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YAK »Hallertau 70 N«

Wildwasserweste mit Vollausstattung

Schon auf der Paddle-Expo 2013 hing bei YAK ein Prototyp der neuen Wildwasserweste am Stand – aufgrund der fehlenden Serienreife jedoch verschlossen hinter Plexiglas. 2014 konnte man das gute Stück dann endlich anfassen, und schon der erste Eindruck war durchweg positiv: Durchdacht platzierte Taschen, eine innovative Schulteraufhängung und nicht zuletzt das ansprechende Design machten uns neugierig.

Der erste Praxistest stellt uns jedoch vor eine Herausforderung: Wohin mit all den Schnallen, Gurten und Clips? Dieser Problematik waren sich offenbar auch die Macher bewusst und haben ein­e bebilderte Anziehanleitung am Rücken eingenäht. Blöd nur, dass man da keine Augen hat! Ist man jedoch einmal mit dem Prozedere vertraut, lässt sich die Hallertau perfekt an den Körpe­r anpassen. Der stabile Frontreißverschluss erleichtert das Anziehen auch über sperrigen Trockenanzügen. Einzig der Druckknopf, mit dem der Zipper abgedeckt wird, ist, besonders mit klammen Händen, etwas fummelig zu bedienen. Dafür sitzt die Weste angenehm tief und erlaubt eine große Bewegungsfreiheit. »Axial Core Technology« nennt YAK das System – beim Paddeln bewegen sich die frei aufgehängten Schultergurte mit dem Körper mit, die Weste selbst sitzt fest am Rumpf. Der Hüftgurt hält die Hallertau auch beim Schwimmen in Position – wer schon einmal mit der hochgerutschten Schwimmweste vor dem Gesicht abgekrault ist, weiß das umso mehr zu schätzen. 70 Newton (65 N in der Größe S/M) gibt YAK für den Auftrieb der Hallertau an. Das bedeutet, dass die Weste etwa sieben Kilo Reingewicht trägt, was wiederum einem Körpergewicht im Wasser von ungefähr 70 Kilogramm entspricht.

Positiv fallen die vielen Taschen der Hallertau auf. Derer gibt es gleich sechs und YAK steckt bei der Auslieferung Pappschablonen hinein – so weiß der Käufer gleich, wo Messer, Trillerpfeife und Co. ihren Platz haben. Das Hauptfach am Bauch ist mit einem Stretcheinsatz unterteilt und kommt mit einem Clip für die Kamera oder den Autoschlüssel. Messer- und Pfeifentasche haben jeweils eine kleine Kordelschlaufe zur Befestigung des Geräts.

Wie bei modernen Wildwasserwesten Standard, lässt sich der Bergegurt über eine Notfallschnalle lösen, am Rücken ist ein massiver O-Ring für den Einsatz bei der Springersicherung eingehängt. Ansonsten sind die Gurte zum großen Teil innen verlegt, lose Enden lassen sich in »Garagen« verstauen.

Ein weiteres Plus: Die ergonomischen Träger sind weich gepolstert und haben direkt auf den Schultern kleine extra­­dicke Flügel, die beim Boottragen den Komfort merklich erhöhen.

Fazit: Quasi über Nacht hat sich YAK vom Hersteller für solide Mittelklasseausrüstung zum Premiumfabrikanten gemausert. Die Hallertau vereint eine tolle Ausstattung mit einer innovativen Konstruktion und unübertroffenen Einstellmöglichkeiten. All das macht sie zum idealen Begleiter für anspruchsvolle Abenteuer im Wildwasser.

Technische Daten // Yak »Hallertau 70 N«

Material: Cordura (100 % Nylon)

Auftrieb: S/M: 65 N, M/L & XL: 70 N

Größen: S/M, M/L, XL

Gewicht: 1400 Gramm

Preis: 224,95 Euro

Info: www.yakadventureequipment.com

Steckbrief

Philip Baues
KANU-Redakteur

Philip saß mit neun Jahren zum ersten Mal allein im Boot – für die nächsten 13 Jahre tobte er sich in den Torstangen beim Kanuslalom aus, bevor er ins steile Lager der Wildwasserpaddler wechselte. Seit 2011 arbeitet der Sportwissenschaftler als Redakteur beim KANU-Magazin.

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