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Szene

Bodensee-Kanu-Marathon in Iznang

21. Juli 2011 von Petra Hassler-Mattes

Stundenlang mussten sich die Teilnehmer des Bodensee-Kanu-Marathons quälen, um endlich das wohlverdiente Ziel zu erreichen. Der sehr zur Gemütlichkeit neigende Leser fragt sich jetzt bestimmt, welch großer Sinn hinter dieser Tortur stecken mag. Vielleicht ist es auch nur das Wesen des Kanusports.

Stundenlang mussten sich die Teilnehmer des Bodensee-Kanu-Marathons quälen, um endlich das wohlverdiente Ziel zu erreichen. Der sehr zur Gemütlichkeit neigende Leser fragt sich jetzt vielleicht, welch großer Sinn hinter dieser Tortur stecken mag. Vielleic
Thomas Zachert siegte bei den Herren in Rekordzeit.
Foto: Andreas Mattes

Insgesamt 166 begeisterte Marathonpaddler starteten am 25. Juni bei fast idealen Wetterbedingungen mit 22 Grad und leichtem Wind. Im Laufe des Tages frischte der Wind immer mehr auf und bescherte den Teilnehmern auf ihrem Rückweg nicht nur heftige Wellen, sondern auch noch Böen mit bis zu vier Beaufort und satten Gegenwind.

Der Tagessieg ging an Thomas Zachert aus Friedrichshafen in 3:31 Stunden, er unterbot somit um eine Minute die Bestmarke von Rekordhalter und Vorjahressieger Henning Müller. Platz zwei in der Gesamtwertung ging an Michael Koblet vom KC Schaffhausen (3:34), den dritten Platz belegte Pascal Sigg, ebenfalls vom KC Schaffhausen (3:47). Vorjahressieger Henning Müller (KG Stuttgart) konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Königsdisziplin »mitmischen«, stattdessen begab er sich auf die Halbmarathonstrecke (21 Kilometer), wo er mit einer Spitzenzeit von 1:39 Stunden über die Ziellinie ging. Mit nur einer Minute Abstand paddelte sich Joachim Eberhard vom KC Friedrichshafen auf Platz zwei, gefolgt von Dietmar Korn vom KC Konstanz (1:47).

Mit einem Alter von zehn Jahren ging der jüngste Teilnehmer, Lorenz Zürcher vom KC Konstanz, zusammen mit seinem Vater im Zweier-Kanadier beim Halbmarathon an den Start – sie erreichten nach 3:28 Stunden das Ziel. Mit 77 Jahren, und damit als ältestes Teilnehmer, bewältigte Karl Johler vom KC Singen die Halbmarathonstrecke.

Stundenlang mussten sich die Teilnehmer des Bodensee-Kanu-Marathons quälen, um endlich das wohlverdiente Ziel zu erreichen. Der sehr zur Gemütlichkeit neigende Leser fragt sich jetzt vielleicht, welch großer Sinn hinter dieser Tortur stecken mag. Vielleic
Heike Klotz, Siegerin bei den Damen, ging mit einem Outrigger an den Start.
Foto: Andreas Mattes

Nur sieben Frauen wagten sich auf die große Distanz, die mit Böen bis zu Windstärke vier als sehr anspruchsvoll bezeichnet werden konnte. Heike Klotz vom Frankfurter Kanuverein (FKV) ging mit einem Outrigger an den Start und paddelte nach 4:57 Stunden als Erste durchs Ziel. Auf den Plätzen folgten Kerstin Stevens (KHD Datteln) und Kerstin Rümke (Ulmer Paddler).
In der Kategorie K2 Mixed siegten Katrin und Pay Lücke (KC Singen) in einer Zeit von 4:08 Stunden. Platz 1 im K2 der Herren konnten Frank Hönemann und Jens Endruweit (beide KC Konstanz) mit 4:21 Stunden für sich verbuchen. Den ersten Platz bei den K2 Damen erreichten Michaela Hausammann (Kanuschule Bodensee) und Karin Braun (4:26).

Organisiert wurde der Bodensee-Kanu-Marathon vom Bodensee-Kanu-Ring (BKR), ausgetragen wurde er im Untersee beim Kanu-Club Singen in Iznang. Die Organisatoren freuten sich besonders über die Teilnahme von Peter Ludwig (Präsident vom Kanuverband Württemberg) und seiner Frau Sabine, sowie über fünf Teilnehmer aus Frankreich und vier aus Italien. Letztere verliehen damit dem Event eine internationale Note.

Der nächste Bodensee-Kanu-Marathon findet am 16. Juni 2012 statt. Mehr Infos unter: www.bodensee-kanu-marathon.com

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