Nautiraid Narak 405 CrossTested on tour Lettmann Starlight
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Reinrassiger Creeker

Gemeinsam mit sechs anderen Wildwasserkajaks hat das KANU Magazin Lettmanns neuen Creeker namens Manta einem Test unterzogen. Ein bulliges und dennoch sportliches Boot. Die anderen Testkandidaten finden Sie in KANU 4/2018 (derzeit im Handel).

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Der Namenspatron von Lettmanns jüngstem Spross, der Opel Manta, war ein untermotorisierter, von vielen belächelter Sportwagen aus den 70ern, gebaut von der Adam Opel AG. Das biedere Coupé legte allerdings eine erstaunliche Karriere hin. Erst motorisierter Männertraum mit Prolo-Charme, dann Spott-Objekt. Heute ist der hausbackene Fünf-Sitzer ein veritabler Klassiker. Außer dem Namen gibt es nicht viele Parallelen zum Rochen-Renner von Chef-Designer Jochen Lettmann. Der Opel Manta spielte vor einem halben Jahrhundert den Starken, hatte aber nur vier Zylinder und 70 PS unter der Haube. Der Lettmann Manta ist dagegen mehr als ein sportliches Männerkajak mit Ruhrpott-Sexappeal.

Von seiner Größe liegt der Manta in etwa zwischen Lettmann Granate L und  Granate XL und passt somit perfekt für mittelgroße und großgewachsene Kajakfahrer. Beim Paddeln fällt zunächst auf, dass der Manta einen sehr sicheren Eindruck vermittelt. Er liegt ruhig im Wasser, selbst wenn es turbulent wird, und ist jederzeit berechenbar in seinen Reaktionen. Die bulligen SUV-Coupes wie BMW X6 oder Mercedes GLE vereinen die Gene von Geländeauto und Sportwagen, und ganz ähnlich schaut es beim Manta aus. Er läuft schnell und ist dabei recht wendig für seine Länge von 272 Zentimetern. Dank des starken Heckrockers und des stark aufgebogenen Bugs ist der Manta einfach zu boofen, taucht gut nach Stufen auf und läuft ziemlich trocken, weil die Spitze meist über Wasser und unter Kontrolle bleibt. Der Manta ist also mehr Geländewagen für schwieriges Terrain als schmalbrüstiger Sportflitzer für die Autobahn. In die Kajaksprache übersetzt: ein reinrassiger Creeker mit allen Stärken dieser Bootsklasse. So fehlt ihm vielleicht ein Hauch an Punch und Präzision, dafür bekommt man mit ihm ein ausgesprochen vielseitig einsetzbares Kajak. Den Manta gibt es in zwei Ausstattungsversionen: eine leichte Race-Version und eine mit bombensicherer Creek-Ausstattung.


Fazit: enorm zuverlässiges und sehr ausgewogenes Wildwasserkajak mit dem Zeug zum Kultobjekt.


+ Fehler verzeihend

+ Race & Creekversion

+ Preis

– einfache Ausstattung

 

Technische Daten:

Länge: 272 cm

Breite: 65 cm

Volumen: 320 Liter

Lukengröße: 93 x 50 cm

Gewicht: 21,5 kg / 19 kg (Race-Version)

Empfohlenes Paddlergewicht: 60-100 kg

Preis: 1099,- Euro

Info: www.lettmann.de

 

Die anderen Boote im Test (KANU-Ausgabe 4/2018, derzeit im Handel): Prijon Cocaine, die Pyranha-Kajaks Ripper M und Machno 5, das Exo Rexy sowie von Jackson die Modelle Antix M und Mixmaster 7.5.

 

 

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