Am Samstag des dritten Adventswochenendes trafen sich 80 Wassersportbegeisterte mit 50 Booten aus ganz Deutschland zur 12. Heiße-Herzen-Fahrt in Vaihingen an der Enz. Die beliebte Kanu- Benefizveranstaltung in vorweihnachtlicher Zeit lockt alljährlich Paddler und Zuschauer, die am farbenfrohen Kostümtreiben auf der Enz teilhaben.
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Szene
Die 12. Heiße-Herzen-Fahrt auf der Enz
Zu Beginn der Fahrt wurde eine kleine Startgebühr eingesammelt, die von den Teilnehmern immer wieder freiwillig aufgerundet wurde. So kamen immerhin alleine von Seiten der Sportler 413 Euro zusammen, die das Jugendrotkreuz nach Abrechnung des Catering-Teams um rund 260 Euro ergänzen konnte. Die Spendeneinnahmen und Erlöse gehen an den Verein Lebenshilfe Vaihingen-Mühlacker e. V., der Menschen mit Behinderung ein Zuhause gibt.
In diesem Jahr fand als Vorspiel zur vier Kilometer langen Heiße-Herzen-Fahrt zum ersten Mal die Große-Herzen-Fahrt statt – eine kleine Gruppe von Enthusiasten paddelte vor der eigentlichen Heiße-Herzen-Fahrt von Mühlhausen nach Roßwag, wo sie dann zu den anderen Teilnehmern stieß. Die schon 2009 geplante Verlängerung der Strecke war im Vorjahr am niedrigen Wasserstand der Enz gescheitert. Damals war die »Mühlhäuser Schloif« wegen des kraftwerksbedingten Wasserentzuges nicht zu befahren. Dieses Mal schien die Situation genau umgekehrt zu sein: Am Wochenende zuvor schoss eine 3 Meter hohe Hochwasserwelle durchs Enztal und es schien, als stünde die ganze Veranstaltung auf der Kippe. Die nur geringen Niederschläge der Woche vor der Fahrt ließen den Pegel jedoch rasch sinken und stellten sowohl für die Große- als auch die Heiße-Herzen Fahrt einen idealen und angenehmen Wasserstand sicher.
Motive und ihre Platzierung
Die Teilnehmer der Fahrt nahmen wie in den Vorjahren auch an einem Kreativitätswettbewerb teil: Der einladende Jugendrat des Vaihinger Kanuclubs bildet die Jury und begutachtete während der Fahrt diskret die dargestellten Motive hinsichtlich ihrer Originalität, des technischen Aufwandes und der Ästhetik. Dabei wurde immer berücksichtigt, dass es viel einfacher ist, Canadier oder Kajakverbände aufwändig und auffällig zu gestalten als Einerkajaks. Beide Bootsklassen sind also nicht vergleichbar und werden getrennt bewertet, wenngleich sie am Schluss in ein Gesamtranking zusammengeführt werden müssen.
Originell und lustig gestaltete Kostüme und Bootsmotive der Paddler führten zu einer Prämierung von neun Teams bzw. Einzelfahrern:
- »Elchschlitten – Kanus«: Haus Johanni, Eberdingen, Canadier
- »Der Zirkus-Zug«: Familie Beukman, Vaihingen-Ensingen, Kajaks
- »Ritter der Kapitulation«: Schützenverein Aurich, Canadier
- »Määh-ry Christmas - Lämmer auf der Enz«: Familie Gorgs, Vaihingen-Kleinglattbach, Canadier
- »Ritter vom Kaltenstein«: HP Rimmele und die CJD-Jugendlichen, Canadier
- »Affenboot«: SG Untertürkheim 07, Kanuabteilung, Canadier
- »Nikoläuse« – Familie Ruof, Enzweihingen, Canadier
- »Geschenketransporter“ Eva Schwenk-Fischer, Enzweihingen, Kajak
- »Elch-Hund« (Sonderprämie 1 Saitenwurst): Schäferhündin vom Haus Johanni, Eberdingen, Sonderklasse









































