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Touren

Starnberger See

 Deutschland, Bayern

Unterwegs auf königlichem See

Mit einer Wasserfläche von 36 qkm und einer maximalen Wassertiefe von 121 m ist der Starnberger See nach dem Bodensee der wasserreichste deutsche See. Er hat eine Länge von 20 km und eine maximale Breite von 4,6 km. Der See speist sich aus kleineren Fließgewässern (Ostersee-Ach) und unterirdischen Quellen. Der einzige Abfluss ist die Würm. Aufgrund des kleinen Einzugsgebietes (314 qkm) dauert es 21 Jahre, bis das Wasser des Sees einmal komplett ausgetauscht ist. Der See zählt dennoch zu den fünf saubersten Seen Bayerns.

Paddeltricks auf dem Starnberger See.

Sowas gibt es nur am Starnberger See zu sehen. Paddelakrobatik mit dem Kopf.
Foto: Michael Neumann

 

Entstehung

 

Das Becken des Starnberger Sees wurde während der Eiszeiten ausgeschoben. In der Würmeiszeit (von ca. 115000 bis 10000 vor Chr.) reichte der Gletscher bis an sein Nordufer. Die Schmelzwasser des Gletschers flossen über das Isar- und Loisachtal ab, so dass sein Becken kaum verschüttet wurde.

 

Befahrungsgebote

 

Vor allem am Westufer und im Süden des Sees sind größere Ufergebiete ganzjährig gesperrt (Bojen beachten). In den Wintermonaten gibt es weitere freiwillige Vereinbarungen. Das südliche und nördliche Fünftel des Sees und einige weitere Streifen sollten dann nicht befahren werden. Weitere Informationen: www.lbv-starnberg.de oder www.lk-starnberg.de.

 

Wind/Wetter

 

Der Starnberger See gilt als typisches Schwachwindrevier. Zu beachten sind allerdings Gewitterböen und Föhnlagen. Vor allem in den Sommermonaten kommt es immer wieder zu schnell aufziehenden Wärmegewittern. Rund um den See sind Blitzleuchten installiert, die mit einer Frequenz von 40 (Vorsichtsmeldung) bzw. 90 Blitzen (Sturmwarnung) pro Minute signalisieren. Nach eigener Erfahrung sind persönliche Wetterbeobachtungen dennoch unerlässlich.

 

Besonderheiten

 

Am Starnberger See gibt es viele Motorboote und Segelboote. Nicht alle steuern einen berechenbaren Kurs. Zu achten ist auch auf die Linienschifffahrt, die den gesamten See in den Sommermonaten bedient. Weite Uferpassagen sind als Privatgrundstücke oder Naturschutzzonen nicht zugänglich. Der See ist – von den Naturschutzzonen abgesehen - intensiv genutzt. Ungestörte Naturerlebnisse findet man nur außerhalb der Saison.

 

Zugang

 

Bedingt durch den hohen Besiedelungsgrad und die hohe touristische Nutzung kann sich der Zugang schwierig gestalten. Ein Bootswagen ist sehr empfehlenswert. Gute Zugänge gibt es unter anderem in Starnberg am Dampfersteg, in Ammerland an der Wasserwacht, in Ambach über das Erholungsgebiet, in St. Heinrich am Parkplatz »Kleines Seehaus«, in Seeshaupt am Dampfersteg und in Tutzing an der Evangelischen Akademie. Park & Paddle funktioniert am besten zwischen Possenhofen und Niederpöcking, Autos über 2 m Höhe finden auf dem Waldparkplatz allerdings keinen Einlass.

 

Touren

 

Seelänge: In St. Heinrich am Kleinen Seehaus einbooten. Das Ostufer entlang bis Berg, von dort direkt nach Starnberg zur Mündung der Würm oder nach Bedarf zu den Kiosken am Dampfersteg. Zurück über die Roseninsel, an Tutzing vorbei nach Bernried, Seeshaupt und schließlich St. Heinrich. Lange, anstrengende und großartige Tour. Zeitbedarf ca. 7-8 Stunden, Länge ca. 43 km.

 

Roseninsel: Eingebootet wird wieder am »Kleinen Seehaus« in St. Heinrich. Am Ostufer entlang bis Ammerland, von dort wird der See nach Nordnordwesten gequert zur Roseninsel hin. Am Südstrand der Roseninsel anlanden (Toiletten am Landesteg 100 m weiter). Zurück am Jochberggipfel orientiert den See entlang oder nach Bernried und von dort nach Südost queren. Wunderschöne Hochsommertour. Auf Gewitter achten. Zeitbedarf ca. 5-6 Stunden, Länge ca. 27 km.

 

Nordtour: Die Kajaks werden in Ammerland an der Wasserwachtrampe eingesetzt. Richtung Norden lässt man die Schlösser Ammerland und Weipertshausen hinter sich. Kurz vor Berg ragt das Gedächtniskreuz für König Ludwig aus dem Wasser. Dort quert man den See zur Roseninsel. Zwischen Roseninsel und Possenhofen geht es zurück über den See nach Ammerland. Zeitbedarf ca. 3-4 Stunden, Länge ca. 15 km

 

Übernachten

 

Campingplatz Seeshaupt, St. Heinricher Straße. 127, Seeshaupt, www.campingplatz-seeshaupt.de (direkt am Ufer)
Campingplatz Hirth, Am Schwaiblbach 3, Ambach,
www.campingplatzhirth.de (direkt am Ufer)
Campingplatz Beim Fischer, Buchscharnstraße. 10, Münsing/St. Heinrich, www.camping-beim-fischer.de (Seenähe)
Campingplatz Starnberg, Josef-Jägerhuberstraße, Starnberg
Zahlreiche Gasthöfe und Hotels, z.B. Hotel Am See, Seestraße 4, Ammerland, www.hotel-am-see.net (Paddler willkommen!)

 

Essen

 

Gasthaus Fischerrosl St. Heinrich, Beuerberger Straße 1, Münsing/St. Heinrich
Zum Fischmeister, Seeuferstraße 31, Ambach (schattiger Biergarten)
Hotel Am See, Südliche Seestraße 4, Ammerland (lauwarm geräucherte Renke!)

 

Infos

 

www.skipperguide.de/wiki/Starnberger_See
Unterkunft/Tourismus: www.sta5.de/
Karten: Topographische Karten Bayern, Blatt 41, Ammersee – Starnberger See – München-Süd, 1:50.000, 2005, Bayerisches Landesvermessungsamt, ISBN 3-86038-436-8, 6,60 €
Oskar-Maria Graf: Das Leben meiner Mutter. dtv Taschenbücher, Band 10044, ISBN 978-3-423-10044-1, 12,50 €.

Erlebnisse am Starnberger See

Paddeltricks auf dem Starnberger See.

Auf Ludwigs Spuren auf dem Starnberger See

Eine exklusive Tour auf dem Starnberger See, bei der man die gute Etikette in Anbetracht diverser Schnaps- und Weinetiketten schnell vergisst.

Mehr zu den bayerischen Voralpenseen

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Im Zweier auf dem Ammersee.

Ammersee

Der Ammersee ist der drittgrößte See in Bayern, übertroffen nur vom Chiemsee und dem Starnbergersee und er ist der Voralpensee, der sich am weitesten nach Norden erstreckt. Mit seiner länglichen Form und der großen Herrschinger Bucht erinnert der See aus der Vogelperspektive an eine Okarina, dem tönernen italienischen Instrument. Bei guter Kondition und ruhigem Wetter vorausgesetzt, lässt sich der See in sechs bis acht Stunden umrunden. Auch Querungen sind möglich.
Paddler trifft auf Tauer im Walchensee.

Walchensee

Der Walchensee ist ein 16 qkm großer und bis zu 191 m tiefer Bergsee. Der wichtigste Zufluss ist die Obernach, die gepumptes Wasser von Isar und Rißbach mit sich führt. Natürlicher Abfluss ist der Jachen, das meiste Wasser des Walchensees wird aber in die Rohre des Walchenseekraftwerks geleitet. Am Nordwestufer führt die B11 entlang, am Südufer eine Mautstraße Richtung Isartal, allein das Nordostufer ist autofrei. Die Ufer sind teils Kiesstrände, teils felsige Steilufer.

Chiemsee

Der Chiemsee östlich von Rosenheim ist der größte See Bayerns und nach Bodensee und Müritz der drittgrößte See Deutschlands. Paddler finden auf dem »Bayerischen Meer« ein breites Port­folio.