Futaleufu 2011! Unglaublich wieder am schönsten Fluss der Erde zurück zu sein: Atemberaubende Landschaft, türkis-grünes Wasser, geiles Camp, jeden Abend lecker Fleisch, keine Touristen und ganz, ganz selten mal Internet. Seit Ron Fischers letztem Bericht ist einige Zeit vergangen. Viele Länder wurden bereist und das ein oder andere erlebt hat er auch.
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Touren
Die Abenteuer des Don Ron (6): Der Himmel auf Erden
Meinen letzten Bericht habe ich euch aus Bali, Indonesien, geschickt. Nachdem ich mit Benny und Gerd zum Kajakfahren auf Java war – vielen Dank an dieser Stelle noch einmal für die Gastfreundschaft und die super Zeit mit euch! – habe ich noch eine weitere Woche auf Bali verbracht und dabei meine Surfeigenschaften etwas verbessert. Mit einem Moped bin ich um die Insel gecruised und habe so ein paar Surfspots abgegrast. Ans Kajakfahren kommt das aber noch lange nicht ran! Meine Vorfreude auf Chile war riesig.
An Heiligabend habe ich den Flieger nach Sydney genommen. Vier Tage in Australien waren geplant, aber eigentlich wollte ich nur noch nach Chile. Wellen waren keine vorhanden und die Stadt hatte ich nach ein paar Stunden gesehen! Naja, ist nicht mein Ding, Städtereisen und so ... Gleich am ersten Morgen habe ich meine Sachen wieder gepackt und bin mit der Hoffnung meinen Flug umbuchen zu können zum Flughafen. Der Flieger war leider schon voll, doch zum Glück ist jemand nicht aufgetaucht und so war doch noch Platz für mich! Eine Zwischenlandung in Auckland, Neuseeland, und weitere zwölf unendliche Stunden später war ich endlich in Buenos Aires.
Tango in San Telmo
Hannah, Severins Schwester, wohnt dort seit einem Jahr um Tango (!) zu studieren. Sie hat eine kleine, wunderhübsche Wohnung inmitten von San Telmo, einem der ältesten Stadtteile. Am Abend gingen wir fein Fleisch essen und auf die Plaza, wo Musik spielte und Einheimische wie auch Touristen Tango tanzten. Es war ein super Abend, aber – wie gesagt – Städtereisen sind nicht mein Ding und Tango auch nicht gerade meine Lieblingsmusik. Am nächsten Morgen wollte ich mit der Metro zum Busbahnhof fahren um mir ein Ticket nach Bariloche zu kaufen. Doch beim Rauslaufen aus der U-Bahn der Griff an den Hintern: Geldbeutel weg! Willkommen in Argentinien! Postkarte, Kreditkarte und 200 Dollar musste ich abschreiben. Ich habe es an diesem Tag trotzdem noch auf den Bus geschafft und war nach 18-stündiger Fahrt in Bariloche.
Mariano, Cecilia und ihre Kids haben mich herzlichst empfangen. Schon am nächsten Tag ging es zusammen mit einem weiteren Argentinier zum Gol Gol in Chile um das erste Mal zu paddeln. Dort trafen wir auch auf Simon und Severin. Es war einfach ein mega Tag! Beim Grenzübertritt habe ich mal kurz überlegt: Am 25. Dezember war ich noch in Indonesien, dann Australien, Neuseeland, Argentinien und jetzt, am 29. Dezember, bin ich in Chile! Eigentlich absurd – aber fürs Paddeln macht man ja so einiges!
Am 31. Dezember 2010 fuhren wir alle zum Salto Alerces. Zwei super schöne Wasserfälle konnten wir befahren, während Marianos Familie inklusive der Eltern uns von der Touristen-Plattform zuschauten. Auch das war ein megaschöner Tag und noch dazu absolut identisch zum 1. Januar 2010. Am ersten und letzten Tag eines Jahres die selben Wasserfälle mit den selben Leuten selbst zu stylen ist mega! Am Abend gab es lecker Asado und Wein bis zum Umfallen. Willkommen im Jahr 2011!
Zwei Tage später waren wir unterwegs zum Futaleufu in Chile. Jetzt mit Anne, Maxi, Severin, Simon, Basti, Förster, Ben und Nini. Das sind zwar viele Leute aber wir genießen eine super Zeit. Jeden Tag ausschlafen, lecker Frühstücken, paddeln gehen, Abendessen grillieren und ins Feuer schauen. PURA VIDA!
Lange sind wir nicht mehr hier und fahren weiter an den Michimahuida und dann in den Süden zum Rio Baker. Nochmals PURA VIDA!
Genießt den Winter, ihr Schneehasen!
Ron
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