson Kayak eine stattliche Anzahl an Prototypen, bis sie mit dem Ergebnis zufrieden waren – und das kann sich sehen lassen! Der Antix mag retro ausschauen, aber es steckt viel Zukunft darin. Er ist ein verspielter Riverrunner mit tadelloser Ausstattung, modernem Unterschiff und zeitgemäßem Design. Seine größte Stärke ist seine Vielseitigkeit. Der wubblige Stummel macht auf leichtem bis mittelschwerem Wildwasser eine Menge Spaß. Das flache, kurze Unterschiff lädt permanent zum Surfen ein, auch in einer Freestyle-Walze kann der kompakte Antix mit viel Air glänzen. Unterschneiden oder Rocksplats gehören mit dem Antix wieder ins Standard-Repertoire. Gleichzeitig gibt er dem Paddler auch in schwierigerem Wildwasser viel Vertrauen. Viel Volumen im Sitzbereich und im Bug lassen das kleine Kajak hoch aufschwimmen, der Antix zeigt sich auch in lebhaftem Wasser überraschend unbeeindruckt. Nur vom Konzept »Geschwindigkeit gibt Sicherheit« darf man sich getrost verabschieden. Das 236 Zentimeter kurze und 66 Zentimeter breite Kajak dreht eher auf der Stelle, als dass es mit viel Vorwärtsdrang brilliert. Trotzdem macht der wendige und quirlige Antix auch im Wildwasser viel Spaß, überzeugt sowohl in technischem als auch in wuchtigem WW. An die recht hohe Sitzposition hat man sich schnell gewöhnt, sie verschafft einen besseren Überblick und mehr Reichweite beim Paddeln. Die Ausstattung ist simpel aber effizient. Sehr angenehm: Der Antix war mit 16,5 Kilogramm eines der leichtesten Kajaks im Test. Erhältlich in drei Größen (S, M, L).

Fazit: universeller und gutmütiger Riverrunner, der das Paddeln einfacher und spaßiger macht. 

++ Gewicht

+ hoher Spaßfaktor

+ Vielseitigkeit

+ gut WW-tauglich

– langsam

Technische Daten

Länge: 236 cm

Breite: 66 cm

Volumen: 240 Liter

Lukengröße: 89 x 52 cm

Gewicht: 16,5 kg

Empfohlenes Paddlergewicht: 65-85 kg

Preis: 1469,- Euro

Info: www.mega-sports.com

Exo Rexy: zurück in die Zukunft!

Der Legende nach wurde dieses Boot von Exo-Chef Tomaso Dentone innerhalb nur weniger Stunden am Computer entworfen. Dentone kopierte das Unterschiff des Creekers Exo T-Rex S und verpasste ihm ein WW-gerechtes Vorderschiff, dazu ein schlankes und aggressives Oberschiff mit konkaven Seitenwänden im Bug und am Ende ein schnittiges Heck. Ein echter Glücksgriff, der Exo Rexy setzte gleich neue Maßstäbe für Riverrunner. Kaum ein anderes Boot vereint besser die Fahrdynamik eines Riverrunners mit der Sicherheit eines Creekers. Das ist alles nicht ganz neu, auch jahrzehntealte Veteranen wie Prijon Hurricane, Dagger RPM oder Necky Jive verfolgten ein ähnliches Konzept, doch der Exo Rexy bringt alles auf ein neues Niveau mit der Funktionalität, dem Komfort und Design modernen Bootsbaus. Der Plan geht auf: Bis in WW IV-V macht der Rexy eine gute Figur, vermittelt ein sicheres Gefühl dank seiner Creeker-DNA. Der voluminöse Bug gibt Auftrieb und Kontrolle. Aber seine wahre Stärke spielt er auf leichtem WW aus, hier macht er richtig Spaß. Surfen, Kehrwasserfahren oder Unterschneiden – das sorgt für echte Fahrfreude, selbst wenn der Fluss keine großen WW-Herausforderungen zu bieten hat. Ein plumpes Spaß-Boot ist der Rexy nicht, das schneidige Design liefert noch mehr Argumente. Das Unterschiff besticht mit viel Führung, Speed, hoher Anfangsstabilität und folgt akkurat jedem Schlag. Querwellen, Kehrwasser und Walzen lassen sich flüssig in die Linie einbauen, fast glaubt man in einem Slalomboot zu sitzen. Keine Frage, der Rexy dreht gut übers Heck, wenngleich ein effektives Unterschneiden nur mit ordentlich Kraft und Fahrergewicht möglich ist. Die Ausstattung ist funktionell und solide, die Einbauten lassen sich leicht verstellen und gut anpassen. Die schlanke Frontstütze dient gleichzeitig als Tragegriff, ein echter Gewinn an Tragekomfort für das mit 18 Kilogramm ohnehin recht leichte Kajak. Nicht ganz gelungen ist die Positionierung der Griffe. Vermutlich um Gewicht zu sparen, hat der Rexy nur zwei Griffe abbekommen. Und das leider auf der Decksmitte, was nicht sehr hilfreich beim Tragen ist. Lobenswert: Das Testboot war nach 20 Kilometern Wildwasser total trocken!

Fazit: toller, sportlicher Riverrunner. Ein Boot für (fast) alle Fälle.

 + Fahrspaß

+ Vielseitigkeit

+ Gewicht

+ Preis

– relativ weich

– Griffe

Technische Daten

Länge: 264 cm

Breite: 65 cm

Volumen: 260 Liter

Lukengröße: 86 x 49 cm

Gewicht: 18 kg

Empfohlenes Paddlergewicht: 60-95 kg

Preis: 1039,- Euro

Info: www.exokayak.com

Pyranha Machno S: wohltemperiertes Kajak

Es ist eine Erfolgsgeschichte: Die Liste an hochvolumigen und schwer erfolgreichen Bootsmodellen von Pyranha ist lang und voller bekannter Namen. Pyranha H2, Karnali, Burn, Shiva, 9R hatten immer eine große Fan-Gemeinde, waren rund um den Globus dauerhaft im harten Einsatz. Nun setzt die britische Bootswerft noch einen drauf. Der Pyranha Machno S folgt ganz eng der Tradition dieser äußerst nutzerfreundlichen Kajaks, überzeugt sowohl im Detail als auch in seiner Kernkompetenz, auf dem Wasser, mit überzeugend harmonisch abgestimmten Fahreigenschaften. Wer heutzutage ein Pyranha-Kajak kauft, bekommt für jeden Euro ein bis in die letzte Schraube durchdachtes Sportgerät. Manchmal sind es tatsächlich die Kleinigkeiten, die über den »Haben-Wollen«-Effekt entscheiden, wie etwa die farblich passenden Unterlegscheiben, die passgenauen Alu-Griffe, eine integrierte Action-Cam-Halterung oder die zwischen poliert und matt changierenden Oberflächen, die dem Boot sofort einen edleren Look geben. Aber es gibt auch handfestere Kriterien: Wie bei jedem Pyranha ist die Sitzausstattung komfortabel und wie aus einem Guss. Zudem kommt auch der Machno mit einem umfangreichen Fitting-Set, mit dem sich das Kajak auf praktisch jede Ergonomie anpassen lässt. Nettes Detail: Im Mittelkeil ist ein Griff integriert, so liegt das Boot beim Tagen sicher auf der Schulter und in fester Hand. Gleichwohl gilt: Am Ende zählt nur auf dem Wasser, und auch dort kann der Machno S überzeugen. Er vermittelt mit dem ersten Paddelschlag viel Sicherheit, dank seiner Breite liegt er satt und stabil auf dem Wasser. Aufgrund eines gut austarierten Rocker-Profils lässt sich der Machno S leicht mit einem Schlag auf Wellen, Walzen und Verschneidungen legen, Boofen geht einfach von der Hand. Beim Machno dominieren gutmütige, entspannte Fahreigenschaften. Er ist definitiv kein potentes Rennboot, sondern vielmehr ein loyaler Partner in allen Schwierigkeitsgraden. Noch in zwei weiteren Größen (M,L) erhältlich.

Fazit: absolut verlässlicher Allrounder mit überzeugender Ausstattung und komfortabler Sitzanlage.

++ Sitzanlage

+ Ausstattung

+ Gutmütigkeit

– wenig Pep

Technische Daten

Länge: 257 cm

Breite: 66 cm

Volumen: 276 Liter

Lukengröße: 92,5 x 49,5 cm

Gewicht: 20 kg

Empfohlenes Paddlergewicht: 45-80 kg

Preis: 1249,- Euro

Info: www.pyranha.com

Jackson Mixmaster 7.5: Auferstehung des Trixmasters

Der Jackson Mixmaster ist eigentlich eine Replika eines Rodeoboots der 90er Jahre, selbst sein Name ist eine Reminiszenz an die Generation Golf und die Hip-Hop Ära (Mix Master Mike, dreifacher DJ-Weltmeister). Äußerlich ist der Mixmaster ein nahezu originalgetreuer Nachbau dieser »messerscharfen« und fußzerquetschenden Spielboote, aber er steckt voller moderner Technik und Ideen. Eric Jackson hat mit dem Mixmaster eine Bootsgattung wiederbelebt, die nach Booten wie dem Dagger Superego, Prijon Delirious oder Wavesport XXX für tot und ausgestorben erklärt wurde. Warum diese Rekonstruktion eines Urzeit-Kajaks? Ganz einfach: weil die Plastikflunder richtig Spaß macht! Freestyle-Legende und Chef-Designer Eric Jackson (der seit der Geburtsstunde des Kanurodeos bis heute in nahezu allen Bootsgrößen Medaillen abräumte) spendierte dem Mixmaster ein fettes Surfbrettunterschiff mit klaren Kanten und nur wenig Rocker. Aus den Enden presste er maximal Volumen heraus und steckte es vor allem in das Cockpit. Das Resultat ist eine echte Spaßmaschine, und Paddeln wird zur Zeitreise. Der (verhältnismäßig) lange Mixmaster reagiert ganz anders als die modernen Freestyle-Stummel. Es ist Freestyle in Zeitlupe, man kann jedes Ende gebührend feiern. Damit ist der Neo-Klassiker ein ideales Kajak für traditionsbewusste Old-School-Rodeopaddler, aber auch super für Anfänger, um die schwierigen Freestyle-Moves zu lernen. Man braucht viel weniger Kraft, um in die Vertikale zu kommen, und auch die Balance ist dank der langen, extrem dünnen Enden deutlich leichter. Und was ist besser als in den guten alten Zeiten? Sitzanlage und Ergonomie sind top! Viel Raum für die Knie, eine große Luke, individuell anpassbare Ausstattung und perfekter Halt zur Bootshülle – da ist kein Unterschied zu einem modernen WW-Kajak zu finden. Nur beim Fußraum wird es eng, das ist dem Bootskonzept geschuldet. Bei zu wenig Platz hilft es, den Frontkeil zu kürzen, um Fersen und Füßen mehr Raum zu gönnen. Das Natürlichste ist, mit dem Mixmaster den Fluß gekonnt hinunter zu tricksen, das ist sein angestammter Lebensraum, er macht aber auch in mäßig schwerem WW (III-IV) richtig Laune.

Fazit: außen Oldtimer, innen Freestyle-Bolide. Ein Boot für Liebhaber des vertikalen Fahrstils.

+ Freestyle in Zeitlupe

+ surft super

+ spaßig in leichtem WW

– wenig Fußraum

Technische Daten

Länge: 220 cm

Breite: 65 cm

Volumen: 190 Liter

Lukengröße: 89 x 52 cm

Gewicht: 14,5 kg

Empfohlenes Paddlergewicht: 60-90 kg

Preis: 1469,- Euro

Info: www.mega-sports.com