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Bayern/Blaibacher See

Neue Verbote am Regen

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat entschieden: Auf dem Schwarzen Regen dürfen keine gewerblichen Kanufahrten mehr angeboten werden. Nun wurde das Verbot zum 1. Oktober 2020 auf den Regen ab Blaibacher See ausgeweitet.

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Das KANU Magazin hat Wolfram Thies, Chef des Kanuverleihers »Vit & fun« (www.bayerisch-kanada.de), nach der Situation vor Ort und seiner Meinung gefragt.

Hier seine Antwort: »Das Kanufahren ist auf dem gesamten Schwarzen Regen für gewerbliche Kanuvermieter untersagt. Die Belange des Naturschutzes wurden durch die Schifffahrts-Genehmigungen des Landratsamts nicht ausreichend berücksichtigt, so der Verwaltungsgerichtshof München. Dies muss nun nachgebessert werden. Lediglich der Gemeingebrauch ist ausgenommen.

Ursache der Verbote war der zunehmende Kanuverkehr auf dem Fluss. Dummerweise konnte jeder überall fahren, und das Landratsamt Regen hat dies zu lange genehmigt. Somit wurde es auf bestimmten Streckenabschnitten definitiv zu viel, und die Fischereivereine hatten zum Teil Recht. Der aus Fischereikreisen erhobene Vorwurf des »Ballermann am Schwarzen Regen« ist aber übertrieben.

Anzahl an Verleihern begrenzen

In der Zukunft kann es definitiv nur funktionieren, wenn es auf jedem Streckenabschnitt nur eine begrenzte Anzahl an Verleihern gibt. Kontraproduktiv ist die Errichtung von öffentlichen Einstiegen, wo natürlich jeder einsteigen kann. Eine Kontrolle ist dann natürlich nicht mehr möglich. Durch die Verleiher und das Landratsamt wurde nun ein Gutachten in Auftrag gegeben, das im Frühjahr 2021 vorgelegt werden soll. Dieses Gutachten soll die Belange des Naturschutzes besser berücksichtigen.

Meine Vorschläge sind: Strecken an Verleiher vergeben, die ihren Hauptgeschäftssitz vor Ort haben. Existenzen bevorzugen, die hauptberuflich davon leben. Kontingentierung. Naturschutz nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit berücksichtigen. Auch der Gemeingebrauch muss beschränkt werden. Und dazu eine jährliche Besprechung zur Beurteilung der Situation.«