Das laminierte Edel-Kajak sieht etwas altmodisch aus, aber mehr Speed
und Kontrolle gibt es derzeit in keinem anderen Wildwasserkajak – ein Boot für echte Schönfahrer, die Steine lieber umfahren als drüber zu schanzen.
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Test & Technik
Lettmann Granate
Was passiert, wenn sich vier Weltmeister (2 x Slalom, 1 x Abfahrt, 1 x Sickline) zusammensetzen und ein Wildwasserkajak konzipieren? Das Ergebnis liegt auf der Hand: ein WW-Kajak, das sich paddelt wie ein Slalomboot. Durch seinen U-Spant und die lange Wasserlinie ist das Kajak granatenmäßig schnell. Trotzdem ist die Granate wendig wie kaum ein anderes WW-Kajak, dreht flach und gekantet gleichermaßen gut ins Kehrwasser. Die Beschleunigung ist beachtlich, das Boot spricht auf den leisesten Zug des Paddels sofort an. Konsequenter wurden Slalomeigenschaften bisher noch nie in einem WW-Kajak umgesetzt. Ein Teil der überragenden Fahreigenschaften verdankt die Granate ihrer Herstellungsweise. Die in Vakuum-Bauweise laminierte Hülle aus Carbon/Kevlar ist leicht und extrem steif. Verwindung des Bodens? Fehlanzeige. Wer mag, kann mit einem paßgenauen Schaumblock als Fußstütze – statt Prallplatte wie im Testboot – weiteres Gewicht sparen. Wer sich auf das Abenteuer Granate einlassen will, ist allerdings auch beim Interieur slalommäßig unterwegs: Gewichtsreduzierung durch Verzicht heißt die Devise. Die Granate gibt es auch in einer Diolen-Version (19 kg) für 1295 €.
Technische Daten
- Länge: 260 cm
- Breite: 65 cm
- Gewicht: 14,6 kg
- Ausstattung: Prallplatte oder Schaumfußstütze
- Preis: 1895 Euro
- Infos: www.lettmann.de, Tel. 02841/9992890

















