XXL-Paddelfestival
Sickline 2015

Sick, sicker, Serrasolses

Gerd Serrasolses und Mariann Saether gewinnen die achte Auflage der adidas Sickline im Ötztal.

Anzeige

Die Seriensieger Joe Morley und Sam Sutton sind geschlagen, neuer und hochverdienter Sickline-Champion ist der Spanier Gerd Serrasolses. Mariann Sæther holt den ersten offiziellen Titel in der Frauenwertung.

175 Athleten aus 30 Nationen – noch nie kämpften mehr Paddler um den begehrtesten Extrem­kajak-Titel der Welt. Von Anfang an für viele heißester Kandidat: Gerd Serrasolses. Der Spanier hatte nicht nur schon im letzten Jahr konstante Top-Zeiten abgeliefert, auch 2015 gewann er Quali, Viertel- sowie Halbfinale und zog souverän in die Runde der schnellsten 15 ein. Dort traf er auf das Beste, was die internationale Paddelszene zu bieten hat: Die Seriensieger Sam Sutton (2010–2012) und Joe Morley (2013 u. 2014) waren genauso im Superfinale dabei wie Ex-Champion Thilo Schmitt (2008), der Olympia-Dritte von London Hannes Aigner, Freestyle-Weltmeister Dane Jackson, US-Star Rush Sturges oder das Schweizer Ausnahmetalent Sven Lämmler.

Anzeige

Anzeige

Die erste Richtzeit legte Sam Sutton vor, der als vierter Starter auf die Strecke ging: Bei 56,65 Sekunden blieb die Uhr stehen. Eine knappe halbe Sekunde schneller war der Brite David Bain, der sich mit 56,19 Sekunden Platz zwei aus der Ötz angelte. Als letzter Paddler saß dann Gerd Serrasolse­s auf der sechs Meter hohen Startrampe. »Ich war supernervös und habe gebetet, dass ich noch einmal einen guten Lauf runterbringe.« Am Ende bedeutete die Zeit von 55,34 Sekunden nicht nur den Sieg, sondern auch einen neuen Streckenrekord. Sam Sutton war trotzdem froh, wieder auf dem Podium zu stehen: »Mit zwei kleine­n Kids und zwei Firmen dreht sich bei mir längst nicht mehr alles ums Kajakfahren. Außerdem freue ich mich riesig für Gerd, niemand hat den Sieg mehr verdient. Er ist derzeit einfach der beste Paddler der Welt.«

Zuvor hatte Mariann Sæther aus Norwegen die erste offizielle Damenwertung in der Sickline-Geschichte für sich entschieden. Von insgesamt 24 Starterinnen paddelten die schnellsten fünf im Finale um den Titel. Sæther, die zum ersten Mal nicht als Bedienung auf dem Oktoberfest arbeitete, gewann mit 63,49 Sekunden vor Jennifer Chrimes (GBR, 69,55 s) und Alona Buslaieva (UKR, 76,29 s).

KANU freut sich schon auf nächstes Jahr und ist gespannt, wie lange die Regentschaft von Gerd Serrasolses dauern wird!

Anzeige