Fünf günstige Familienkanadier
Wildwasser

Bewährungsprobe auf Korsika

Zehn neue Creeker im Test

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Frischer Wind im Kajakmarkt: Mit einer wahren Modelloffensive buhlen die Hersteller 2015 um die Gunst der Wildwasserpaddler. Der eine überrascht mit dem 19-Kilo-Creeker, die »Neuen« setzen auf Innovation made in Germany, andere punkten mit einem attraktiven Preis oder einer komfortablen Ausstattung. Die Qual der Wahl also für uns Paddler?

Ostern 2015: In den Alpen schneit und stürmt es, auf Korsika ist es frühlingshafte 20 Grad warm. Die milde Mittelmeersonne lässt die Schneereserven in den korsischen Berg­en schmelzen, die Flüsse sind prall gefüllt. Ideale­s Testgelände für die neuesten Wildwasserkajaks. Rund um Korsika reiht sich, wie an einer Perlenkette, ein Traumfluss an den anderen. Von wuchtig bis steil, von eng verblockt bis offen und flowig. Grandioses Wildwasser zum Cruisen und Creeken. Also raus aus den kalten Alpen und rüber nach Korsika. Hier wurden schon vor Jahrzehnten Trends gesetz­t, Ideen für neue Boote geboren, hier liegt die Wiege des alpinen Kajaksports oder neudeutsch des »Creekens«. 

Doch egal ob die Kajaks wie früher vier Meter oder wie heute kompakte 2,50 Meter lang sind, zu Ostern kämpfen die meisten Paddler mit ihrer Frühjahrssteifigkeit. Mangelnde Kondition, verlangsamte Reflexe, eingeschränkte Beweglichkeit: Korsika-Paddler haben auf den Frühjahrsklassikern nicht nur mit den Wildwasserschwierigkeiten zu kämpfen. Umso wichtiger sind Kajaks mit verlässlichen und klar definierten Fahreigenschaften, mit ordentlichen Sicherheitsreserven. Kajaks, die einem den Saisonstart erleichter­n und nicht vermiesen.

Steckbrief

Manuel Arnu
KANU-Autor

Manuel Arnu (46) sitzt seit über 30 Jahren im Boot. Wildwasser-Expeditionen rund um den Globus haben ihn in die entlegensten Winkel der Erde geführt. Für KANU testet Manuel regelmäßig die Neuheiten auf dem Wildwassermarkt. Der dreifache Vater ist aber auch Fachmann im Bereich Familienpaddeln.

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Die Kandidaten
Wir konnten die zehn Kandidaten zehn Tage lang unter realistischen Bedingungen rannehmen. Auf Flüssen wie Tavignano, Vecchio, Travo, Taravo, Gol­o, Calasima, Codi und Fium Orbo mussten die Kajaks ihre Fahrtüchtigkeit und Robustheit beweisen. Wenn die Boote beim Umtragen durch die Macchia gezerrt wurden, zeigten sich schnell die Stärken von Tragekomfort und geringem Gewicht. Am Start war eine perfekte Mischung – vom Allrounder bis zum Creeker, genau die richtigen Kajak­s für korsisch verblocktes Wildwasser. Alles dabei für WW III bis WW VI gleichermaßen. Boote, die Spaß machen, und Boote, die Sicherheit ausstrahlen. Nach etwas mageren Jahren, in denen die Hersteller vor allem an der Ausstattung getüftelt haben, gibt es für die Saison 2015 eine wahre Modelloffensive. Wann hatten wir zuletzt zehn (!) neue Wildwasserkajaks im Test?

Prijon trat mit zwei Modellen an, mit dem Creeker Cali und dem Riverrunner Curve 3.0Exo schickte den XT ins Rennen. Dazu kamen der Ace of Spades, Waka Tun­a, Jackson Zen Medium, Liquid Logic Flying Suirre­l 95, Robson Ripper, Pyranha 9R und die Lettmann Granate XL. Viele Boote für un­ter­schiedlichste Ansprüche: Creeker, Rennmaschinen, WW-Allrounder. Knapp 19 bis gut 24 Kilo schwer, in einer Preisklasse von 890 bis 1399 Euro.

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Erschienen in Heft 03/2015
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