WM-Qualifikation im KanuparkEurotrip 2017 „Just our backyard“
Szene

„10.000 Menschen aufs Wasser bringen“

Diesmal mit dabei: Taucherbrille und Flossen zum Schnorcheln

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Im Sommer macht sie wieder Station auf mehreren Campingplätzen der Republik: Die „Tournee“ Kanu on Tour, bei der Interessenten durch das Ausprobieren vor Ort für den Kanusport begeistert werden sollen. Dieses Jahr erstmals dabei: Schnorchel-Equipment für alle, die sehen wollen, was sich unter der Wasseroberfläche verbirgt. KANU hat mit Projektleiter Lars Thierling gesprochen.

Was ist der Grundgedanke - und was bezweckt Ihr damit? Der Grundgedanke ist relativ einfach - wir wollen möglichst viele Menschen von der Faszination Wassersport begeistern, die bis dato noch keinen oder nur sporadisch Kontakt dazu hatten. Dies machen wir, indem wir die Menschen dort ansprechen, wo sie am entspanntesten sind und Zeit haben, sich auf neue, spannende Themen einzulassen - im Urlaub. Aus diesem Grund fahren wir mit unserem CaraLoft samt Anhänger quer durch Deutschland und besuchen die Urlauber an ausgewählten, am Wasser gelegenen Campingplätzen.

Dort haben alle die Möglichkeit, unter fachmännischer Anleitung ihre ersten Paddel-Erfahrungen zu machen. Hierbei ist es ganz egal, welche Vorkenntnisse vorhanden sind. Egal ob Camper, Familien oder Rad-Wanderer – bei uns kann jeder mit einem Kanu, Kajak, Luftboot oder SUP die ersten Schritte machen und alles kostenlos und unverbindlich ausprobieren. Somit sind die meisten Hürden (keine Zeit, zu teuer, der Weg ist zu weit, ich kann es nicht transportieren, usw.) in diesem Moment aus dem Weg geräumt und alle können die Faszination Wassersport genießen. Bis jetzt haben wir in den letzten vier Jahren über 9.800 Menschen aufs Wasser gebracht und werden dieses Jahr die 10.000 erreichen.

Hat der Kanusport solch intensive Nachwuchswerbung nötig? Jede Sportart hat Nachwuchswerbung nötig. Die Herausforderung beim Kanusport ist aber noch eine andere. Die meisten Menschen kommen mit dieser Sportart nicht automatisch in der Schule oder ihrem Heimatverein in Kontakt. Man muss sich also ganz bewusst entscheiden, sich in ein Kanu zu setzen. Sonst wird man die unterschiedlichen Facetten dieser Sportart nie kennenlernen. Heutzutage legen sich immer weniger Menschen auf ein bestimmtes Hobby fest. Viele wollen möglichst alles ausprobieren, was dann auch im Einklang mit der Familie funktionieren muss. Hierfür ist der Kanusport eigentlich perfekt. Mit möglichst wenig Aufwand kann ich mit der ganzen Familie meine Freizeit in der Natur und auf dem Wasser verbringen und dabei entschleunigen.

Viele denken auch, dass der Kanusport ein besonders teurer Sport ist. Das ist aber nicht so. Im Gegenteil: Die Erstanschaffung des Materials mag vielleicht zunächst mit Kosten verbunden sein. Das Material ist aber sehr langlebig und Kanus werden stellenweise von Generation zu Generation weitergegeben. Die bisherigen Maßnahmen im Kanusport sprechen eher Menschen an, die bereits paddeln, aber niemand schaut über den Tellerrand und versucht, neue Zielgruppen für den Kanusport zu erschliessen. Dies ist sicherlich kein einfaches Unterfangen, aber ich denke, dass wir mit der KANU ON TOUR auf dem richtigen Weg sind und wenn alle mitmachen würden, könnte man sicherlich gemeinsam viel bewegen.

Welche Zielgruppe möchtet Ihr mit der Aktion in erster Linie ansprechen? Wir sprechen mit der KANU ON TOUR eigentlich jeden an. Zum einen gibt es die Menschen, die bereits paddeln. Diese können bei uns verschiedene Modelle austesten und damit eine eventuelle Kaufentscheidung festigen. Zum anderen (und das ist unser Kern-Anliegen) wollen wir die Menschen erreichen, welche bis dato aufgrund vieler persönlicher Hürden noch keinen persönlichen Kontakt zum Kanusport hatten.

Wenn wir diese Menschen erst einmal auf dem Wasser haben, dreht sich das Gespräch direkt um weiterführende Themen wie zum Beispiel: Wie kann ich das transportieren? Was kostest es? Wo kann ich es richtig lernen? usw. Hier sind besonders unsere Tipps zum Thema Transport heiß begehrt, denn ein Nicht-Wassersportler kann sich kaum vorstellen, wie einfach der Transport von Kanu und Co. auch mit Auto, Wohnwagen und Wohnmobil ist. Und all das können wir direkt vor Ort ausprobieren, denn wir haben ja das Material dabei! Mit diesen Grundinfos können die Interessierten dann nach dem Urlaub an die Vereine und Händler gehen, um sich dort intensiv beraten zu lassen.

Die Termine (Änderungen vorbehalten):

20. und 21. Juli 2017: Camping- & Ferienpark Teichmann, Vöhl-Herzhausen

22. und 23. Juli 2017: ADAC Campingplatz Rolf Brock, Möhnesee - in Kooperation mit dem ADAC Westfalen und Möhnesee Touristik

24. und 25. Juli 2017: Camping & Ferienpark | Falkensteinsee, Ganderkesee/Steinkimmen                                                                                              

26. und 27. Juli 2017: Campingpark Augstfelde, Plön

28. und 29. Juli 2017: Naturcamping Zwei Seen am Plauer See, Zislow

31. Juli und 01. August 2017:  Strandcamping Wagging am See

03. und 04. August 2017: Via Claudia Camping, Lechbruck am See 

05. und 06. August 2017: KNAUS Campingpark Bad Dürkheim

Mehr Infos unter: www.paddeln-macht-spass.de