Leipziger Allerlei
48 Stunden, 11 Locations, 3000 Fotos

Der Bayern-Express

Wie viele tolle Fotos kann man in 24 Stunden in einem Umkreis von 100 Kilometern rund um Rosenheim schießen? KANU zeigt, welch‘ traumhafte Touren in Deutschland auf kleinem Raum möglich sind.

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Schnell ist auch der Rosenheimer Kajakhersteller Prijon von der Idee begeistert und mit im Boot, der Fotomarathon wird zum Katalog-shooting aufgebohrt. Schließlich liegt Prijons »Testlabor« genau im angedachten Revier und eine Teilnahme mit beinahe der gesamten Prijon-Flotte samt ein paar Models ist Heimspiel und Ehrensache zugleich. Oder wie der Bayer sagt: »Dahoam ist dahoam.« Da das Wetter im Herbst 2014 nicht das Beständigste ist, braucht es allerdings zwei Anläufe à 24 Stunden, um das Projekt wie gewünscht umzusetzen. Und so begab es sich … 

23. September, 9.30 Uhr, Mariathal in Tirol. Keine Autostunde von Rosenheim entfernt stehen wir am Ausstieg der Brandenberger Ache, die nach Regenfällen einen niedrigen, aber fahrbaren Pegel hat. Während sich die Sonne noch durch den Hochnebel gräbt, fahren wir hoch zum Einstieg oberhalb des Kaiserhauses. Wir ignorieren die Strecke bis zur Tiefenbachklamm und beschränken uns allein auf die Kaiserklamm, da sie die besten Motive verspricht und unser Zeitfenster kein großes ist. Dafür fahren Jobst Hahn und Gerry Braun-e den engen Schlund gleich zweimal, einmal fürs Hochformat, einmal fürs Querformat. Wieder hoch zum Einstieg geht es im Laufschritt über den Klammsteig, denn Gerry muss um zwölf Uhr bei der Arbeit sein. Nur kein-e Zeit verlieren, das ist natürlich auch ganz im Sinne der Mission.

23. September, 11 Uhr, Sylvensteinspeicher, Deutschland. Nach einer kurzen Fahrt entlang des Achensees haben wir nur eine Stunde nach dem Auf-laden am Kaiserhaus wieder Wasser unter dem Kiel. Diesmal kommen allerdings die Touren-boote zum Einsatz. Ziel ist die untere Walchenklamm, die in den fjordartigen Ostarm des Sees mündet. Ist der Stausee gut gefüllt, kann man diese kleine Klamm nahezu ohne Strömung bis zum Abschlusswasserfall hochfahren. Stellenweise ragen die Fels-wände kaum paddelbreit links und rechts neben dem Boot in die Höhe und mit dem über fünf Meter langen Zweier findet sich noch nicht mal ein Platz, um die Fuhre zu drehen, als die Strömung des wilden Walchen zu stark wird. 

Steckbrief

Michael Neumann
KANU-Chefredakteur

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23. September, 13 Uhr, Obere Isar, Deutschland. Nach der Walchenklamm widmen wir uns dem Hauptzufluss des Sylvensteinspeichers, der Isar. Deren zehn Kilometer langer Abschnitt zwischen Krün und Vorderriß wird mitunter auch gern als Bayerisch-Columbia bezeichnet, derart wild und natur-belassen wirkt dieser Abschnitt. Einziger Makel und gar nicht Kanada-like: Bei Krün wird viel Isarwasser ab-geleite-t und nur bei hohen Wasserständen und vollen Nebenbächen (die es aber reichlich gibt) passt der Wasserstand. In unsere-m Fall ist es der Sausende Graben, der nach den Regen-fällen der Vortage für ausreichende fünf Kubik nach einem Dritte-l der reguläre-n Fahrstrecke sorgt. Da das Wasser absolut klar ist, sieht es zwar zwischendrin etwas seicht aus, doch am Ausstieg sind die Models aus Rosenheim und Starnberg, die sich normalerweise eher für schweres Wildwasser begeistern, verzückt: so ein schöner Bach, fast vor der Haustür.

23. September, 16.30 Uhr, Schmalensee bei Mittenwald, Deutschland. Zugegeben, diese Station ist eher Fototapete denn lohnendes Paddelziel. Doch da der Tümpel bei Mittenwald Abendsonne abbekommt und im Hintergrund das Karwendel dräut, verzichten wir auf großen Sport, die Devise lautet schließlich »Foto first«.

23. September, 19 Uhr, Eibsee, Deutschland. Die Sonne ist längst untergegangen, als wir schließlich am Eibsee ankommen. Hier wollen wir morgen früh noch vor dem ersten Büchsenlicht aufs Wasser und begeben uns daher gleich in die Poleposition. Der Platz in der ersten Reihe heißt Hotel Eibsee. Ein stellenweise etwas in die Jahre gekommener Palast direkt am Wasser, aber mit sehr gutem Service und verträglichen Preisen. Wir teilen uns zu viert das Dreibettzimmer unter-m Dach und kommen so mit Halbpension auf 65 Euro pro Person.

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24. September, 6 Uhr, Eibsee. In Sachen Ost-West-Ausrichtung ist diese Perle von Bergsee wirklich perfekt. Kaum, dass der Stern überhaupt aufgegangen ist, treffen schon die ersten Sonnenstrahlen aufs Wasser. Und am Abend, das wissen wir aus Erfahrung, scheint einem die Sonne bis kurz vorm Dunkelwerden ins Gesicht. Spiegelglatt liegt das Wasser vor uns, die Kälte der Nacht wabert noch als Nebelschleier darauf. Keine Menschenseele ist hier wach, als wir in völliger Still-e Kurs auf die hinteren Inseln nehmen. Fährt man alle Buchten des Eibsees aus, kommt man immerhin auf respektable acht Kilometer Paddelstrecke. Über allem thront die Nordwand der Zugspitze und zaubert fantastische Spiegelungen aufs glas-klare Wasser. Im Sommer, wenn der Eibsee Badetemperatur hat, kann man hier leicht ein, zwei überaus relaxte Tage verbringen und den tagsüber zahllosen Touristen mittels Paddel ein Schnippchen schlagen. Ein einsames Inselchen für Rast und Sonnenbad findet sich immer. Als wir um acht Uhr am Frühstücksbüffet des Hotels stehen, um die zweite Hälfte der Halbpension einzulösen, haben wir ordentlich Hunger und das gute Gefühl, ihn uns nach zwei Stunden Paddelei auch redlich verdient zu haben. 

24. September, 9.30 Uhr, Percha am Starnberger See, Deutschland. Mit Ach und Krach haben wir es innerhalb unseres 24-stündigen Zeitfensters aufs Wasser des Starnberger Sees geschafft und »just in time« gelingen noch letzte Aufnahmen auf dem See und der Würm, die den Starnberger See Richtung München entwässert.

»Mittendrin müssen wir uns immer wieder kneifen, so kitschig schön sind die ausgesuchten Gewässer.«

20. Oktober, 8 Uhr, Weitsee bei Reit im Winkl, Deutschland. Es hat etwas gedauert, bis der zweite Termin gefunden war. Nach der ersten Runde sollte es nun etwas östlicher gehen, um ein paar echten »Prijon-Klassikern« die Referenz zu erweisen. Unser erstes Ziel gehörte allerdings nicht dazu. Auf den Weitsee zwischen Reit im Winkl und Ruhpolding war ich auf Facebook gestoßen, ein Fotograf aus Bad Reichenhall hatte ein paar tolle Bilder von dort gepostet, bei denen sich die nahen Berge eins zu eins im klaren Wasser spiegelten. Durch deren Spiegelbild eine Welle zu ziehen, war das erklärte Ziel. Kaum hatten wir die Boote abgeladen, schien das Shooting jedoch vorschnell beendet. Ein Einwohner hatte wohl die Polizei gerufen, die uns freundlich, aber bestimmt darauf hinwies, dass die zugehörigen Gewässer Mittersee und Lödensee aus Naturschutzgründen gesperrt seien. Allein der unterhalb gelegene Weitsee selbst sei erlaubt. Sorry, Herr Hauptkommissar! Also die Boote wieder aufgeladen und etwas stromab umgesattelt. Der Weitsee selbst ist zwar nicht ganz so pittoresk, aber aus dem passenden Winkel schaut auch er aus wie Indian Summer in Kanada. Und später erzählt mir der Reichenhaller Fotograf, dass man durchaus Chancen habe, auch mal eine Runde über alle drei Seen zu drehen: Wenn nämlich bei Hochwasser die Straße überflutet und das Tal für den Autoverkehr gesperrt sei, könne man ohne viel Aufhebens und Umheben all-e drei Seen ungesehen befahren.

20. Oktober, 11 Uhr, Tiroler Ache, Kössen, Österreich: Als wir zum klassischen Einstieg am Bauhof rollen, fällt es uns sogleich ein. Ist nicht die »Oachn« ab 15. Oktober gesperrt? Ist sie, wie das Schild am Einstieg beweist. Noch während wir überlegen, kommt ein Tiroler in Wathosen auf dem Fahrrad daher und zeigt uns seine Polizeimarke. Ob wir nicht wissen, dass …? Doch, wissen wir. Darum sind die Boote ja auch noch auf dem Dach. Zefix! Dabei habe ich doch genau das Motiv vor Augen, wie es sein soll: unterhalb des Stegs rechts aus einer Felsbucht heraus, die Paddler auf dem klaren Fluss von Wald und Fels eingerahmt. Moment mal, unterhalb des Stegs? Markiert der Steg nicht auch in etwa die Grenze zu Deutschland? Und gilt das Befahrungsverbot nicht allein auf österreichischem Territorium? Bingo. Zehn Minuten später tragen wir die Boote am Gasthaus Klobenstein die 100 Höhenmeter über einen Wanderweg runter zum Wasser. Und 20 Minuten später habe ich exakt das geplante Bild im Kasten.

20. Oktober, 14 Uhr, Saalach, Lofer, Österreich: Nach kurzer Mittagspause in der Spätherbstsonne geht es in der Teufelsschlucht wieder richtig rund. Wohl jeder Wildwasserprototyp der Rosenheimer Kajakwerft musste sich zunächst hier beweisen, bevor er in Serie ging. Als Fotomodels am Start sind der mehrfache deutsche Freestyle-Meister Nico Langner, der auch für das Design des Prijon-Katalogs verantwortlich zeichnet, und Slalom-Nachwuchspaddler Florian Spiekermann. Beide zirkeln mit derartiger Gelassenheit durch das Felslabyrinth, als würden sie das tagtäglich machen. Auf Nach-frage relativierte sich das etwas, aber übers Jahr gesehen einmal die Woche Lofer muss schon sein. Mit dem schwindenden Tageslicht sinkt auch die Motivation. Jetzt noch ein Absackerbier am Ausstieg der Teufelsschlucht, oder noch am nahen Chiemsee an diesem heiter bis eher wolkigen Tag auf den Sonnenuntergang  wetten? Doch beim Blick in den Kofferraum er-übrig-t sich die Diskussion, wir haben eh kein Bier.

20. Oktober, 17 Uhr, Chiemsee, Deutschland: Wer im Westen die Sonne überm Chiemsee untergehen sehen will, muss folgerichtig an der Ostküste sein Glück suchen. So setzen wir die Boote in Chieming ein und schippern ein bisschen kreuz und quer am Dampfersteg hin und her. Und sieh-e da, kurz vorm Untergehen spitzt die Sonne unter einer Gewitterfront hindurch, die gerade in München vollgelaufene Unterführungen verursacht, und sorgt für eine geradezu sensationell-e Lichtstimmung. Mission complete? Mission complete! Aber nächstes Mal nehmen wir uns für dieses Pensum zwei Woche-n Urlaub.

Info

Acht Touren in Bayern & Österreich

Wer mit Wildwasserkajak, Tourenboot und offenen Augen durch Deutschland fährt, kann vielerorts sein blaues Wunder erleben. Diese Tourenvorschläge zeigen exemplarisch, welche Tagestouren vom Basislager Rosenheim möglich sind. Und immer dran denken: Rosenheim ist nahezu überall.

1. Brandenberger Ache

Für viele der schönste Wildfluss (WW III bis V) der Nordalpen. Sie fließt nach wie vor unreguliert von Nord nach Süd durch die Kalkalpen nach Kramsach, wo sie in den Inn mündet. Die Standardstrecke führt vom Kaiserhaus bis Mariathal. Wer mag und kann, klemmt noch die atemberaubende Kaiserklamm (siehe Fotos) davor. Auf gut einem Kilometer donnert sie durch einen oft nur drei Meter breiten Spalt, anhalten, anschauen und ggf. umtragen geht nicht. Zum Glück kann man sich jede Stelle zuvor vom Klammsteig in Augenschein nehmen – um sich dann im Boot doch zu grausen, da alles viel steiler ist, als es aussah. Zweites sportliches Highlight ist die Tiefenbach-klamm (bis WW V), doch in ihr geht es zumindest etwas großzügiger zu, so dass manche Kernstelle auch umtragen werden kann.

2. Walchenklamm & Sylvensteinspeicher
Der Walchen ist eigentlich ein spektakulärer Wildfluss, der vom Achensee zum Sylvensteinspeicher stürmt. Während die obere Etappe neben der Straße wirklich nur bei Hochwasserspitzen läuft, hat man beim Unterlauf häufiger Glück. Kleine Genusshupfer wechseln sich ab mit trickreichen Wasserfällen, deren Wände gern unterspült sind. Besonders der letzte Sprung mit seiner 100 Meter langen Anfahrt hat es in sich und kann nur schwer gesichert werden. Ihm nähert man sich daher besser von unten im Wanderboot – nur mal gucken –, bevor man noch eine Runde über den Sylvensteinspeicher dreht. Den Einstieg wählt man entweder nahe an der Walchenklamm am ersten großen Sylvenstein-Parkplatz links vom Achensee kommend (so wie wir), oder man steigt an der DLRG-Station bei Fall ein und hat anschließend noch ein paar Kilometer mehr auf dem Tacho.

3. Eibsee
Schöner wird‘s nicht. Der nahe am Ausstieg der Loisacher Griesenschlucht gelegene Eibsee ist ein Kleinod, das keinen Vergleich mit den schönsten Bergseen dieses Planeten scheuen muss. Da der Eibsee allerdings auch ein ziemlicher Touristen­magnet ist, sollten wir Paddler uns dort besonders respektvoll verhalten. Im Idealfall legt man An- und Abreise außerhalb der Stoßzeiten von 10 bis 17 Uhr. Den Picknickkorb und die Badehose nicht vergessen (zumindest im Sommer), es locken tolle Pausenplätze. Parken am besten auf dem Parkplatz der Zugspitzbahn (keine Höhenbegrenzung), für den Weg zum Wasser Bootswagen nicht vergessen. Wer es ganz entspannt mag, mietet sich im Hotel Eibsee ein, ergattert ein Zimmer mit Zugspitzblick und deponiert sein Boot direkt am Wasser. 

5. Weitsee
Nicht wirklich eine Topadresse zum Paddeln, es sei denn, man ist auf tolle Bilder aus. Die oberen zwei Seen sind Naturschutzgebiet, der Weitsee selbst bietet etwa drei Kilometer Paddelstrecke auf zwei durch einen Kanal verbundene Wasserflächen. Nur bei Hochwasser werden die Karten neu gemischt.

6. Schmalensee
Was für den Weitsee gilt, gilt verstärkt für den Schmalsee. Der ist wirklich eine reine Fototapete. Das aber richtig, denn aufgrund der Exposition hat er abends sehr lange Sonnenlicht. Wer aber auf großen Sport steht, geht besser im Dammkar wandern.

7. Tiroler Ache
Die Entenlochklamm oder Duckhole-Canyon, wie der Anglophile sagt, beginnt unterhalb Kössen in Tirol und ist landschaftlich ein echter Sechser. Das Wildwasser selbst hält da zwar nicht ganz mit, je nach Wasserstand ist bei WW II-III Schluss. Perfekt für Wildwasser-Lehrlinge und Kinder im eigenen Kajak – aber erst, nachdem Papa oder Mama die 5 Kilometer lange Strecke bis Marquartstein (Paddlerparkplatz am Ortseingang) bei einer Vorfahrt auf Baumhindernisse etc. inspiziert haben. Bei Niedrigwasser im Sommer schippern die Einheimischen sogar im knallroten Gummiboot durch die Schlucht und ergattern so die besten Schattenplätze für ein Nickerchen. Gesperrt von Bauhof Kössen (Einstieg) bis zur Staatsgrenze bei Klobenstein vom 15.10. bis 15.05., Befahrung nur von 9 bis 19 Uhr. 

8. Saalach
Die aus Österreich kommende Saalach mündet bei Freilassing in die Salzach. Ihre Filetstückchen hat sie jedoch in der Region rund um Lofer. Ober- wie unterhalb des pittoresken Örtchens am Fuße der Stein­berg­e bietet sie Wildwasser vom zweiten bis zum fünften Schwierigkeitsgrad. Passend zum Plaisirwildwasser gibt es auch einen paddlerfreundlichen Plaisiercampingplatz, den Grubhof bei St. Martin oberhalb Lofer. Sogar mit Trockner fürs Neopren. Sämtliche Infos über das Revier findet man  online unter www.kanumagazin.de/lofer.

9. Chiemsee
Der drittgrößte See Deutschlands ist je nach Wetter Badewanne oder anspruchsvolles Seekajakrevier. Daher bitte immer den Wetterbericht im Kopf und das Sturmwarnsystem (gelbes Blinklicht) am Ufer im Auge haben.  Zudem sollten aus Naturschutzgründen gekennzeichnete Uferbereiche tunlichst nicht befahren werden. Grundsätzlich kann man auf dem See natürlich überall Touren starten, eine Aus­wahl der besten Varianten findet sich jedoch online unter www.kanumagazin.de/chiemsee. Sonnenuntergangsfans wählen für eine Feierabendtour in jedem Fall die Ostseite mit unverstelltem Blick gen Westen.

10. Starnberger See
Für die KANU-Redaktion einer der schönsten Voralpen-Seen. Seine Nord-Süd-Ausrichtung mit den nahen Alpen am Horizont sorgt für spektakuläre Aussichten zu jeder Jahres- und Tageszeit. Und trotz der Nähe zu München und des dicht besiedelten Südufers findet man viele lauschige Ecken für eine ausgedehnte Brotzeit. Warum sich König Ludwig II. also ausgerechnet diesen See zum Ertrinken ausgesucht hat, wird auf  ewig ein Rätsel bleiben. Am See lag es jedenfalls nicht ;-)

11. Würm
Eine Tour auf dem Starnberger See erfährt mit einem Abstecher auf die Würm ihren Höhepunkt. Würm? Ja, genau die mit der Würm-Eiszeit. Einfach zwischen Starnberg und Percha in den Yachthafen paddeln. An dessen Ende geht es durch eine Röhrenbrücke in die Würm. Dort weiter durchs Leutstettener Moos bis zu einer seeartigen Ausweitung vor einer Straßenbrücke. Und dann, der geringen Strömung sei Dank, einfach den Kiel wieder Richtung Süden und zurück in den Starnberger See paddeln. Aber nicht vergessen: Vom 1. März bis 30. Juni ist die Würm gesperrt. Die theoretisch mögliche Weiterfahrt bis zur Reismühle bei Gauting lohnt eigentlich nicht – es sei denn, man möchte mal für eine anstehende Wildnisexpedition das Treideln trainieren. Landschaftlich ist der Würm-Durchbruch allerdings nicht ohne, das Treideln also keine Schande.

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