Sehr sportlich zu fahrendes Boot russischer Herkunft, das sich die Bezeichnung »faltbares Zweier-Seekajak« redlich verdient hat. Erfreulich preiswert, umfangreiches Zubehör inklusive. Der Aufbau verlangt Übung und etwas Schmiere, funktioniert dann aber reibungslos.
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Test & Technik
Triton Ladoga II Advanced
Der Ladoga II kommt in einem einzigen Sack daher und wiegt nur 30 kg, was für ein geschlossenes Kajak von 6 Meter Länge ein »tragbarer« Wert ist – zumal es sich beim Packsack nicht um eine labberige Sichtschutzhülle, sondern um einen anständigen Rucksack mit breiten, einstellbaren Schultergurten und Bauchgurt handelt.
Für den Erstaufbau legt man sich am besten eine Tube Teflonpaste und einen wasserfesten Stift zurecht. Mit diesem markiert man das erstmals aufgebaute Gerüst derart, dass der Zweitaufbau ein leichtes wird. Einigen Testern waren nicht nur die überragenden Fahreigenschaften, sondern auch der etwas anspruchsvollere Aufbau des Ladoga I noch in guter Erinnerung (Test in KANU 6/06 oder auf www.kanumagazin.de). Im Vergleich zu diesem lief der Aufbau des Zweiers mit deutlich weniger Kraftaufwand ab. Das liegt vor allem an den längeren Bauteilen, die zum Ineinanderhaken in nicht so engen Radien nach innen gebogen werden müssen. Auch das Spannen des Kielbodens ging locker über die Bühne. Trotzdem ist beim Aufbau etwas Abenteuergeist und technischer Instinkt hilfreich. Die unnötig strenge Passung der Schiebehülsen an den Senten erschwert das Sichern und Lösen dieser Verbindungsstellen erheblich. Hier ist vorheriges Einfetten unerlässlich. Und auch eine ordentliche Ladung Talkum-Puder auf die Hautinnenseiten erleichtert besonders den Abbau spürbar.
Fahrtechnisch lässt der Ladoga II keine Wünsche offen: Durch sein geringes Gewicht, das günstige Längen-Breiten-Verhältnis und den lang gezogenen scharfen Bug beschleunigte das Boot aus dem Stand weg wie ein Dragster und verwies alle Konkurrenten auf die Plätze. Trotz dieser herausragenden Fahrleistungen bietet der Ladoga eine auch für Paddel- anfänger ausreichend stabile Wasserlage. Die schlanke Außenform bringt leider einen begrenzten Stauraum mit sich. Als Gepäckboot für expeditionsartige Unternehmungen eignen sich andere Boote besser.








