Springe direkt zu: Hauptnavigation Inhaltsbereich Zusätzliche Informationen und Links Bereichsnavigation Servicenavigation



Inhaltsbereich

Szene

Report, Fotos & Video: Saar-Splash 2010

11. August 2010 von Toby Hüther, Judith Prechtl

Jedes Jahr Anfang August feiert Saarbrücken ein feuchtes Volksfest, das Saar-Spektakel. Darauf fliegen nicht nur die Festbesucher, sondern auch die Freestyle-Paddler, die sich beim größten und steilsten Kanu-Freestyle Big-Air-Wettbewerb der Republik bereits zum vierten Mal über die Rampe stürzten.

Saar-Splash 2010

Airborn! Daniel Riedmüller über der Saar.
Foto: konzeptwerkstatt gmbh

Rampenspringen mit dem Kajak? »Spitzen Idee!«, dachte sich einst der aus Saarbrücken stammende Wahl-Münchner Toby Hüther und überzeugte einen Bad Tölzer Event-Manager diese im Rahmen des größten saarländischen Volksfestes umzusetzen. Der »Saar-Splash« war geboren. Vier Saar-Spektakel später hat sich der Kanu-Freestyle-Bewerb der anderen Art etabliert – nicht nur bei der Stadt Saarbrücken als Veranstalter, sondern auch bei Teilnehmern und Publikum.

Saar-Splash 2010

Gruppenbild mit der einzigen Saar-Splash-Dame Andrea Kaspers. Unterm Schirm: Sieger Daniel Krummreich.
Foto: konzeptwerkstatt gmbh

Trotz der im Vergleich zum Vorjahr stagnierenden Besucherzahl lockte das größte Volksfest des Saarlandes von 6. bis 8. August scharenweise Besucher ans Ufer der Saar, wo unter anderem zehn wagemutige Freestyle-Kanuten dreimal am Tag abhoben. In spannenden 45-Minuten-Heats zeigten die Padder aus Bonn, Augsburg, Speyer, München und Koblenz auf der wohl steilsten Big-Air-Rampe Deutschlands ihre Tricks.

 

Bei wolkigem Himmel wehte den Athleten diesmal auf dem acht Meter hohen Turm ein frischer Wind um die Ohren. Kalt war es trotzdem nicht, denn Teilnehmer und Publikum verstanden es gut, sich gegenseitig einzuheizen. Philipp Hitzigrath sorgte mit schönen Super-Clean-Cartwheels für Staunen, Daniel Riedmüller begeisterte mit gegrabten Airscrews und PanAms. Am meisten Applaus erntete jedoch Daniel Krummreich. Der Deutsche Meister in der Big-Air-Wertung beeindruckte mit einem Air-Screw-Paddleswitch Jury, Zuschauer und Sportkameraden. Da war die mit vier Stichen genähte Unterlippe, die sich der Augsburger schon bei seinem zweiten oder dritten Sprung am Freitag holte, schnell wieder vergessen. Wie die Faust aufs Auge passte dazu die Saar-Splash-Siegerprämie: das neue Robson-Paddel »Hells Bells«.

Deutschlands einzige Freestyle-Rampe mit TÜV-Abnahme

Saar-Splash 2010

Nix für schwache Nerven: Blick von der Startrampe.
Foto: konzeptwerkstatt gmbh

Weil Rampen-Springen nicht selten mit schmerzhaften Bruchlandungen verbunden ist und auch nicht zu den Bandscheiben-freundlichsten Sportarten zählt, wurde das Saarwasser im Bereich der Landezone erstmals mit Luftblasen etwas weicher gemacht.  Auch die Rampe wurde im Vergleich zu den Vorjahren entschärft, sodass der Luftstand nich mehr die 5-Meter-Marke erreichte. Dafür setzten die Kajaker diesmal zur Weitenjagd an, was auch zu einer schöneren Flugkurve führte. Gefertigt wurde der Kicker wie jedes Jahr von einer Saarbrücker Schreinerei. Das Aufstellen erledigten Mitarbeiter der Event-Agentur »konzeptwerkstatt gmbh« sowie die Springer selbst – und zwar so gut, dass selbst der TÜV an der tonnenschweren Stahlgerüst-Konstruktion nichts zu bemängeln hatte.



Ab Samstag ließ jeder weitere Sprung in die Saar die Kassen der Teilnehmer klingeln. Mit fünf Euro schlug jedes Flugmanöver zu Buche, was zusätzlich für Motivation unter den verbleibenden acht Rampenspringern sorgte. Beherbergt und bewirtschaftet wurden die Freestyler das Wochenende über von Local Toby Hüther. Zusätzlich gab es Essen und Getränke auf dem Veranstaltungsgelände für lau, eine gemütliche Lounge, ein großes Trampolin, eine Slackline und eine Hüpfburg, die nicht nur bei Kindern sondern auch bei den Paddlern für Gaudi sorgte. »Schade nur, dass es nach wie vor nur wenige Kanuten in das Freestyle-Outback Deutschlands schaffen«, bedauert Toby, »aber vielleicht ist daran auch einfach nur die Ferienzeit schuld.«

Saar-Splash 2010

Going switch: Saar-Splash Mastermind Toby Hüther.
Foto: konzeptwerkstatt gmbh

Für das nächste Jahr keimt im »Outback« wieder eine neue Idee: »Mit einer durch zwei Schiffsschrauben und einer Holzkonstruktion erzeugten Walze wollen wir die Freestyle-Szene nach Saarbrücken auf die Saar holen«, verrät Hüther. »Eine bessere Show-Bünhe gibt es dafür in Deutschland wahrscheinlich nicht.« Mit der Umsetzung dieses Plans würde sich für den gebürtigen Saarbrücker ein Jugendtraum erfüllen. Drücken wir die Daumen, dass sich dieser im WM-Jahr 2011 erfüllt.

Samstagabend wurde die Saarbrücker Kanu-Flugshow von einem Kamerateam des ZDF begleitet. Die Reportage wird voraussichtlich Anfang September zu sehen sein. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.


Zusätzliche Informationen und Links

News

Foto zur Eisfahrt auf der Rur im Februar 2012.
09.02.2012

Mit Boot und Hund: Winterfreuden auf der Rur

Was macht ein Paddler bei -15 Grad und Sonnenschein? Natürlich, ...
07.02.2012

Nautiraids Neuer – Grand Narak II

Im August 2011 testete das KANU MAGAZIN bereits den Narak von ...
20.01.2012

Sicherheit beim Paddeln – Wie fit bist du?

Was tun, wenn ein Paddelkamerad einen Unfall hat? Was tun, wenn ...

Gebrauchtmarkt-Ticker

Aktuelle Veranstaltungen

z
Februar 2012
M D M D F S S
  1234
6789101112
13141516171819
202122232426
272829    
w