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Szene

Das Rosenheimer Filmfestival 2011

28. Februar 2011 von Christoph Scheuermann

»Vorhang auf und Film ab« hieß es am 26. Februar in der oberbayerischen Innstadt. Bereits zum 14. Mal füllte das Publikum des Kajak-Filmfestivals den Saal des Rosenheimer Kultur- und Kongresszentrums.

Foto zum Rosenheimer Kajak Filmfestival 2011.
Zwischen den Filmen holten interessante Bühnengespräche die Zuschauer zurück in die Gegenwart. Hier stellen Heiner Schlich und Philipp Baues neue Ideen vor, wie junge Paddler für die Ideen des Deutschen Kanu-Verbandes gewonnen werden können. | Foto: Michael Neumann

Das bedeutendste Kajakfilmfestivals Europas zieht hunderte Paddler und Wassersportinteressierte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz jedes Jahr im Februar nach Rosenheim. Mit den Jahren hat sich das Festival mitsamt der anschließenden Party im Kajak-Klub Rosenheim zu DEM Szenetreffpunkt der Winterzeit entwickelt. Wen stört es da, dass dieses Jahr sämtliche Übersee-Prominenz kurzfristig abgesagt hatte? Festival-Chef Olaf Obsommer hatte wie immer für eine überaus feine Auswahl internationaler Streifen gesorgt. Die Stars der Newcomer-Klasse waren Anton Immler (mit der leider schon aus dem Internet bekannten Kreisch-Tandembefahrung der Itanda Falls in Uganda), Stéphane Pion (mit einer actionreichen Collage von Frankreich bis Sibirien) und Benjamin Hjort (mit einer Schwarz-Weiß-Meditation des Stikine). Die Profi-Riege war vertreten mit Steve und Dave Fisher, Jared Meehan und Anson Fogel. Die Gebrüder Fisher aus Südafrika fesselten das Publikum mit einem sehr aufwändig produzierten Reisedrama aus Island und Nordnorwegen, das die Unwägbarkeiten einer jeden Kajak-Expedition eindrücklich vor Augen führte. Jared Meehan nahm die Zuschauer mit auf seine Reise ins Altai-Gebirge, wo die internationale Paddelcrew am Bashkaus dem »Book of Legends« ihre Ehre erwies. Anson Fogel schließlich ließ eine Vielzahl an Paddlern ihre Sicht auf den Sport zu Mikrofon bringen. Zwischen den zum Teil sehr emotionalen Interviews gab's beeindruckende Paddelszenen von den Wuchtwasserflüssen Nordamerikas auf die Augen.

Foto zum Rosenheimer Kajak Filmfestival 2011.
Fabian Dörfler, zweifacher Weltmeister im Kanuslalom, im Gespräch mit Festival-Chef Olaf Obsommer. | Foto: Michael Neumann

Es war keine leichte Aufgabe für die Jury den besten Film zu küren. Am Ende machten Pions »French Tour 2010« und »Wild Water« von Anson Fogel das Rennen. Auch zwischen den Filmen war Kurzweil garantiert. Mehrere Interviews mit Vertretern des Deutschen Kanu-Verbands (Der DKV hat kurzerhand die Schirmherrschaft für das Filmfestival 2012 angeboten!) sowie den Slalom-Weltmeistern Jasmin Schornberg und Fabian Dörfler zeigten interessante Einblicke in die Welt des deutschen Kanusports. Ein echter Publikumsknaller war das Gemeinschaftswerk der KANU-Leser »Aufgemischt!«. Viele Minuten Carnage-Szenen wurden gesammelt, professionell geschnitten und feierten ihre Premiere am Samstagabend. Den ganzen Film gibt es ab heute abend auf www.kanumagazin.de/carnage zu sehen.

Höhepunkt zwischenmenschlicher Kommunikation war wie jedes Jahr die anschließende Feier im Kajak-Club Rosenheim. Festival-Chef Obsommer befeuerte den bunten Reigen, indem er in bester Spendierlaune die ersten hundert Longdrinks kostenlos unters Paddlervolk mischte. Kein Wunder, dass die Szene bis weit nach Mitternacht schwofte. Tatsächlich sollen es einige der Feiernden trotz aller Partyfolgen am Sonntag in die Rißbachklamm geschafft haben.

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Foto zum Film »Aufgemischt«.
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Am 26. Februar feierte sie Premiere auf dem Kajak-Filmfestival in Rosenheim. Jetzt gibt es sie auch hier auf der Website des KANU MAGAZINs zu sehen, die Carnage-Collage »Aufgemischt!«. Zahlreiche KANU-Leser haben ihre »besten« Aufmischer an die Redaktion gesandt, Profi-Filmer Olaf Obsommer hat das Material gekonnt auf viereinhalb Minuten geschnitten.
01.03.2010

13. Kajak-Filmfestival: Weltpremiere mit traumhaftem Ergebnis

    Rush Sturges und Tyler Bradt holten sich am Samstag beim 13. Internationalen Kajak-Filmfestival in Rosenheim den Sieg für »Dream Result«. Etwa 900 Zuschauer staunten und raunten im KuKo über drei Stunden spektakuläres Programm.

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