James Bebbington und Mathieu Dumoulin kämpfen um den Titel des Kajak-Freestyle-Europameisters. Markus Hummel setzte sich im C1 an die Spitze, Sandrina Hornhardt führt bei den K1-Juniorinnen.
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Freestyle-EM: Harter Zweikampf an der Spitze
Die Semifinalläufe der ECA Kajak-Freestyle-Europameisterschaft in Lienz in Osttirol sind ausgefahren und das letzte Heat des Tages hat bestätigt, was sich am Vormittag bereits abgezeichnet hat: im Kampf um den Titel bei den K1-Herren spielt sich ein harter Zweikampf zwischen Titelverteidiger Mathieu Dumoulin (FRA) und Weltcup-Gesamtsieger James Bebbington (GBR) ab. Nachdem beide in ihrem ersten Semifinallauf den Aufstieg mit recht »moderaten« 500-Punkte-Läufen klar gemacht hatten, setzten sie im zweiten Durchgang zum Höhenflug an.
Dumoulin legte vor und zeigte ein echtes Feuerwerk an allen erdenklichen High-Score-Moves. Das Resultat waren satte 853,333 Punkte – ein klares Versprechen, dass er sich seinen Titel nicht so einfach abnehmen lässt. Davon zwar beeindruckt aber nicht eingeschüchtert holte Bebbington zum Gegenschlag aus. Mit einer unglaublichen Move-Kombi aus Space Gozilla, Clean-Cartwheel und Splitwheel brachte der Brite das Publikum zum Toben und die Judges reichlich ins Schwitzen. 940 Punkte zählte sein Lauf am Ende, mehr als genug um morgen als Führender ins Rennen zu gehen.
Koll 6., Hinkel 8.
Der einzige ernstzunehmende Angriff auf das Spitzen-Duo geht auf das Konto von Sebastian Devred. Mit seinem zweiten Lauf, gespickt mit sagenhaft hohen Air-Moves, konnte der junge Franzose sogar kurzzeitig in Führung gehen. Peter Csonka, nach dem Viertelfinale noch auf Rang 3, fand wieder nicht zu seiner Top-Form und muss sich vorerst mit Rang 4 zufrieden geben. Das fünfte Finalticket erpaddelte der Brite Sam Andersson, der mit 10 Punkten Vorsprung Martin Koll auf den undankbaren 6. Rang bugsierte. Thomas Hinkel beendet die Europameisterschaft als Achter.
Völlig neu gemischt wurden die Karten bei den K1-Damen. Um ins Finale aufzusteigen, mussten die Teilnehmerinnen nun deutlich mehr zeigen, als »nur« einen sauberen Loop. Satt Air packte die Französin Marlène Devillez in ihr Programm, zeigte Loops, wie man sie sonst nur bei den K1-Herren sieht und wheelte ihren Konkurrentinnen um die Ohren. Mit einem sensationellen ersten Lauf konnte sich Martina Wegmann (NDL) qualifizieren – und im zweiten Durchgang getrost nach einem verpatzten Entry-Move das Kehrwasser verpassen. Die weiteren Finaltickets gingen an Titelverteidigerin Fiona Jarvie, Claire O'Hara (beide GBR) und Ekaterina Kulkova (RUS). Anne Hübner (GER) belegte Rang 7.
Sozusagen von hinten aufgerollt wurde das Feld bei den C1-Paddlern. Der Augsburger Weltcupsieger Markus Hummel lag nach den Vorläufen noch auf Rang 9. Im Semifinale gelang ihm im ersten Durchgang ein Loop-Schauspiel, das seine Konkurrenten vor vollendete Tatsachen stellte. Stue Parry (GBR) kam am ehesten an Hummels Sensationslauf heran, gefolgt von Lukas Cervinka (CZE), Jordi Demenjó i Cadafau (ESP) und Igor Juanikorena Etxeberria (ESP). Philipp Hitzigrath kam ihn keinem seiner beiden Läufe so richtig in die Gänge und musste sich mit Rang 10 zufrieden geben.
Ebenfalls gute Karten für einen Sieg hat Deutschland bei den K1-Juniorinnen. Drei von acht Finalistinnen, darunter auch die Führende und Titelverteidigerin Sandrina Hornhardt, sind für das schwarz-rot-goldene Team im Rennen. Anne Grüb und Anne Rist profitieren von den Punktegleichständen auf den Rängen 2 und 5, daher werden morgen wieder mehr junge Freestylerinnen als gewöhnlich um den Sieg kämpfen. Bei den K1-Junioren qualifizierte sich der Finne Juuso Karttunen vor Joaquim Fontané i Masó (ESP) und James Bennes (GBR) und Brendon Orton (GBR). Fiete Junge schafft als fünfter den Finaleinzug für Deutschland.





















































