Am ersten Adventsonntag lud Franz Puckl kurzfristig zum Loferer »Ex-Race Revival«. Neuschnee und fünf Grad unter Null lockten immerhin neun Paddler auf die Saalach.
Bereichsnavigation
- Sie sind hier:
- »Startseite
- »Szene
- »Reportagen
- »Paddeln im Winterwunderland: 1. Advent in Lofer
Inhaltsbereich
Szene
Paddeln im Winterwunderland: 1. Advent in Lofer
Frostige fünf Grad unter Null zeigte Sonntagvormittag das Thermomenter an der Marina in Au bei Lofer. Franz Puckl und Co. trafen sich dort zum spontanen Revival des »Lofer Ex-Race«. Nur eine Woche lang war das Rennen durch die Teufelsschlucht via Facebook auf inoffiziellem Weg publik gemacht worden. Daher war auch niemand überrascht, dass nur fünf winterfeste Paddler, vorwiegend Locals, zum Kräftemessen antraten. Gepaddelt wurde die gesamte Schlucht, vom Teufelssteg bis zum Rafteinstieg. Von dort mussten die Boote - sofern man noch einen Gegner abschütteln wollte - im hitzigen Sprint über den verschneiten Wanderweg zur Marina hochgetragen werden, wo bereits Tee, Glühwein und Gebäck warteten. Insgesamt ging es, entsprechend der Jahreszeit, eher gemütlich zur Sache.
Gemeinsam marschierten die Paddler zunächst zu Fuß zum Einstieg um die zahlreichen ungewohnten Engstellen genau zu besichtigen. Beim vorherrschenden Pegel von 23 Zentimeter (Unterjettenberg) zeigt sich die Loferschlucht an manchen Stellen an der Grenze der Fahrbarkeit. Im Kehrwasser vor dem Teufelssteg fiel schließlich der Startschuss für den »Massenstart«. Bis zur Dreierkombi setzten sich Marco Geuter und Jungspund Mathias Friedl an die Spitze. Doch während die verhältnismäßig reichlich vertretenen Fotografen packende Action-Szenen erwarteten, nahmen es die beiden gelassen, konzentrierten sich auf die Kernstellen und fuhren das Rennen erst auf den letzten Metern unter sich aus.
Bis mit Franz Puckl der erste Verfolger die Dreierkombi erreichte, verstrichen einige Minuten. Im Publikum machte sich bereits Unruhe breit als Franz, die winterliche Szenerie genießend, durch den Felsslalom schlich. Dann wartete er geduldig auf Markus Themel, der die Kernstelle lieber zu Fuß bewältigte. Ebenfalls per Peders erreichte Manfred Rieder auf Rang 5 das Ende der Kernstelle und kämpfte sich durch Eis und Schnee zurück zur Saalach hinunter.
Abseits vom Renngeschehen wagte sich schließlich noch ein Paddlergrüppchen aus Rosenheim aufs Wasser. Den Fotografen bot sich dadurch die Gelegenheit zum frostigen Fotoshooting, denn Eis, Schnee und das klare Wasser der Saalach sorgten am Sonntag für eine außergewöhnliche Kulisse. Nach knapp 20 Minuten lockte dann aber die Aussicht auf heißen Glühwein und Lebkuchen. Feuerschalen und Heizkanonen sorgten für erträgliche Temperaturen und Franz' eigens aus Bayern importierte Weißwürste fanden auch ihre Abnehmer. »Ich bin sehr zufrieden«, resümierte Franz Puckl mit Blick auf die versammelte kleine Runde. »Das Exrace-Revival war in erster Linie gedacht, um den Grundstein für die wahre Neuauflage in der kommenden Paddelsaison zu legen.« Bezüglich Termin wollte sich Franz noch nicht festnageln lassen. »Nächstes Jahr gibt es fix ein Rennen durch die Schlucht. Wann genau werden wir rechtzeitig für die Saisonplanung bekannt geben.«
Ranking Lofer Ex-Race Revival
- Marco Geuter
- Mathias Friedl
- Markus Themel
- Franz Puckl
- Manfred Rieder































































