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Szene

13. Kajak-Filmfestival: Weltpremiere mit traumhaftem Ergebnis

01. März 2010 von Judith Prechtl

Rush Sturges und Tyler Bradt holten sich am Samstag beim 13. Internationalen Kajak-Filmfestival in Rosenheim den Sieg für »Dream Result«. Etwa 900 Zuschauer staunten und raunten im KuKo über drei Stunden spektakuläres Programm.

Drei Stunden Kajak-Abenteuer auf Großbildleinwand.
Foto: Michael Neumann

Meister »Big-O« selbst eröffnete am vergangenen Samstag (27. Februar 2010) das 13. Internationale Kajak-Filmfestival in Rosenheim. »Auf der Suche nach dem Flussgott« fasst die Expeditionen des Adidas Sickline-Teams nach Chile, Sibirien, Grönland, Sumatra und Pakistan zusammen. Auf diesen Reisen bekam das Team unzählige Flüsse zu sehen, echte Rivergods - Flüsse bei denen einfach alles stimmt - stehen dennoch eher selten auf dem Paddelplan. Im Anschluss an den Film wurde Slalom-Weltmeister und »Hauptdarsteller« Fabian Dörfler zu seinen Abenteuern befragt. Unter anderem verriet Fabian, dass er bei seinen letzten Reisen neue Motivation sammeln konnte und hinsichtlich der Olympischen Spiele 2012 in London im Slalomboot wieder angreifen wird.

AdrenalinRush Sturges rappte zum Abspann live auf der Bühne.
Foto: Michael Neumann

Den zweiten Film des Abends hatte Steve Fisher, einer der besten Allround-Paddler der Welt, mit nach Rosenheim gebracht. »Wild Coast HEAT« zeigt eine eher unbekannte Facette des Kanusports: Big-Wave-Surfen. Die wilden, monströsen Brandungswellen vor der südafrikanischen Ostküste lehren selbst einen erfahrenen Kajakhelden wie Steve Fisher das Fürchten. Bei einigen Aufnahmen verwundert es nicht, dass ein Raunen durch die Menge ging - viel mehr aber, dass die Paddler nach jedem gnadenlosen Aufmischer wieder heil und guter Dinge aufgetaucht sind. Auch Steve Fisher wurde von Festival-Organisator Big-O zum Live-Interview auf die Bühne gebeten und gemäß Obsommerscher Tradition auch beinahe simultan übersetzt. Bestens unterhalten wurde das Publikum schließlich in die Pause entlassen. Wer wollte konnte sich im Fojer handsignierte Poster der paddelnden »Filmstars« abholen und sich über die neusten Produkte von WaveSport, Langer, Prijon, TyWarp, Stohlquist und der neuen Denk-Kajakshopfiliale in Raubling informieren. Zudem gab es Gelegenheit beim Rosenheimer Kajak-Nachwuchs Lose für die, von den Sponsoren mit attraktiven Preisen bestückte, Lotterie zu erstehen. Bis zum Ende des Abends kamen durch den Losverkauf geschätzte 1.000 Euro zu Gunsten der Nachwuchsförderung des KKR zusammen.

Trailer der Festival-Filme

Norwegischer Bahnhof.
09.02.2010

Paddle Train: Im Zug durch Norwegen

Zwei Wochen lang reisten Benjamin Hjørts, Ron Fischer, Lukas Wielatt und Tomas Marnics für »Paddle Train« mit dem Zug durch Norwegen und paddelten die besten Flüsse entlang der Bahnstrecke. Das Gepäck beschränkte sich auf das, was ins Boot passte, keine extra Klamotten oder Schuhe.
Männer im Sonnenaufgang.
13.01.2010

Trailer: Dream Result

Zu sehen gibt es faszinierende Aufnahmen einer erfolgreichen Expedition am Stikine, Tyler Bradts unglaubliche Befahrung der gut 56 Meter hohen Palouse Falls, enorme Monsterwellen im Osten Kanadas und massive Wasserfälle in Island, Norwegen, Chile und China.  
01.02.2010

Trailer: Auf der Suche nach dem Flussgott

Meister »Big-O« persönlich präsentiert leibhaftig beim 13. Kajak-Filmfestival in Rosenheim seine fortwährende Jagd nach dem Sinn. »Auf der Suche nach dem Flussgott« ist das 26-minütige Zeugnis seiner letzten Expeditionen.
01.02.2010

Trailer: »Wild Coast HEAT«

Steve Fisher zeigte in Rosenheim die jüngste Fish-Munga-Produktion »Wild Coast HEAT«. Ab März steht der Streifen zum Download bereit. Hier gibt's den Trailer.
Jury-Sprecher Jochen Schweizer gab den Sieger des Festivals bekannt.
Foto: Michael Neumann

Benjamin Hjorts »Paddle Train« nahm die Zuschauer im Anschluss an die Pause mit auf eine Bahnreise durch Norwegen. Der Film zeigt, dass es durchaus möglich ist, auch ohne Auto 14 Tage lang Norwegens wilde Wasser zu befahren. Getrübt wurde das Bild nur vom harten, norwegischen Wetter. Als Vertreter von Hjorts paddelnder Filmcrew wurden die beiden Schweizer Lukas Wielatt und Ron Fischer live auf die KuKo-Showbühne gebeten.

 

Als letzter Film des Festivals flimmerte »Dream Result« von Rush Sturges und Tyler Bradt über die Großbildleinwand. Ein Feuerwerk an Action und jungen Menschen, die alle Energie ihres Lebens in den Sport investieren - aus zwei Gründen: Freundschaft und, um den Sport weiter nach vorne zu treiben. Zum Abspann begeisterte Sturges das Publikum einmal mehr - seine Live-Hip-Hop-Performance bildete den gelungenen Abschluss für das spektakuläre Filmprogramm.

 

Was nun noch fehlte, war die Ziehung der Lotteriegewinner und die Entscheidung der Festival-Jury. Während auf der Bühne Los für Los aus dem Topf gefischt wurde, zogen sich Simon Strohmeier, Georg Dehgahn, Peter Hertrampf, Jochen Schweizer und Hans Mayer zur Beratung zurück. Am Ende ging der Sieg deutlich an Sturges Meisterwerk. Jury-Sprecher Jochen Schweizer lobte die Vielseitigkeit des Filmes und die Stimmung die der Streifen vermittelt. Platz zwei wurde an »Auf der Suche nach dem Flussgott« vor »Wild Coast HEAT« und »Paddle Train« vergeben.

And the panther goes to...

  1. »Dream Result« von Rush Sturges und Tyler Bradt aus den Vereinigten Staaten.
  2. »Auf der Suche nach dem Flussgott« von Jared Meehan aus Neuseeland, Mike Hamel und Olaf Obsommer aus Deutschland.
  3. »Wild Coast HEAT« von Dave und Steve Fisher aus Südafrika.
  4. »Paddle Train« von Benjamin Hjort aus Norwegen.

 

2011 wird das 14. Internationale Kajak-Filmfestival am 26. Februar stattfinden.

Interview

Foto zum Interview mit Rush Sturges.
10.03.2009

»Rush Skywalker«: Der Filmfestival-Sieger im Interview

Rush Sturges (24), Mastermind der »Young Gun Productions« (Dynasty), war in den letzen Jahren maßgeblich für die rasante Entwicklung im Wildwasser und Freestyle verantwortlich. Ob »New School« Wasserfall-Tricks oder revolutionäre Kameraperspektiven, der Kalifornier setzt im Kajaksport immer wieder überraschende Trends. Als Stargast des Rosenheimer Filmfestivals weilte Rush ein paar Tage in Deutschland. KANU nutzte die Gunst der Stunde und lud Rush nach dem Filmfestival zum Snowboarden ein – und um ihn Löcher in den Bauch zu fragen.

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