Für bewegungsintensives WW-Training, Open Canoe, Touring und Seekajaken ist der Dry-Tec topp. Für harten WW-Einsatz: flopp!
Inhaltsbereich
Test & Technik
Camaro Dry-Tec
Wer den Dry-Tec zum ersten Mal sieht, stutzt. Gewöhnliche Trockenanzüge sehen anders aus. Im Dry-Tec stecken echte Innovationen, viel Positives, aber auch ein paar Fragezeichen. Beginnen wir mit dem Besten, dem neuartigen Fronteinstieg. Einfacher und bequemer An- und Ausziehen geht nicht. Einsteigen, Frontzipp schließen und umschlagen, Gurt um Körper führen und Schnalle verschließen – fertig! Der gefaltete Einstieg ersetzt zumindest ansatzweise den fehlenden Doppelkamin und dient in der Not als Toiletten-Zipper. Zweites großes Plus ist das extrem elastische, leichte und wirklich angenehm zu tragende 4-Way-Stretch-Material. In Kombination mit dem sehr gelungenen Schnitt ist der Dry-Tec ein sehr sportlicher Trockenanzug mit außerordentlich guter Bewegungsfreiheit.
Unklar ist, wie das Material mit erhöhtem Abrieb (etwa im Wildwasser) zurechtkommt. Verstärkungen an Ellenbogen und Gesäß fehlen, die Knieverstärkungen sitzen dafür etwas zu tief. Dass die Abdeckungen der Latexmanschetten an Füßen und Händen mit Reißverschluss wenig funktionell sind, die weiche Frontzipp-Abdeckung schnell im RV hängen bleibt und der Anzug keine Signalwirkung hat, trübt den positiven Gesamteindruck etwas.






