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Touren

Anne Hübner in Chile (1): Pucon und der Norden

16. Februar 2012 von Anne Hübner

Anne Hübner reiste – mit Boot und Kamera bewaffnet – über den Winter durch Chile. Jetzt, wieder im kalten Deutschland angekommen, macht sie uns ordentlich neidisch. Temperaturen von 35 Grad und schönster Sonnenschein, glasklare Wasserfälle und sogar Rodeln stehen im ersten der drei Teile auf dem Programm.

 

Hart erkämpftes Mittagessen: Palguin und Co. zehren an den Kräften.
Foto: Thilo Wietzke

Nachdem ich letzten März aus Chile zurück kam, stand für mich fest – ich werde wiederkommen. Mitte November war es dann soweit: Der europäische Winter machte sich langsam in Deutschland breit, während ich meine Sachen packte und mich zum Flughafen begab.

 

Zwei Tage später steige ich in Pucon aus dem Bus, wo mich die beiden Norwegerinnen Nini und Erika, der Amerikaner Nick und Jeff aus Kanada schon erwarten. Die Vier haben schon ein Auto und die Wohnung organisiert und so geht's nur wenige Stunden nach meiner Ankunft zum oberen Palguin. In den nächsten Tagen folgen Nevado, Trancura, Maichin und Puesco bis der Rest der »German-Crew« - John, Thilo und Ali - eintrifft. Nachdem die Truppe komplett ist und sich jeder in Pucon warmgepaddelt hat, begeben wir uns auf den Weg in Richtung Norden. Der Rio Claro ist unser Ziel. Unterwegs machen wir noch einen Abstecher ins Laja-Tal, um das zwar kurze, aber sehr kontinuierlich wasserführende Teilstück des Lajas zu paddeln. Nach einigen Schwierigkeiten bei der Suche nach dem Einstieg, können wir auf glasklarem blauen Wasser die drei Kilometer nahezu ohne ein einziges Kehrwasser bis zum Ausstieg paddeln. Mit einem fetten Grinsen im Gesicht und Adrenalin im Blut fahren wir noch in der Nacht zum Rio Claro.

 

 

Geht auch ohne Boot: die Vulkanabfahrt vom Villarica.
Foto: Anne Hübner

Am nächsten Morgen offenbart der Blick aufs Thermometer: 35 Grad. Im Schatten. Und da Boote leider nicht laufen können, müssen wir sie erst mal eine Stunde den Weg zum Einstieg schleppen. Der Abschnitt hört auf den verheißungsvollen Namen »22 Saltos«, wir sind also gespannt. Schon nach den ersten Metern wird klar, dass sich die Strapazen wieder mal gelohnt haben - auf glasklarem Wasser führt uns der Fluss durch eine atemberaubende Vulkangesteins-Schlucht zurück zum Camp. Am Abend stärken wir uns für die Heldentaten der nächsten Tage mit wunderbarem Fleisch im kleinen Restaurant gegenüber des Zeltplatzes. Mit wechselnder Besatzung werden erneut die 22 Wasserfälle, die »Entre-Saltos«-Strecke, sowie die »Siete-Tazas« bezwungen, bevor sich unsere kleine Gruppe wieder auf den Weg in Richtung Süden zum Rio Nuble aufmacht. So schön es am Claro auch ist, über reichlich Wasser unterm Boot am Rio Nuble freue ich mich wie eine Schneekönigin. Zurück in Pucon setze ich mein Vorhaben, den Vulkan Villarica zu besteigen, nach einem Jahr endlich in die Tat um. Ausgestattet wie für eine mehrwöchige Expedition, watscheln wir im Gänsemarsch den Hügel hoch. Oben wartet eine wunderschöne Aussicht und zur Belohnung eine rasante Abfahrt.

20.02.2012

Anne Hübner in Chile (2): Von Pucon zum Rio Negro

Der zweite Teil der Story führt die Gruppe Richtung Süden, der Rio Negro steht auf dem Plan. Außerdem steht ein kleiner Teamwechsel an, für einen Teil der Gruppe geht es wieder nach Hause. Zwischendurch werden noch der Rio Fuy und der Wasserfall Petrohue angefahren, letzterer allerdings nur zum Gucken.