Kaufberatung CanadierKaufberatung Kinderpaddeln
Kaufberatung Kanucamping

Draußen zu Hause

Als Paddler kommt man hin, wo sonst keiner hin kommt: an die schönsten Übernachtungsplätze überhaupt.

Anzeige

Paddler haben es gut. Mit ihrem Boot erreichen sie die schönsten Übernachtungsplätze – egal ob offizieller Zeltplatz oder eine Halbinsel in den Isländischen Westfjorden. Dort beginnt dann beim Kanucamping des Vergnügens zweiter Teil. Und damit das tatsächlich ein reines Vergnügen wird, verrät Outdoorhändler Frank Schröer, was es bei der Auswahl der richtigen Campingausrüstung zu beachten gibt.

Frank, beim Mehrtagestrekking mit dem Rucksack schneiden manche den Griff der Zahnbürste ab, um noch ein Gramm Gewicht zu sparen. Du packst schon mal Dutch Oven und Campingstuhl ein. Sind Paddler Masochisten?
Im Gegenteil, wir sind einfach clever und nutzen die Vorteile unserer Sportgeräte aus. Wenn du mit dem Kanadier für zwei Wochen in der Wildnis verschwindest, brauchst du dich nicht mit Tütenfutter und minimalistischer Ausrüstung geißeln, sondern kannst aus dem Vollen schöpfen. Mit einem guten Glas Merlot aus der Flasche schmeckt der Sonnenuntergang am Fluss doch einfach besser als mit Weinpulver aus dem Plastikbecher.

Das heißt, Gewicht und Zuladung spielen beim Paddeln kaum eine Rolle?
Doch, natürlich! Erstens muss das ganze Zeug ja irgendwi­e zum Bach. Wer sich gar keine Gedanken macht, bekommt schnell ein logistisches Problem. Zweitens macht jedes Kilo mehr das Boot beim Paddeln träger – ganz zu schweigen von möglichen Portagen. Und drittens gibt es ja nicht nur den Familienkanadier – vom Seekajak bis zum Wildwasserboot wird das Platzangebot natur­gemäß immer kleiner. Die Kunst ist also, für jeden Trip das passende Equipment zu finden, um das Maximum aus der Tour herauszuholen.

Also muss am Ende womöglich doch die Zahnbürste dran glauben?
Nein, aber je limitierter der Stauraum, desto mehr Sinn macht moderne Leichtgewichtsausrüstung. Du musst nur mal versuchen, den alten Campingschlafsack durch die Gepäckluke eines Tourenkajaks zu stopfen. Für jeden Trip gilt: am besten alles auf einen Haufen legen, was man mitnehmen will. Meistens ist der Berg dann schon so groß, dass man aussortiert. Danach wird probegepackt. Dabei sollte man nicht den Stauraum für Lebensmittel und Trinkwasser vergessen. Und immer dran denken: Leichte Boote laufen einfach besser!

Die vollständige Kaufberatung mit folgenden Inhalten gibt’s in unserem Shop als PDF zum Download ...

  • Welcher Paddeltyp braucht welche Ausrüstung?
  • Wie pflege ich meine Campingausrüstung richttig?
  • Daune oder Kunstfaser – was ist der ideale Schlafsack für Paddler?
  • Wie sieht sie aus, die mobile Paddlerküche?
  • Geheimtipps für mehr Komfort beim Kanucamping.

Steckbrief

Philip Baues
KANU-Redakteur

Philip saß mit neun Jahren zum ersten Mal allein im Boot – für die nächsten 13 Jahre tobte er sich in den Torstangen beim Kanuslalom aus, bevor er ins steile Lager der Wildwasserpaddler wechselte. Seit 2011 arbeitet der Sportwissenschaftler als Redakteur beim KANU-Magazin.

Anzeige

Anzeige

Download

Diesen Artikel als PDF
PDF
Für 2,99 € kaufen
Erschienen in Heft 02/2015
Heft bestellen
Andere Artikel dieses Ressorts

Anzeige