Die Einladung der Faltbootwerft war geheimnisvoll und sparte nicht mit großen Worten. Eine Weltneuheit würde Klepper präsentieren am 6. Oktober. Keine Frage, dass Chefredakteur Michael Neumann zur Enthüllung des mysteriösen Erlkönigs nach Rosenheim gereist ist. Und tatsächlich, im Licht der Bühne strahlte eine echte Innovation im Reiseboot-Segment: Mit dem 18 Kilogramm leichten, zerlegbaren Carbonkreuzer Backyak schreibt Klepper Kanugeschichte.
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Test & Technik
Klepper Backyak – das High-End-Kofferboot
»Zwei Rucksäcke voller Abenteuer« ist das Motto des neuen, des vielleicht größten Wurfs in der jüngeren Firmengeschichte Kleppers. Die Rosenheimer Faltbootprofis beleben eine fast vergessene Tradition im deutschen Reisebootbau wieder. Am 6. Oktober präsentierte Klepper das erste moderne Kofferboot der Welt. Die Idee ein Kajak aus festen, aber transportablen Formteilen zu verbinden, ist nicht neu. So berichteten wir in KANU 1/2011 über ein Kofferboot aus Aluminium, das in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg produziert und nun in einem bayerischen Kanuclub wiederaufgetaucht ist. Doch sind Relikte wie dieses freilich kaum zu vergleichen mit dem innovativen High-End-Kajak der Rosenheimer. Schon mit dem gewählten Werkstoff – das Backyak besteht aus leichtem, aber extrem robusten Carbon – beschreitet Klepper gänzlich neue Pfade. Aus dieser Wahl resultiert das schier unglaubliche Gewicht von nur 18 Kilo, mit dem der bis zu 5,40 m lange Zweier die Benchmark setzt. Neben dem Gewicht ist Klepper mit der Verpackung der Konstruktion ein echter Coup gelungen. Die zwei Kajakhälften werden flugs in zwei handlichen Rucksäcken von je zehn Kilogramm verstaut, die Rucksäcke sind zugleich Teil der Bootshülle. Das ganze bei einem kompakten Packmaß von 90 x 60 x 40 cm.
Wem ein Kajak zu wenig ist, dem eröffnet der Backyak bislang ungeahnte Möglichkeiten. Der Carbonkreuzer ist ein echtes Multifunktionsgerät. Mit wenigen Handgriffen lässt sich der Zweisitzer in zwei separate Boote teilen. Klepper beschreibt das Einsatzgebiet der Einerkajaks als Sportgerät im Fun-Bereich. Die Sitzluke ist konstruktionsbedingt sehr nah am Heck, Geschwindigkeitsrekorde wird man mit den Einern kaum brechen, doch zum Toben und für kürzere Individualfahrten reichen die »Bootshälften« allemal. Mit Erweiterungskits dienen die Bootshälften als Ausleger einer Badeinsel bzw. können als Katamaran gefahren werden. Hierzu wird auch eine Besegelung abgeboten. Segel und Mast passen natürlich auch in den Rucksack, das Transportgewicht liegt dann bei 2 x 14 Kilogramm. Im Winter wird der Backyak dank Kufen-Set kurzerhand zum Schlitten.
Das Backyak Kayak gibt's zum Preis von 3790 Euro. Eine Aufstockung zum Fun Set, Relax Set, Sail Set und Snow Set schlägt mit bis zu weiteren 4090 Euro zu Buche.
Der Klepper Backyak gibt es ab März 2012 im Fachhandel oder online zu erwerben unter www.backyak.de. Zu sehen ist der Backyak auch auf dem Tag der offenen Tür, zu dem Klepper am 8. Oktober in den Klepperpark nach Rosenheim lädt. Die offizielle Präsentation des Kofferboots findet um 12.15 Uhr statt. Weiter werden Führungen durch die traditionsreiche Faltbootmanufaktur, Reparaturkurse und Testpaddelmöglichkeiten am Chiemsee (Shuttle vorhanden) angeboten. Alle Infos gibt's hier.





















