Vom 22. Oktober bis zum 1. November hatte Franz Puckl mit seiner Kanuschule Kitzalp die Paddlerwelt ins Socatal geladen. Mit der Jahreszeit angemessenem, wechselhaftem Wasser und Wetter wurde auf den Flüssen um Kobarid viel gepaddelt und am Kamp Koren ausdauernd gefeiert.
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Szene
Rückblick: Soca-Saisonfinale 2010
Bereits zum 8. Mal in Folge bat Franz Puckl mit der Kanuschule Kitzalp Kunden, Freunde und überhaupt alle Paddler zum Saisonfinale ins Socatal. Entgegen dem klassischen Abpaddeln, wie man es vom Kanu-Verein kennt, wird der Saisonabschluss von Franz volle elf Tage zelebriert. So trafen sich mehr als 150 Wildwassersportler aus sieben Nationen um – jeder mit unterschiedlichem Können und individuellen Zielen – auf Soca und Nebenflüssen die Kajaksaison 2010 auszuläuten.
Mit viel Passion und Liebe zum Sport hat Franz ein Programm für die Woche zusammengestellt. Am Ende hatte fast jeder Gelegenheit einmal mit dem Chef höchtspersönlich zu paddeln. So gab es einen Tag, um an der Booftechnik zu feilen. Ein spezieller »Techniktag« analysierte mittels Videoanalyse und langjähriger Expertise Verbesserungspotential im Paddelstil. Am Abend konnten die Resultate auf der Großbildleinwand betrachtet werden.
Bouldern auf der Nadiza
Nachdem letztes Jahr mit Hochzeits- und Geburtstagsfete über 350 Leute dabei waren, war das Ambiente dieses Mal etwas beschaulicher und ruhiger. Der guten Laune tat das keinen Abbruch: Neue Paddelfreundschaften wurden geschlossen, der periodische Regen füllte die Flüsse mit Genusspegeln. Sorgloses Cruisen auf den leichteren Abschnitten der Soca, Creekbootpaddeln in der Großen Schlucht oder die Entdeckung neuer Ufer an der oberen Nadiza – für jeden war etwas dabei.
Überhaupt entpuppte sich die Nadiza, ein rechter Nebenfluss der Soca, der als Natisone erst im weiten Schwemmland der Adriaküste den Isonzo erreicht, als echte Perle. Dank ergiebigen Regens konnte schon an der Napoleonbrücke bei Breginj eingesetzt werden. Immer der Grenze zu Italien folgend, legt der junge Wildling mehrere Kilometer im dritten und vierten Grad zurück. Zahlreiche natürliche Stufen entwickeln bei höherem Wasserstand giftige Walzen, doch bei Normalwasser erreicht nur eine stark verblockte Stelle den fünften Grad.
Siegerehrung an Wurfsack und Leinwand
Zu den Highlights der wilden Tage am Kamp Koren zählen mittlerweile auch die °hf – Wurfsackgames, die heuer mit Schlag- und Schockwurf in zwei Durchgängen einen oberösterreichischen Sieger hervorbrachten. Hannes Raml freute sich über den Siegerpreis, einen neuen Wildwasser-Kalender 2011.
Beim Wettbewerb »°hf – der goldene Schuss« gab es über 80 Würfe auf ein bemanntes Ziel… Schließlich traf nur ein Einziger: Der Rosenheimer Gero holte sich als Siegerpreis einen Wildwasserhelm von WRSI.
Einen weiteren Prämierten gab es mit Manfred Rieder, der mit seinem Kurzfilm über Chile und Norwegen viele Lacher auf seiner Seite hatte, aber auch durch professionelle Schnitte und Vertonung glänzte.
Werner Zaczeks Snowkajakfilm und Ben Jung mit dem Streifen »Paddeln around the world« folgten dem Sieger. Franz meint zum Movie-Contest: »Danke allen Einsendern! Ihr habt einen tollen Beitrag für schöne Filmabende unter freiem Himmel geleistet.«
Wie gewohnt: Petrus zeigt was er kann
Was natürlich heuer einige von der Reise an die Soca abhielt, waren die angesagten Wetterkapriolen von Sonne und Regen, aber auch Schnee. Viel Schnee… Bei zwölf Tagen gab es zweimal Starkregen, zwei Tage waren bewölkt und der Rest hielt einfach nur traumhaftes Paddelwetter zwischen 9 und 15 Grad bereit.
Heuer gab es auch wieder die Möglichkeit Boote und Paddel zu testen. Boote von Pyranha, Dagger, Riot, Wavesport sowie Paddel von Robson und der slowenischen Paddelschmiede Ophion lagen zum Testen bereit.
Das Resümee von Franz:
»Nachdem das Paddeljahr für mich heuer am 11. Juni in Norwegen abrupt mit einem Bruch des 12. Brustwirbels endete und nach der OP in der Innsbrucker Klinik eigentlich jeder sagte 'Heuer geht nix mehr!' ... freute ich mich umso mehr, dass ich mein an der OP gestecktes Ziel erreicht hatte: Das Saisonfinale konnte stattfinden. Und ich saß dabei im Boot.«
Danke an alle die kamen! Manche brachten dabei sogar über 1000 Kilometer Anreise hinter sich. Danke an alle die diese Veranstaltung unterstützen! Dank an meine Freunde Zkubin/Irene und Camp-Chefin Lijdia, für die megaleckere, slowenische Pasul ( Suppe) bei der Comeback-Party.
Danke an die Sponsoren: Blue & White, °hf ( Horst und Jutta), Positive Sport (Blaz), Ophion Paddles (Sasha), Robson Paddles, Kamp Koren und Kanuschule Kitzalp.
Auf ein Wiedersehen am Saisonfinale Soca 2011 von 21.10. bis 1.11.2011!



















































