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Deutsche Kanurennsport-Elite kämpft um Titel

Vom 29. August bis 3. September treten rund 1000 Sportler gegeneinander an

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Wenn auf der traditionsreichen Olympia-Regattastrecke von 1972 in Oberschleißheim wieder das Wasser kocht und brodelt, dann reißen die absoluten Könner das Paddel durchs Wasser, jagen ihre pfeilschnellen Kajaks über verschiedene Distanzen durch die Ziellinie, reißen lachend im Medaillenjubel die Arme hoch – oder vergießen aus Enttäuschung auch mal dicke Tränen.

Olympiasieger und Weltmeister kämpfen bei den Deutschen Kanurennsport-Meisterschaften vom 29. August bis 3. September 2017 mit rund 1000 Sportlern aus ganz Deutschland um Titel und Medaillen. Die Sportler der deutschen Nationalmannschaft reisen direkt von den Weltmeisterschaften in Račice/Tschechien an.

Die 111 Entscheidungen in allen Altersklassen fallen erst nach knallharten Ausscheidungsrennen in Vor- und Zwischenläufen. Am Samstag sprinten auch die Parakanuten (Kanurennsportler mit Behinderung) um die Titel. Für sie geht es gleichzeitig um den Gewinn des Deutschland-Cups.

Am Freitag werden ab 14 Uhr in den Finals über 500 Meter und 1000 Meter die ersten Titel und Medaillen vergeben. Am Samstag folgen ab 9.30 Uhr zunächst die 200-Meter-Endläufe inklusive der Parakanu-Entscheidungen und ab 14 Uhr die restlichen Finals über 500 Meter und 1000 Meter.

Am Sonntag stehen ab 10 Uhr weitere Finals über 200 Meter auf dem Programm, bevor ab kurz nach 11 Uhr die 5000-Meter-Langstreckenrennen die Wettkämpfe der 96. Deutschen Meisterschaften beschließen.

Hoffnung auf eine vordere Platzierung machen sich auch bayerische Kanurennsportler, zum Beispiel die Münchner Lisa Köstle (KG München) sowie Nico Paufler und Ferdinand Dittmar. Die jungen Herren sind ebenfalls Mitglied der KG München, starten aber für den Verein Rheinbrüder Karlsruhe.

Vielversprechende Anwärter auf Titelgewinne sind zudem Carola Schmidt (DRC Neuburg a. d. Donau) und Ken Pfeiffer (WSG Kleinheubach), beide haben bereits internationale Titelerrungen und starten ebenfalls für die Rheinbrüder Karlsruhe.

Text: Uschi Zimmermann