Paddeln PurSickline 2015
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Paddeln pur: XXL-Paddelfestival 2015

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Im Kanupark Markkleeberg feierten Tausende Paddler Anfang Mai einen Saisonstart der Superlative. Die Veranstalter spendierten 25 Stunden Gratiswasser auf den zwei Wildwasserstrecken, der Sächsische Kanu-Verband lud ein zu Führungsfahrten ins Leipziger Neuseenland und zwischendurch lockten Experten-Workshops, Vorträge und ein Testival mit Booten und Ausrüstung von A wie AT Paddles bis Z wie ZET Kajaks.

Als Mitorganisator einer Großveranstaltung unter freiem Himmel hat man ein ganz spezielle­s Verhältnis zum Wette­r. Steht und fällt doch der Erfolg weitestgehend mit den Launen von Petrus. Wird er sich erbarmen und die Himmelsschleusen geschlossen halten? Oder regnet es Hunde und Katzen? So trauten wir unseren Augen nicht, als sich drei Tage vor Beginn der Veranstaltung die exakte Vorhersage heraus­kristallisierte. Schietwetter im Norden, Schnürl­regen im Weste­n, unwetterartiger Regen in Süddeutschland. Und im Osten ein Schönwetterloch von Dresden bis Berlin. Wenn Engel Veranstaltungen planen ... 

Zweite bange Frage bei jeder Veranstaltung: Kommt wer und wenn ja wie viele? Doch nach zwei erfolg­reichen Paddelfestivals und der funktionierenden Mund-zu-Mund-Propaganda in Paddlerkreisen war schon am Vorabend klar, dass diese Sorge unbegründet schien. Denn die Paddler rückten zu Hunderten an und annektierten den nahegelegenen Zeltplatz, die Ferienwohnungen der Region und sämtliche Parkbuchten rund um den Kanupark im paddler­typischen Zigeunerstyle. Willkommen!

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Anders als im Vorjahr, wo der fehlende Brückentag zwischen dem 1. Mai am Donnerstag und dem Wochenen­de vielen Schülern und deren Eltern eine An­reise von weiter her vergällte, lag 2015 der 1. Mai perfekt auf eine­m Freitag. Und so füllten sich die Wildwasserstrecken des Kanuparks am Freitag um 12 Uhr mit 12 Kubik Wasser und geschätzt 500 bis 600 Wildwasserpaddlern. 

Schon vorher hatten auf dem angrenzenden Markklee­berger See die Workshops begonnen. Vom kostenlosen Schnuppertraining mit dem Seekajakreiseanbieter Club Aktiv über die Perfektionierung der Eskimorolle bis hin zum exklusiven Techniktraining mit der 8-fachen Olympiasiegerin Birgit Fischer war einiges geboten, um nach der Winterpause wieder richtig in Schwung zu kommen.

Schwung war auch auf der Wildwasseranlage garantiert, denn je später der Tag, desto rarer die Kehrwasser. Geschätz­t gab es binnen der drei Festivaltage über 20.000 Fahrten auf beiden Strecken des Kanals. Schnelles Kehrwasserhopping, mal eben quer die Walze abreiten oder gar im Meilensurf mit Spitze stromauf gemütlich in den Sonnenuntergang gleiten? Lieber nicht. Aber umgeben von Dutzenden Gleich­gesinnten und einem breiten Grinsen im Gesicht mittig im Stromzug Runde um Runde auf den Tacho zu paddeln, das ging richtig gut. Und an dieser Stelle noch ein Tipp für 2016: Wem das Treiben auf dem Kanal generell zu bunt ist, kann sich zum Festival-Sonderpreis selbst stundenweise Wasser außerhalb der Gratiszeiten kaufen. Mit plusminus 30 Euro bei zehn Paddler­n ist man dabei. Wer also noch eine Idee für Weihnachten braucht, kann einfach bei der KANU-Redaktion anrufen, wir besorgen gern einen Geschenk-Gutschein für 14 Kubik ;-) 

Heimlicher Höhepunkt für Tourenfans sind stets die geführten Ausfahrten des Sächsischen Kanuverbands. Für einen geringen Kostenbeitrag entführen einen die Local­s auf die schönsten Touren der Regio­n. Besonders die Stadtrundfahrt von der Pferderennbahn in Leipzig nach Downtown und zurück verblüffte Zugereiste ein ums ander­e Mal. 

Nach drei Tagen Bilderbuchwetter und zufriedenen Gesichtern allerorten drehte dann Kanupark-Chef Christoph Kirsten um Punkt 16 Uhr den Hahn zu. Bis zum nächsten Jahr, wenn das XXL-Paddel­festival am 7. – 8. Mai an gleicher Stelle über die Bühne geht. Und  wer Himmelfahrt und Brückentag mitnimmt, kann den Besuch des Paddel­festivals perfekt zum Kurzurlaub im Leipziger Neuseenland aufbohren. Wir freuen uns auf euch!

PS. Auf der Rückfahrt am Sonntagabend beginnt es in Nürnberg sintflutartig zu schütten und hört bis Augsburg nicht mehr auf. Und den vollen Bächen ist anzusehen, dass der Rege­n nicht gerade eben erst angefangen hat ...

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