»Vorhang auf und Film ab« hieß es am 26. Februar in der oberbayerischen Innstadt. Bereits zum 14. Mal füllte das Publikum des Kajak-Filmfestivals den Saal des Rosenheimer Kultur- und Kongresszentrums.
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Szene
Das Rosenheimer Filmfestival 2011
Das bedeutendste Kajakfilmfestivals Europas zieht hunderte Paddler und Wassersportinteressierte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz jedes Jahr im Februar nach Rosenheim. Mit den Jahren hat sich das Festival mitsamt der anschließenden Party im Kajak-Klub Rosenheim zu DEM Szenetreffpunkt der Winterzeit entwickelt. Wen stört es da, dass dieses Jahr sämtliche Übersee-Prominenz kurzfristig abgesagt hatte? Festival-Chef Olaf Obsommer hatte wie immer für eine überaus feine Auswahl internationaler Streifen gesorgt. Die Stars der Newcomer-Klasse waren Anton Immler (mit der leider schon aus dem Internet bekannten Kreisch-Tandembefahrung der Itanda Falls in Uganda), Stéphane Pion (mit einer actionreichen Collage von Frankreich bis Sibirien) und Benjamin Hjort (mit einer Schwarz-Weiß-Meditation des Stikine). Die Profi-Riege war vertreten mit Steve und Dave Fisher, Jared Meehan und Anson Fogel. Die Gebrüder Fisher aus Südafrika fesselten das Publikum mit einem sehr aufwändig produzierten Reisedrama aus Island und Nordnorwegen, das die Unwägbarkeiten einer jeden Kajak-Expedition eindrücklich vor Augen führte. Jared Meehan nahm die Zuschauer mit auf seine Reise ins Altai-Gebirge, wo die internationale Paddelcrew am Bashkaus dem »Book of Legends« ihre Ehre erwies. Anson Fogel schließlich ließ eine Vielzahl an Paddlern ihre Sicht auf den Sport zu Mikrofon bringen. Zwischen den zum Teil sehr emotionalen Interviews gab's beeindruckende Paddelszenen von den Wuchtwasserflüssen Nordamerikas auf die Augen.
Es war keine leichte Aufgabe für die Jury den besten Film zu küren. Am Ende machten Pions »French Tour 2010« und »Wild Water« von Anson Fogel das Rennen. Auch zwischen den Filmen war Kurzweil garantiert. Mehrere Interviews mit Vertretern des Deutschen Kanu-Verbands (Der DKV hat kurzerhand die Schirmherrschaft für das Filmfestival 2012 angeboten!) sowie den Slalom-Weltmeistern Jasmin Schornberg und Fabian Dörfler zeigten interessante Einblicke in die Welt des deutschen Kanusports. Ein echter Publikumsknaller war das Gemeinschaftswerk der KANU-Leser »Aufgemischt!«. Viele Minuten Carnage-Szenen wurden gesammelt, professionell geschnitten und feierten ihre Premiere am Samstagabend. Den ganzen Film gibt es ab heute abend auf www.kanumagazin.de/carnage zu sehen.
Höhepunkt zwischenmenschlicher Kommunikation war wie jedes Jahr die anschließende Feier im Kajak-Club Rosenheim. Festival-Chef Obsommer befeuerte den bunten Reigen, indem er in bester Spendierlaune die ersten hundert Longdrinks kostenlos unters Paddlervolk mischte. Kein Wunder, dass die Szene bis weit nach Mitternacht schwofte. Tatsächlich sollen es einige der Feiernden trotz aller Partyfolgen am Sonntag in die Rißbachklamm geschafft haben.
























