Was haben der Eskimo Lupo, der Prijon Pure und das Green Boat von Dagger gemeinsam? Nicht viel, nur, dass die Wildwasser-Neuheiten Mitte März gemeinsam zum KANU-Test auf Saalach und Brandenberger Ache antraten.
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Szene
KANU-Wildwasserkajak-Test auf Saalach und Brandy
»Warum ist das Green Boat eigentlich rot?« Gemeinsam mit Jörg Hackinger, Michel Sedlmeier und Basti Lexa stehe ich im Garten von KANU-Cheftester Manuel Arnu und bewundere die Flotte für den Wildwasserkajak-Test 2010. Sechs Kajaks werden wir in den kommenden zwei Tagen mit dem Popo-Meter auf den Zahn fühlen und die Probanden könnten unterschiedlicher nicht sein: Neben dem roten Green Boat von Dagger warten der Prijon Pure, ein Jackson Hero, der Dagger Axiom und der Eskimo Lupo darauf, auf den Dachträger geladen zu werden. Der generalüberholte Pyranha Burn, den wir aus Augsburg mitgebracht haben, muss dafür erstmal runter. Der werksneue Creeker hat am Nachmittag noch einen Fototermin, bevor wir ihm die ersten Kratzer verpassen dürfen.
Reichlich beladen düsen wir weiter nach Lofer. Hier wird die erste Testsession des Wochenendes über das Wasser gehen. Auf der Slalomstrecke und in der Teufelsschlucht wollen wir uns als Neo-Bootstester gemütlich ein Bild von den verschiedenen Kajaks machen, bevor am Sonntag der eigentliche Vergleichstest auf der Brandenberger Ache am Programm steht.
Am großen Parkplatz in Lofer erregen wir einige Aufmerksamkeit. Vor allem das 3,58 Meter lange Green Boat zieht das Interesse der anwesenden Kajakfahrer auf sich. »Was ist denn das?« und »Was, das ist ein neues Boot?« sind die ungläubigen Kommentare der Schaulustigen. Dennoch ist das Langschiff das gefragteste Boot unter den Testern. »Das Green Boat möchte ich unbedingt probieren«, sind sich Jörg und Michel einig und schnapsen sich aus, wer als erster mit der langen Nadel aufs Wasser darf. Mir kommt dieser kleine Hype sehr entgegen. Bevor sich Michel nach einer Alternative umsehen kann, schnappe ich mir den Prijon Pure. Basti zeigt sich vom Jackson angetan. Angesichts der übrigen Optionen - Axiom oder Lupo - bleibt Michel die Qual der Wahl erspart. Der kleine Lupo ist für einen stattlichen Paddler wie den Michel nicht wirklich die beste Waffe - wobei er sicher ist, dass er »bestimmt reinpassen würde«.
Wir ziehen los. Auf der Slalomstrecke zirkeln wir von Kehrwasser zu Kehrwasser. Während Michel die klassischen Freestyle-Eigenschaften des Axioms testet, würde Jörg mit dem schnellen Green Boat am liebsten davon rauschen. Ich selbst bin froh an meinem zweiten ernstzunehmenden Paddeltag in dieser Saison ein richtiges Dickschiff unterm Hintern zu haben und fühle mich im Pure rundum gut aufgehoben. Abgesehen von vereinzelten Rollen geht die erste Runde ohne nennenswerte Zwischenfälle vorüber. Am Ausstieg sind überwiegend positive Kommentare zu hören, doch viel Zeit der langen Worte gönnen wir uns ohnehin nicht. »2nd run, double fun«, ist unser Motto. Am Parkplatz wird erstmal umgesattelt: Während die Jungs Green Boat, Pure und Hero unter sich verteilen, entscheide ich mich für eine kurze Testrunde mit dem Axiom. Der River-Runner tritt in die Fussstapfen der Bootslegenden RPM und GT und verspricht »business in the front, party in the back« - optimal um in den vielen Kehrwässern der Slalomstrecke richtig Spaß zu haben.
Zurück am Parkplatz, schließt sich Arne Schmidt unserem Testteam an. Die Jungs toben (und baden) noch in der Schlucht, also machen wir uns zu zweit mit Lupo und Axiom auf zur letzten Testfahrt des Tages. Der Lupo ist für kleine und leichte Paddler/innen gemacht, daher liege ich mit 175 cm Körpergröße und entsprechendem Gewicht zweifelsfrei über den Idealmaßen für Lupo-Testpiloten. Das bekomme ich auf den ersten Metern auch zu spüren. Für den Rest der Fahrt überwiegt der Wunsch ich möge doch kleiner und leichter sein, denn für seine Zielgruppe stellt der agile Allrounder sicherlich ein interessantes Bootskonzept dar.
Nahezu zeitgleich trifft das Testteam am Parkplatz wieder zusammen. Nach all der »Arbeit« fallen wir hungrig über die Brotzeit her und spekulieren, ob die Brandenberger Ache am folgenden Sonntag wohl genug Wasser für den Vergleichstest haben würde...
Neuer Tag, neues Glück
Von den Sonnenstrahlen des Vortages ist am folgenden Morgen nichts mehr zu sehen. Dafür erhellt die Aussicht auf einen guten Wasserstand auf der Brandy die Gemüter. In Mariathal treffen wir Cheftester Manuel und Linda Brüggemann, die das Team als Lupo-Testfahrerin verstärkt. Michi Neumann komplettiert die Mannschaft als Fotograf, Test-Koordinator und Shuttlebunny. Als Teststrecke für den Vergleichstest wählen wir den Saugraben. Auf einem etwa 500 Meter langen, mittelschweren Teilstück soll jeder im Team möglichst alle Boote Probe fahren. Mit dabei ist nun auch der neue Burn, der mir in der ersten Runde gleich ein breites Grinsen auf's Gesicht zaubert. Sechs Runden später ziehen wir uns zur Beratung ins Gasthaus Mariathal zurück, wo Manuel eifrig die gesammelten Eindrücke für den Testbericht notiert. Irgendwann klärt sich auch die Frage zum roten Green Boat. »Natürlich gibt es den auch in grün«, weiß Manuel, »aber der hier hat einfach das klassische Dagger-Rot.«
Weitere Details zum KANU-Wildwasserkajak-Test werden an dieser Stelle noch nicht verraten. Die gesammelten Infos gibt's in KANU 2/2010 (ab 15. April am Kiosk).



















































