Von 2. bis 4. September versammelten sich mehr als 200 Paddler auf der kleinen Insel Tjärö in Südschweden. Das vielfältige Programm aus Workshops, Paddeln, Live-Musik und kulinarischen Genüssen garantiert dem Tjäröfestivalen einen festen Platz auf der Agenda nordeuropäischer Seekajakfans.
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Schweden paddelt: das zweite Tjäröfestivalen
»Schon im zweiten Jahr stellt sich das Tjärö-Festival als DAS Kajakevent Schwedens dar«, freut sich Veranstalter und Redakteur des schwedischen Magazins »Paddling« Jonas Hollander. Tjärö ist ein kleines Eiland inmitten eines traumhaften Archipels vor der Blekinge-Küste. Zwischen Karlshamn und Ronneby gelegen, liegt es weniger als drei Stunden von Kopenhagen entfernt, d. h. etwa sechs Stunden von Hamburg. Der Ort eignet sich mit seiner Infrastruktur (Restaurant, Hostel, idyllische Zeltplätze) ideal für das Kajakfestival. Ruhiges Wasser ist perfekt für den Einstieg ins Kajakvergnügen, die gute Chance auf Wellen lockt fortgeschrittene Seekajaker.
Schon beim ersten Tjäröfestivalen im September 2010 folgten ca. 130 – vorwiegend schwedische – Paddler dem Ruf der Veranstalter. Dieses Jahr legten diese beim Drei-Tages-Programm noch eine Schippe drauf. 36 Workshops widmeten sich Themen wie Paddeltechnik, Kajakfotografie und Selbstrettung. Wer wollte, konnte sich im Surfski versuchen. Am Samstagabend sorgte Johan Wirsen (Kajakdesigner bei Tahe Marine, Zegul und Point 65) und seine Band »Blues Garage« für den Groove bei den Festivalbesuchern.
Als Hauptsponsor des zweiten Tjärö-Festivals ließ sich Tahe Marine gewinnen. Für den Kajakbauer aus Estland ist das Event eine gute Möglichkeit, um seine schwedischen Kunden live zu treffen, mit der Paddelgemeinde ins Gespräch zu kommen und die neuesten Boote direkt vor Ort vorzustellen. Dieses Jahr legten Tahe und die Veranstalter vom schwedischen »Paddling« die Latte höher und holten eine ganze Reihe internationaler Kajakpromis in Boot. Neben Kanuberühmtheiten wie Gordon Brown, Nigel Foster und Dubside gab sich der norwegische Abenteurer Sebastian Plur Nilsen die Ehre, der mit einem Vortrag zu seiner letztjährigen Beinahe-Umrundung von Spitzbergen das Publikum fesselte. Der Trip endete damals spektakulär und plötzlich, als ein riesiger, schlecht gelaunter Eisbär den schlafenden Sebastian aus dem Zelt jagte.
Der Wellengang hielt sich dieses Jahr an den Ufern Tjärös in Grenzen, was die Anfänger freute. Das Meer war spiegelglatt, der Himmel lediglich von Schönwetterwolken befleckt. Um den Surfski-Fans doch noch Seegang zu ermöglichen, wurde ein Fährschiff engagiert. Der Mangel an »echten« Wellen machten Kaiserwetter und unglaublich leckere Küche im nahen Restaurant mehr als wett.
Das Tjäröfestival hat mit mehr als 200 Besuchern (darunter 29 aus Dänemark und Norwegen), 30 Workshopleitern, sechs ausstellenden Firmen und den mehr als 36 Workshops nochmals deutlich an Größe und Qualität zugelegt. Den lachenden Gesichtern und spontanen Kommentaren vor der Heimfahrt nach zu urteilen, stehen die Chancen gut, dass sich dieser Trend beim Tjäröfestivalen 2012 fortsetzen wird.



























