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Touren

Boundless (1): Ein ganz normaler Tag in Norwegen

25. Juli 2011 von David Ernst

David Ernst, erst seit kurzem zurück vom Paddelsemester in Kalifornien, ist mit Sportfreund Florian Petry zur Kajakweltreise gestartet. Der erste Abschnitt ihrer »Boundless«-Tour führt die beiden nach Norwegen, das Land von Mitternachtssonne und Wasserfällen.

Wuchtiges Wasser auf der Sjoa.
Foto: David Ernst

Vor vier Tagen sind wir mit der Fähre in Larvik angekommen. Nach kurzem Zwischenstopp am Numedalslågen treibt es uns weiter an die Sjoa, pünktlich zum Ende des Sjoa Festivals. Die lange Anreise und das von Thomas eingeschleppte Grippevirus haben auch mir ordentlich zugesetzt, sodass ich einen Tag Pause mache.

Am Sonntag kommen wir erst langsam aus den Federn. Als wir uns gegen elf Uhr morgens zum Kaffee und frühstücken aufraffen, beschließen wir, erst etwas später am Ridderspranget anzutreten. Der Ridderspranget ist einer der schwersten Abschnitte der Sjoa und flussauf wird nur ein weiterer Abschnitt befahren. Gegen 14 Uhr brechen wir von unserem Camp am Lågen nahe der Sjoamündung auf.

Ein Klippenstart als würdiger Auftakt zum Norwegenklassiker Sjoa.
Foto: David Ernst

Los geht’s mit einem Klippenstart direkt in die milchig türkisen Fluten und dann weiter durch das Ende der Ridderspranget-Klamm. Kurz darauf erwartet uns der Ridderspranget-Wasserfall. Wir paddeln weiter und kommen schnell voran. Noch während der Etappe beschließen wir, heute alle drei flussabwärts liegenden Etappen zu paddeln und dann an unserem Camp am Lågen auszusteigen. Zuvor nehmen wir aber noch eine kleine Stärkung zu uns, am Ausstieg der Ridderspranget-Section. Gegen 17.30 Uhr starten wir wieder, denn es liegen noch 31 Flusskilometer vor uns - der erste Abschnitt war mit seinen zehn Kilometern vergleichsweise kurz.

Abendstimmung am Camp am Ufer des Lågen.
Foto: David Ernst

Schnell fließt die Sjoa ihrer Mündung entgegen. Uns bleibt noch genug Zeit, die eine oder andere Welle zu surfen und an unseren Downriver-Freestyle-Moves zu arbeiten. Nach 27 Kilometern ohne große Schwierigkeiten bäumt sich die Sjoa kurz vor ihrer Mündung in den Lågen nochmals auf. Die Amot-Schlucht ist zwar kurz, aber knackig.  Diesen Abschnitt sind wir bereits am Tag drauf gepaddelt, wenn auch bei etwas weniger Wasser. Nach der Mündung lassen wir uns noch die restlichen zwei Kilometer auf dem Lågen treiben. Um 21 Uhr kommen wir am Camp an. Noch genug Zeit, um die nassen Paddelsachen in der Sonne zu trocknen, dann wird Essen gekocht. Und was machen wir morgen?


Florian Petry und David Ernst machen ihre Weltreise im Rahmen ihres Filmprojekts »Boundless«. Mehr zum Projekt gibt es auf boundlessworldtour.blogspot.com und 1596Media.com.

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