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Test & Technik

Schwer in Ordnung!

Fünf günstige Familienkanadier zwischen 1100 und 1600 Euro im Test

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Damit vom Kindergeld noch was übrig bleibt: Das KANU-Testteam hat fünf günstige Familienkanadier zwischen 1100 und 1600 Euro  auf Augsburger Gewässern ausgeführt.

Einsteiger in den Kanusport fragen oft nach kostengünstigen Kanadiern, mit dene­n sie ihre ersten Erfahrungen sammeln können, ohne einen Kredi­t aufnehmen zu müssen. Kanus, die robust genug sind, dass sie Grundberührungen durch Anfängerfehler klaglos aushalten. Familienfrachter, die kenter­stabil und voluminös genug sind, damit darin sicher und trocken Kind, Kegel und der halbe Hausstand transportiert werden kann. Verzeihende Boote mit ausgewogenen Fahreigenschaften, die keine aus- geklügelte Paddeltechnik erfordern und dennoch leicht an die Gestade der Träume dirigiert werden können. Für diese Einsteiger hat sich KANU auf die Suche gemacht und im beinahe unüberschaubaren Angebot an schwimmenden Untersätzen den obigen Kriterien entsprechende Kanadier herausgepickt. Bei den Herstellern Gatz, Lettmann, Mad Rive­r, Old Town und Venture Canoes sind wir fündig geworden. Die fünf Kandidaten wurden dann an eine­m der wenigen schönen Tage dieses Frühjahrs über einen Testparcours in Augsburg gehetzt und kritisch unter die Lupe genommen.

Die Evaluierung der Fahreigenschaften erfolgte auf der Jugendstrecke des Augsburger Eiskanals. Einstieg war am Bootshaus des Augsburger Kajakvereins (danke!), dann ging es zwischen den Slalom­toren auf guter Strömung bergab und in jede­s passende Kehrwasser links und rechts der Strecke. Manövrierbarkeit, das Verhalten in Strömungen, Verschneidungen und Wellen wurden eingehend geprüft. Schließlich scheuchten die Teste­r alle Kanadie­r auf dem para­llel fließenden Waldkanal Richtung Kraftwerk, hier ging es gege­n die Strömung um Langstrecken­eigenschaften und Leichtlaufverhalten. Auf dem Fußweg zurück zum AKV-Bootshaus stand dann die Praktikabilität an Land auf dem Prüfstand. Bei den schweren Polyethylen-Booten ein­e schweißtreibende, aber aussagekräftige Arbeit.

Am Nachmittag wurde schließlich eine Horde Kinder auf dem nahen Kuhsee auf die Boote los-gelassen und die Eignung als Familienkanadier, BadeInsel und Abenteuergefährt festgestellt.

Die Nachteile des bei allen ausgewählten Booten verwendeten Drei-Schicht-Polyethylens sind klar: hohes Gewicht und beschränkte Formenvielfalt (und damit auch nicht immer optimales Fahrverhalten). Aber: Alle Boote schwimmen, und in den Einzelbeschreibungen werden die besonderen Fahreigenschaften ausführlich erläutert. Darüber hinaus sind die Boote robust, abriebfest und langlebig. Sie sind einfach zu beherrschen, bieten gutmütige Fahreigenschaften und viel Abenteuer-potenzial. Und der erfahrene Einsteiger mit Lust auf mehr kann sich mit steigender Erfahrung auch im Bootsmaterial verbessern und spart auf spezialisiertere Kanadier aus leichteren Materialien.

Den vollständigen Vergleichstest mit folgenden Booten gibt’s in unserem Shop als PDF zum Download:

  • Gatz Mohawk 490 PE — Die Mutter aller Indianerboote
  • Lettmann Trapper 490 — Der Kajakspezialist kann auch Kanadier
  • Mad River Canoe Journey 167 — Für Schönfahrer mit Anhang
  • Old Town Penobscot 164 — Tradition verpflichtet
  • Venture Canoes Ranger 16 — Von der Insel für die Onsel

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Erschienen in Heft 04/2013
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