Samstag, 19. Juni, 11 Uhr, am Ausstieg des Untertalbachs: Etwa zehn Paddler-Autos stehen am Parkplatz, die Passagiere zelebrieren Boater’s Talk, machen Brotzeit, feiern Wiedersehen mit Freunden und Bekannten. Oder kommen mit geschulterten Booten die Böschung vom Bach hochgestapft. Sportsgeist ist unbestritten vorhanden bei einigen. Der Wasserstand ist medium dieses Jahr, Anwärter auf den Königsthron müssen weniger Mut beweisen wie 2009, als zwei oder drei Befahrungen des Hochwasser führenden Gebrodels reichten um den Anspruch auf die Krone zu bekräftigen. Nein, dieses Mal zählen Zähigkeit und Ausdauer, ein langer Atem und saubere Linien um sich nicht an einer der Felsenkanten verletzungsbedingt ins Aus zu befördern. Und natürlich Zeit-Effizienz: Wer sechs Mal paddeln will, darf nicht zum Einstieg trampen um für die nächste Runde das Auto zu holen. Klar im Vorteil war hier, wer ein Shuttle-Bunny hinterm Lenkrad hatte.
Bestens organisiert zeigen sich die fleißigen Helfer vom KC Schladming. Am Ausstieg werden erfolgreiche Fahrten notiert und nummerierte Jetons ausgegeben. Auf dem Weg zum Einstieg stoppt Markus »Websi« Weberhofer die Autos und weist die Aspiranten ein ins richtige Verhalten beim Besichtigen und Umtragen. Schließlich will man den Grundstückseigentümern, die ob der wieder aufgeflammten Kraftwerksdebatte nicht der Paddler beste Freunde sind, kein Ärgernis sein. Auf einem Plan sind Fluss, Party-Örtlichkeiten und das Hospital verzeichnet.