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Jubiläum im Ötztal: die 10. Sickline

»Sick Line« nennen Kajaker die perfekte, flüssigste und schnellste Linie stromabwärts. 

 

 

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Diese gilt es bei der Weltmeisterschaft auf einer von der Natur mit Höchstschwierigkeiten gespickten Wildwasserstrecke unter Rennbedingungen zu finden. 

Der als »Wellerbrücke Rapids« bezeichnete Abschnitt der Ötztaler Ache ist eine solche Extremstrecke. Der Gletscherfluss hat den Ruf, die »Eiger-Nordwand« des Kajaksports zu sein: massives Wildwasser der Stufe 5, das heißt sowohl technisch schwierig, als auch gefährlich. Die Stromschnellen tragen so klangvolle Namen wie » NT Katarakt«, » hampions Killer« oder » hampions Killer Minus 1«. Selbst kleinste Fahrfehler haben hier Konsequenzen. Aus diesem Grund wird das Startfeld in zwei Qualifikationsläufen auf einem leichteren Teilabschnitt ausgesiebt. Nur die besten Extrempaddler dürfen am eigentlichen WM-Rennen teilnehmen.

 

 

Morgen zwischen 14:00 und 15:30: Livestream von der adidas Sickline. 

Der als »Wellerbrücke Rapids« bezeichnete Abschnitt der Ötztaler Ache ist eine solche Extremstrecke. Der Gletscherfluss hat den Ruf, die »Eiger-Nordwand« des Kajaksports zu sein: massives Wildwasser der Stufe 5, das heißt sowohl technisch schwierig, als auch gefährlich. Die Stromschnellen tragen so klangvolle Namen wie » NT Katarakt«, » hampions Killer« oder » hampions Killer Minus 1«. Selbst kleinste Fahrfehler haben hier Konsequenzen. Aus diesem Grund wird das Startfeld in zwei Qualifikationsläufen auf einem leichteren Teilabschnitt ausgesiebt. Nur die besten Extrempaddler dürfen am eigentlichen WM-Rennen teilnehmen.

 

Jubiläum im Ötztal: Weltmeisterschaft der Extremkajaker jährt sich zum 10. Mal, 05. - 07. Oktober 2017

Trotz des internationalen Starterfeldes blieb der Weltmeistertitel in den vergangenen neun Jahren in der Hand von nur fünf Nationen. Bei den Männern triumphierten insgesamt sechs verschiedene Athleten. Die ersten beiden Goldmedaillen gingen nach Deutschland. 2008 gewann Thilo Schmitt das prestigeträchtige Rennen auf der Ötztaler Ache, 2009 schlug Slalom-Olympiasieger Alexander Grimm überraschend die Extrempaddler aus aller Welt. Kiwi Sam Sutton gelang in den Jahren 2010-2012 ein Hattrick. Er galt als unschlagbar und unterbot Jahr für Jahr seinen eigenen Streckenrekord, bis der Brite Joe Morley 2013 erstmals den Weltmeistergürtel nach Großbritannien holte. 2014 wiederholte er seinen Erfolg und inspirierte viele seiner Landsleute, bei der adidas Sickline WM zu starten.

Seit im Jahr 2015 die Zahl der weiblichen Teilnehmer auf über 20 stieg, gibt es auch eine Frauen-WM. Das erste Gold in dieser Kategorie ging nach Norwegen. Mariann Saether gewann den Titel 2015. Im letzten Jahr paddelte die Britin Sandra Hyslop auf Platz 1 und rettete die Ehre des britischen Teams, das seit 2013 immer eine Medaille mit nach Hause bringen konnte.

Bei der adidas Sickline WM treten die Top 52 Herren und Top 8 Damen in einem ‚Head-to-Head’ Format gegeneinander an, das heißt, der schnellste der Qualifikation ‚duelliert’ sich mit Platz 52, der zweitschnellste mit Platz 51, und so weiter. Die Reihenfolge der einzelnen Heats erfolgt im klassischen Turnierraster. Der jeweils schnellere Kajaker eines Laufs kommt in die nächste Runde zusammen mit zwei ‚Lucky Losern’, den zwei Zeitschnellsten der ausgeschiedenen Athleten. Auch die Top 28 treten wieder im K.O.-System gegeneinander an. Die 14 Athleten, die sich in dieser Runde durchsetzen, kämpfen mit zwei weiteren ‚Lucky Losern’ um Edelmetall. Im Damenfinale paddeln die Top 5 um den Titel.

Am Samstag, 7. Oktober von 14:00 bis 15:30 könnt Ihr auf unserer Website das Rennen im Livestream verfolgen.