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Szene

Beats, Protest und Höhenmeter – Talbachtage 2010

23. Juni 2010 von Christoph Scheuermann

Paddlertreffen, königlicher Wettstreit, treibende Beats, Kontroversen um den Kraftwerks-Protest - dazu jede Menge Höhenmeter. Die Talbachtage versprachen in vieler Hinsicht ein heißes Wochenende zu werden. Die KANU-Reportage verschafft Einblick in den Szene-Hotspot.

 


Foto zu den Talbachtagen 2010.
Bestzeiten sind nur »Blue Angel« zu schaffen.
Foto: Andreas »Bonsay« Weiß

Mit Spannung  wurden die heurigen Talbachtage erwartet. Jedes Jahr nutzen zahlreiche Talbach-Novizen die Gelegenheit des Paddlertreffens um alte Hasen und Flusskenner zu treffen und in deren Schatten die ersten Erfahrungen am Untertalbach zu sammeln. Doch nicht nur Neulinge fragten sich, was dieser bizarre Wettbewerb für sie bedeuten würde, bei dem jugendliche Heißsporne und routinierte Flieger Höhenmeter sammeln in der Hoffnung am Ende des Tages den Thron des Talbach-Königs zu besteigen.

 

Nein, auch langjährige Besucher des mit viel Herzblut veranstalteten Szene-Events blickten den diesjährigen Talbachtagen mit gemischten Gefühlen entgegen. Zwei, sehr gut besuchte und nicht weniger ausschweifende Auflagen der Jahre 2007 und 2008 begründen die Erfolgsserie und spornen den ausrichtenden Kanu-Club Schladming an auch weiterhin Paddlern aus ganz Mitteleuropa das Tor zum Partykeller zu öffnen. Dem gegenüber steht die letztjährige Edition, die aufgrund eines ungeschickten Termins (Zumindest bei deutschen Paddlern stehen an verlängerten Juni-Wochenenden Tessin und Piemont auf dem Programm.) eher wenig Paddlervolk nach Schladming lockte und die Veranstalter mit einer gehörigen Menge Frust im Bauch zurückließ.

Angriff auf's Naturdenkmal

Foto zu den Talbachtagen 2010.
Der Silberkatarakt verdient laut Naturschutzbehörde nicht den Titel des Naturdenkmals.
Foto: Ladislav Dzembi

Die Wetterprognosen verhießen auch dieses Jahr nichts Gutes: Angekündigte Tageshöchsttemperaturen von sieben Grad am Sonntag und Dauerregen machten Besucherrekorde unwahrscheinlich. Konfliktpotential boten zudem Streitigkeiten im Vorfeld unter den Paddlern selbst. Seit im zeitigen Frühjahr bekannt wurde, dass der Titel des Naturdenkmals entgegen eines Entscheids aus dem Jahre 2007 nur noch für einen Torso der Untertalbachklamm gilt und somit die Kraftwerkspläne wieder aus den Schubladen geholt wurden, brodelte es unter den Talbach-Paddlern. Zunächst schien es, als gehe der Untertalbach in der Menge aktueller Anti-Kraftwerks-Initiativen unter. Schließlich schritten die Young Guns um Daniel Egger und Robert Machacek zur Tat. Besonders Robert, der seit mehreren Jahren zusammen mit Kollege Andreas »Stocki« Stockinger in zahlreichen Erstbefahrungen die Hidden Creeks von Salzkammergut und oberem Ennstal der Paddlergemeinschaft bekannt macht, gilt für viele Paddler in der Region als erster Ansprechpartner. Trotz oder gerade wegen der großen Zahl von ihm gepaddelter Flüsse weiß er den Untertalbach als was ganz besonderes zu schätzen. Wo sonst in den Ostalpen findet man solch eine Häufung traumhafter Wasserfälle und Rutschen gepaart mit einer Wassersicherheit bis in den Juli?

Protest ja - aber wie und mit wem?

Foto zu den Talbachtagen 2010.
Referenz zahlloser Stürzer-Novizen: der 6m-Fall des Untertalbachs.
Foto: Ladislav Dzembi

Daniel und Robert entschlossen sich eine Petition zur Rettung des Untertalbachs zu starten und meldeten eine Demonstration im Ortszentrum von Schladming an. Die Talbachtage sollten das Rahmen-Event bilden und den Paddlern weitere Motivation sein ins obere Ennstal zu kommen. Nicht schlecht staunten die Aktivisten als sie den örtlichen Kanuverein und Ausrichter der Talbachtage ins Boot holen wollten. Entgegen der klaren Ablehnung der Kraftwerkspläne seitens des KC Schladmings, die in den ersten Jahres Leitmotiv der Talbachtage war, erklärte sich nun (außer Initiator Daniel Egger) kein Schladminger bereit die Kritik an den Verbauungsplänen öffentlich zu vertreten. Konsequent distanzierten sich die lokalen Paddler im Vorfeld der Talbachtage von jedweder Protestaktion , um sich „schad- und klaglos“ zu halten. Die Reaktion der Paddelgemeinde ließ nicht lange auf sich warten. Es fehlte das Verständnis, für den „Schaden“, der den einheimischen Paddlern entstehe, wenn sie für den Schutz ihres Hausbachs eintreten. Ein Hausbach, der zudem Magnet für Hunderte Paddler und anderer Touristen ist. Die Paddler, die mit ihrer Unterschrift oder ihrer Anwesenheit vor Ort den Protest unterstützten, fühlten sich von den Schladmingern schlichtweg im Regen stehen gelassen.

 

Beim Kanu-Club Schladming hingegen wuchs der Ärger über die unkomfortable Position zwischen den Fronten. Massive Kritik und öffentliche Anfeindungen über das Ziel hinausschießender Protest-Aktivisten warfen im Verein die Frage auf, warum man sich den „ganzen Stress eigentlich antue“ und ob man das Event nicht besser absagen solle.

 

Alles in allem nicht die besten Voraussetzungen für ein harmonisches Paddlerfest, das dem Ruf der ersten Jahre gerecht wird.

Es ist bereitet, jetzt geht's ans Eingemachte

Foto zu den Talbachtagen 2010.
Der Parkplatz am Ausstieg des Untertalbachs war Meeting Point, Verpflegungsstation und Zählstelle.
Foto: KC Schladming

Samstag, 19. Juni, 11 Uhr, am Ausstieg des Untertalbachs: Etwa zehn Paddler-Autos stehen am Parkplatz, die Passagiere zelebrieren Boater’s Talk, machen Brotzeit, feiern Wiedersehen mit Freunden und Bekannten. Oder kommen mit geschulterten Booten die Böschung vom Bach hochgestapft. Sportsgeist ist unbestritten vorhanden bei einigen. Der Wasserstand ist medium dieses Jahr, Anwärter auf den Königsthron müssen weniger Mut beweisen wie 2009, als zwei oder drei Befahrungen des Hochwasser führenden Gebrodels reichten um den Anspruch auf die Krone zu bekräftigen. Nein, dieses Mal zählen Zähigkeit und Ausdauer, ein langer Atem und saubere Linien um sich nicht an einer der Felsenkanten verletzungsbedingt ins Aus zu befördern. Und natürlich Zeit-Effizienz: Wer sechs Mal paddeln will, darf nicht zum Einstieg trampen um für die nächste Runde das Auto zu holen. Klar im Vorteil war hier, wer ein Shuttle-Bunny hinterm Lenkrad hatte.

 

Bestens organisiert zeigen sich die fleißigen Helfer vom KC Schladming. Am Ausstieg werden erfolgreiche Fahrten notiert und nummerierte Jetons ausgegeben. Auf dem Weg zum Einstieg stoppt Markus »Websi« Weberhofer die Autos und weist die Aspiranten ein ins richtige Verhalten beim Besichtigen und Umtragen. Schließlich will man den Grundstückseigentümern, die ob der wieder aufgeflammten Kraftwerksdebatte nicht der Paddler beste Freunde sind, kein Ärgernis sein. Auf einem Plan sind Fluss, Party-Örtlichkeiten und das Hospital verzeichnet.

Foto zu den Talbachtagen 2010.
Auf flotter Strömung zwischen Wald und Wiesen trägt der Oberlauf des Untertalbachs die Paddler Richtung Janerbrücke.
Foto: Sophie Brodicky

Ob des moderaten Wasserstands versuchen sich viele der anwesenden Paddler an der Untertalbachklamm. Wie jedes Jahr hatte der KCS die Wasserfallstrecke von Baumhindernissen gesäubert. Zwei Holzverhaue, die nur schwer zu entfernen gewesen wären, waren soweit entschärft, dass eine durchgehende Befahrung der Schluchtstrecke möglich war. Auch der Oberlauf des Untertalbachs war Ziel einiger Paddler, die Landschaftsgenuss und gefahrloses Bummeln der Jagd nach Höhenmeter und Geschwindigkeitsrekorden vorzogen. Unterhalb der Riesachfälle mäandriert der Untertalbach durch ein breites, satt grünes Hochtal, mehrmals unterbrochen durch bewaldete Gefällstrecken. Zumindest der letzte Durchbruch unterhalb des Wehrs beim Gasthof Tetter sorgt dann für technischen Fahrspaß und die ein oder andere Dosis Adrenalin.

Auf zur Paddler-Demo

Foto zu den Talbachtagen 2010.
Unter der lokalen Bevölkerung ist das Kraftwerk alles andere als unumstritten.
Foto: Peter Feldhammer

So verging der Nachmittag (bei den Wasserfallbezwingern wortwörtlich) im Fluge. Um 16 Uhr waren die Paddler zum Schladminger Hauptplatz gerufen um nicht nur am Fluss ein Zeichen für den Erhalt des Naturjuwels zu setzen. Eine gute Stunde vor Beginn setzte hartnäckiger Regen ein. In weiser Voraussicht hatten die Aktivisten als Ort der Demonstration den zentralen Platz im Ortszentrum ausgesucht, an dem ein großer Pavillon Schutz vor Wind und Wetter bot. Etwa 60 Kajakfahrer hatten sich zur Kundgebung ihrer Meinung eingefunden, vereinzelte Zuschauer gesellten sich auf dem sonst menschenleeren, wettergepeitschten Hauptplatz zu den Demonstranten. Peter Feldhammer, Aktivist der Paddlerplattform kajak.at und Kämpfer für „Flüsse voller Leben“, sowie Thomas Seiler, Flussschutz-Experte und Geschäftsführer vom steirischen Naturschutzbund, luden zum Gespräch. Bei Gesprächen mit Passanten zeigte sich, dass zumindest die Einwohner Schladmings (das Kraftwerk wird auf dem Gebiet der Gemeinde Rohrmoos geplant) in nur geringem Maße über die Kraftwerks-Pläne informiert sind. Unter den Paddlern wurde immer wieder Unmut über den Schladminger Kanu-Club laut, der der Demonstration fernblieb. Einige Paddler erwogen gar einen Boykott der Feier am Abend.

Foto zu den Talbachtagen 2010.
»Finger weg vom Untertalbach!« war die zentrale Forderung des Paddler-Protests.
Foto: Peter Feldhammer

Als Fazit der Protest-Aktion kann zusammengefasst werden, dass die Demonstration trotz geringer Breitenwirkung in der örtlichen Bevölkerung die Entschlossenheit der Paddler zeigt, Flussverbauungen nicht tatenlos hinzunehmen. Allerdings tritt die große Mehrheit der Kajakgemeinde aktivem Engagement mit Skepsis oder gar Ignoranz gegenüber. So erschien etwa ein Drittel der Untertalbachbefahrer nicht zum Protest obwohl sie im Tal anwesend waren. Die Motive liegen hier wohl weniger in einer Ablehnung des Protests, als vielmehr dem egoistischen Bedürfnis noch schnell einen (weiteren) Run zu verbuchen. In persönlichen Gesprächen zeigt sich oft ein Gefühl der Ohnmacht gegen die Kraftwerkslobby oder örtliche Machtgefüge. »Was können Paddler schon bewirken?« ist ein typischer Ausspruch resignierter Zeitgenossen. Dass sich die Zukunft nicht so dunkel zeigt am Horizont, beweisen Protestaktionen wie die Koppentraun-Demonstration oder die Lieser-Petition mit ca. 1100 Unterschriften. Im ersten Fall konnten die Ableitungspläne durch eine breite Allianz verschiedener Interessengruppen sowie dem »Druck der Straße« gestoppt werden, in Kärnten konnte die Unterschriftenliste der Flussschützer zumindest einen Teilerfolg im ergebnisoffenen Prozess erzielen.

Das Abendprogramm: Go wild or go home!

Foto zu den Talbachtagen 2010.
Der Stadtsaal dampfte, die Menge tobte.
Foto: Sophie Brodicky

Doch zurück zu den Talbachtagen: Nachdem der offizielle Zeitraum für die gewerteten Fahrten um 17 Uhr zu Ende ging, waren die Organisatoren vom KCS schon am eifrigen Aufbauen für die Feierlichkeiten im Stadtsaal. Zum ersten Mal fand die Party nicht am BMX-Parcours nahe der Enns statt, sondern im eigens angemieteten Stadtsaal. Waren manche Gäste zunächst besorgt, ob ein »Stadtsaal« Garant für Party-Stimmung sein könne, entpuppten sich die Räumlichkeiten als ideale Feierstätte. Gemütliche Sitzbänke im Foyer baten hungrige Mäuler zu Tisch. Serviert wurden Kotelett, Fleischkrapfen mit Kraut und die als LateNight-Snack schon legendären Steirischen Kaskrapfen. Eine gut geführte Bar stellte auch am späten Abend ausreichend Pegel sicher. Der wahre Place-to-be war aber sicher das Ende des schlauchartigen Raumes. Auf einer mobilen Bühne wurden im Laufe des Abends zwei kulturelle Höhepunkte dargeboten. Wie jedes Jahr beschränkte sich die Band von Robert Machacek mit dem für Uneingeweihte kuriosen Namen »Bauschale« auf drei Akkorde. Wen wundert es, dass sich das Publikum an den zugehörigen, in Teenager-Jahren oft geübten Tanzstil erinnerte: Ein wogender Pogo ließ Muskelmasse krachen und Knochen bersten. In Stagediving-Manier beförderten zig Hände zuckende Leiber in die Lüfte. Zugaben wurden gespielt, bis den Jungs aus Salzburg auch das letzte Lied ausging.

 

Zu späterer Stunde zeigte die lokale Combo »Dessous Club«, dass auch mehr als drei Akkorde Spaß machen können, v. a. wenn Gitarre, Bass und Schlagzeug durch ein Didgeridoo ergänzt werden. Der fast schon an amerikanischen Country (im besten Sinne) erinnernde treibende Sound der fünf Jungs aus Admont forderte in gnadenlos langen Songs das Letzte von der wild tanzenden Menge. Wer nach der grandiosen Performance mehr über den »Dessous Club« erfahren will und sich auf die Suche bei Myspace und Co begibt, wird enttäuscht. Die Jungs in Lederhosen und Birkenstock spielen nur in Wohnzimmern vor Freunden. Die Talbachtage in Schladmin waren ihr dritter öffentlicher Auftritt überhaupt.  

Die Pakete der Sponsoren

Foto zu den Talbachtagen 2010.
Temperatur und Luftfeuchtigkeit hoch, Stimmung gut: Publikum in Feierlaune.
Foto: Dominik Steiner

Nur mit Mühen gewann die ordnende Hand des Veranstalters die Vorherrschaft über das nach Beats schreiende Gebrodel. In der allgemeinen Partystimmung hätte man fast vergessen, dass noch mehrere Paketladungen an Preisen den Besitzer wechseln würden. Ganz zu schweigen vom eigentlich Grund des ganzen Tohuwabohus: der Krönung des Talbachkönigs. Doch spätestens als Vereinsobmann Stefan »Öhli« Öhlinger die prall gefüllten Kartons zur Bühne schleppte, kehrte Ruhe im Stadtsaal ein. Erstmalig in der Geschichte der Talbachtage wurden nicht nur Jetons für paddlerische Heldentaten vergeben, die sich am Abend in Lose verwandelten. Dieses Jahr standen Lose auch zum Verkauf bereit. Was Paddel-schwingende Puristen als Demontage kämpferischen Sportsgeist anprangern, darf getrost als Demokratisierung der Feierlichkeiten legitimiert werden. Schon seit den Anfängen bewies das Abendprogramm der Talbachtage dem Schladminger Feiervolk seine Attraktivität in Gestalt paddelgestählter Astralleiber und einem erstklassigen, musikalischen Arrangement.

Foto zu den Talbachtagen 2010.
Grinsende Gewinner: Christian Hölzl, Fabian Kainz, Yves Delley
Foto: Dominik Steiner

Die Chance auf einen (oder mehrere) der Preise war demnach auch für 1,50 € käuflich, was zu Folge hatte, dass manch Wasserfallheld leer ausging. Die Bandbreite der zu gewinnenden Begehrlichkeiten war wie gewohnt groß und reichte von T-Shirts und Käppis, einem Gutschein beim lokalen Optiker, dem Erlebnis-Wochenende im Hotel über Sweet-Helm und Robson-Paddel bis zum Luxus-Objekt Suunto-Uhr. Hier sei ganz ohne Ironie daraufhingewiesen, dass es der KCS auch dieses Jahr wieder geschafft eine lange Palette namhafter Sponsoren für die Talbachtage zu begeistern. Die Vergabe der Lose nach dem Prinzip »Jeder Run, ein Los« machte die Tombola auch für Liebhaber der anderen Bäche in der Region (und nun sogar für nicht paddelnde Partygäste) beliebt. Der Wettkampfgedanke vieler ernsthafter Extrem-Rennen, Sickline-WMs und sonstiger Profi-Veranstaltungen trat hier zurück hinter ein sympathisches Miteinander Paddel- und Partyspaß suchender Wassersportler.

Die Krönung des Talbachkönigs

Foto zu den Talbachtagen 2010.
Florian Zaczek ist neuer Talbachkönig.
Foto: Dominik Steiner

Ganz ohne Sport ging’s natürlich nicht ab. Der begehrte Titel des Talbachkönigs war noch nicht verliehen. Viele hatten schon mit einem Doppelthron gerechnet, führten doch Lokalmatador Daniel Egger und AKC-Stürzer Florian Zaczek die Rangliste gemeinsam mit je fünf Befahrungen an. Während Protest-Veranstalter Egger jedoch um 16 Uhr den Tross zum Schladminger Hauptplatz führte, nutzte Zaczek die Gunst der Stunde zu einer sechsten Befahrung. Diese ganz spezielle Auffassung von Solidarität unter Paddlern honorierte der Saal durch laute Buh-Rufe während der Krönung.

 

Nach dem offiziellen Part des Events wurde der Stadtsaal wieder der feiernden Meute überlassen, während ergiebiger Dauerregen die Basis für den sonntäglichen Hangover-Run legte.

Foto zu den Talbachtagen 2010.
Auf dass das Wasser auch in Zukunft über den Silberkatarakt rauscht...
Foto: Ladislav Dzembi

Fazit: Die Talbachtage 2010 erfüllten als rundum sauber organisiertes Szene-Event die Erwartungen seiner Besucher. 45 Paddler erwiesen dem Untertalbach mit insgesamt 84 Befahrungen die Ehre. Der KC Schladming hat ein herzliches Paddler-Fest auf die Beine gestellt, wobei die Feierfestigkeit von Veranstaltern wie Besuchern viele Profi-Events um Längen schlägt.

 

Die Uneinigkeit der Paddler, mit welchen Mitteln die Zukunft des Untertalbachs mitgestaltet werden kann, besteht auch über das Event hinaus. Umso mehr Respekt gebührt allen Beteiligten dafür, trotz dieser Zwistigkeiten zusammen ihren Sport zu zelebrieren und gemeinsam zu feiern.

 

Die Talbachtage 2010 wurden als letztmalige Veranstaltung ihrer Art angekündigt. Es bleibt zu hoffen, dass die Schladminger trotz dieser Prognose 2011 wieder zum Angriff übergehen. Und natürlich, dass auch der Untertalbach so rauscht, brodelt und stürzt, wie wir ihn lieben.


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