Nachdem ich letzten März aus Chile zurück kam, stand für mich fest – ich werde wiederkommen. Mitte November war es dann soweit: Der europäische Winter machte sich langsam in Deutschland breit, während ich meine Sachen packte und mich zum Flughafen begab.
Zwei Tage später steige ich in Pucon aus dem Bus, wo mich die beiden Norwegerinnen Nini und Erika, der Amerikaner Nick und Jeff aus Kanada schon erwarten. Die Vier haben schon ein Auto und die Wohnung organisiert und so geht's nur wenige Stunden nach meiner Ankunft zum oberen Palguin. In den nächsten Tagen folgen Nevado, Trancura, Maichin und Puesco bis der Rest der »German-Crew« - John, Thilo und Ali - eintrifft. Nachdem die Truppe komplett ist und sich jeder in Pucon warmgepaddelt hat, begeben wir uns auf den Weg in Richtung Norden. Der Rio Claro ist unser Ziel. Unterwegs machen wir noch einen Abstecher ins Laja-Tal, um das zwar kurze, aber sehr kontinuierlich wasserführende Teilstück des Lajas zu paddeln. Nach einigen Schwierigkeiten bei der Suche nach dem Einstieg, können wir auf glasklarem blauen Wasser die drei Kilometer nahezu ohne ein einziges Kehrwasser bis zum Ausstieg paddeln. Mit einem fetten Grinsen im Gesicht und Adrenalin im Blut fahren wir noch in der Nacht zum Rio Claro.