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Touren

Freiberger Mulde & Mulde

 Deutschland, Sachsen
Foto/Grafik zum Tourentipp FreibergerMulde/Mulde.
Von Frühling bis Herbst lockt die Mulde aufs Wasser.
Foto: Falk Bruder

Im Sommer 2002 war die Mulde in aller Munde – und vielen Kellern. Sie verursachte Schlagzeilen als wilder, gefräßiger Strom, der viele Häuser unter seiner Hochwasserflut begrub, einen milliarden-schweren Schaden anrichtete und sogar einige Menschenleben forderte. In normalen Jahren aber bietet die Mulde auf ihrem Lauf zur Elbe unberührte Natur, flotte, selten durch Wehre unterbrochene Strömung, nette Städtchen an den Ufern und äußerst viel Kanu-spaß – und das sogar ganzjährig. Die Saison beginnt im Frühjahr, wenn der Sächsische Kanu-Verband zum traditionellen Anpaddeln auf die hier vorgestellte Strecke einlädt. Anschließend kehrt wieder Ruhe ein, die erst im Mai durch den beginnenden Kanutourismus abgelöst wird. Dieser dauert zwar den ganzen Sommer an, stört aber keineswegs über Gebühr. Dann, im Herbst, wenn die Nächte länger und die Tage wieder kühler werden, trifft man seltener auf Kanuten. Sie erleben die Mulde in einem bunten Kleid, dass sich die Waldhänge links und rechts hinaufzieht – Indian Summer im wilden Osten. Im kalten Winter herrscht oft Eisgang, dann sollte man entweder den Pickel mitbringen oder die Boote auf dem Autodach lassen und vom nächsten Frühjahr träumen.

Foto/Grafik zum Tourentipp FreibergerMulde/Mulde.
Die Mulde liegt für Stadtmenschen bequem vor den Toren Leipzigs.

Charakter: Die Freiberger Mulde entspringt im östlichen Erzgebirge und fließt ab dem Zusammenfluss mit der Zwickauer Mulde bei Sermuth als (Vereinigte) Mulde Richtung Norden der Elbe zu. Bis Wurzen durchbricht sie die letzten Ausläufer des Erzgebirges und strömt dann in die weite Ebene der Leipziger Tieflandbucht. Das beschriebene Teilstück strömt ungehindert und flott zwischen den Wehren bei Leisnig und Grimma und windet sich durch ein teils enges Tal. Auf weiten Strecken abseits großer Straßen erlebt man viel Natur, genießt die Ruhe fern der Großstadt Leipzig, paddelt ab und zu unter Brücken hindurch oder an kleinen Ortschaften vorbei. Kleine nette Schwällchen lockern die Fahrt auf, ohne jedoch erhöhte Anforderungen an die Paddeltechnik zu stellen.?

 

Beste Zeit: ganzjährig, in trockenen Sommern allerdings stellenweise etwas flach.

Gefahren:
keine.?

 

Einstieg: In Leisnig rechtsufrig. Fürs Navi: Grimmaer Straße 17, gleich gegenüber Reifen Fischer.?


Ausstieg: Grimma, linksufrig, Parkplatz Floßplatz nach Fußgänger-Hängerbrücke. Fürs Navi: Floßplatz, Ecke Kellerhäuser.

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Schwierigkeiten: 22 Kilometer mit viel Strömung und harmlosen Schwällen.

Shuttle: per Auto von Grimma über Großbothen, Kössern und Thümmlitzwalde, insgesamt 19,5 km.

Foto/Grafik zum Tourentipp FreibergerMulde/Mulde.
Die sehenswerte Schiffsmühle bei Höfgen.
Foto: Falk Bruder

Pegel: Vereinigte Mulde, Golzern 1 (www.umwelt.sachsen.de/umwelt/wasser/2321.htm): Ideal ist hier ein Wasserstand zwischen zwei und drei Metern. Alternativ: Grimma, Pöppelmannbrücke (Webcam), maximal zwei Meter.?


Alternativen: Kunstpark der Denkmalschmiede Höfgen (www.hoefgen.de) entlang des rechten Muldeufers, Burg Mildenstein in Leisnig, Hochwassermarken in der hübschen Altstadt von Grimma.

Besonderheiten:
am Einstieg kaum Parkmöglichkeiten (großer Parkplatz Richtung Leisnig oberhalb des Wehres); Parkplatz in Grimma kostenpflichtig, kostenlose Parkplätze an der Kreuzung B107/Prophetenberg.?

 

KANU-Tipp: einzigartige Schiffsmühle bei Höfgen, dort Einkehrmöglichkeiten an der Fähre oder im Hotelcafé.

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Übernachtung: Abenteuercamp Klosterbuch, Klosterbuch 3, 04703 Leisnig (www.outdoorteam.de); hier auch alle Infos über die Strecke, Kanuvermietung, Shuttle-Unterstützung etc.?


Infos: DKV-Kanuführer Ostdeutschland (ISBN 392458091-X), 19,95 €.  Wasserwanderatlas »Sächsisches Burgen- und Heideland« vom regionalen Tourismusverband (Tel. 034327/9660), 12,00 € zzgl. Porto.