Mecklenburgs Kanuhappening ging 2010 in die fünfte Runde. Am 18. September hatte der Veranstalter »Biber Tours« wieder an die Schleuse Diemitz geladen, um einem begeisterten Paddlerpublikum die Schönheiten Mecklenburgs im Sauseschritt vorzustellen. Kanu-Autor Falk Bruder mischte sich unter die mehr als 300 Teilnehmer und berichtet von der Doppelbelastung als paddelnder Fotograf, bzw. fotografierender Paddler.
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Szene
1000Seen-Marathon: von See zu See im Sauseschritt
Drei Strecken standen zur Auswahl: Halbmarathon über 21 km, Marathon über 42 km und die »Langer Atem« genannte 62 km-Distanz. Neu dieses Jahr war, dass gerade diese Langstrecke nicht als Rundtour gefahren wurde, sondern vom Start in Neustrelitz über 41 km an die Diemitzer Schleuse führte, dann wurde gleich noch die Halbmarathon-Runde drangehängt.
Ich entschied mich für den Halbmarathon, sandte aber zwei Freunde auf die Marathon-Distanz und hatte sogar einen »Spion« auf der Langstrecke. Während meine Marathon-Crew Isa und Haralt von einer schönen, abwechslungsreichen Fahrt mit fast durchgehend Rückenwind, manch erfrischendem Regenschauer und der stets hilfsbereiten Wasserwacht berichteten, klagte Langstreckler Karsten über 70% Gegenwindstrecken und harten Bedingungen auf dem Wasser. Zufrieden mit der Veranstaltung waren sie im Ziel aber dann alle.
Mischung aus Leistungsfahrt und Breitensport
Schon früh am Morgen, kaum war die Sonne über den Horizont gekrochen, regte sich das weitläufige Lager auf dem Zeltplatzgelände bei Biber Tours. Die Langstreckler luden Bootsanhänger und Fahrzeug und machten sich auf den Landtransport nach Neustrelitz, alle anderen saßen beim ersten Kaffee und kräftigendem Frühstück. Marathonstart war für 8:30 Uhr angesetzt, eine halbe Stunde später sollten die Halbmarathonisten auf die Strecke.
Der 1000Seen-Marathon ist als Mischung aus Leistungsfahrt und Breitensport konzipiert und soll allen Teilnehmern vor allem Spaß bereiten. So drängten sich an der Startlinie auf dem Großen Peetschsee schnelle Rennboote nebst dem guten alten Faltboot, der mit Kind und Kegel vollbesetzte Familienkanadier nebst schlanken Seekajaks. Beim Start kochte das Wasser, der Kampf um eine vordere Position war für den ambitionierten Leistungssportler immens wichtig, denn keine 100 Meter nach dem Start drängte sich alles in den nur etwa 25 Meter breiten Kanal zum Vilzsee. Wer hier nicht gleich vorne dran war, musste im engen Kanal gleich Fahrt herausnehmen und konnte Spitzenzeiten vergessen und eine lange Aufholjagd einplanen. Das focht den Breitensportler natürlich nicht an, gemütlich ging es los und die Stimmung in der Morgensonne war gut. Kaum waren die Marathon-Absolventen auf der Strecke wurden vom Startmeister auch schon die Startnummern der Halbmarathonstrecke aufgerufen. Ich war bereit und freute mich auf die Tour. Die Beschreibung der Runde gibt's in der nachfolgenden Mediashow.
Auf dem zentralen Lagerplatz des Marathon-Geländes war alles geboten, was ein Paddlerherz nach den Anstrengungen des Tages begehrte: Essen, Trinken durch den Caterer „Captain Cook“, Massage, Testboote vieler renommierter Firmen, Paddelzubehör, Musik, nette Gespräche und Rahmenprogramm. Nach 3:59,29 Stunden kam der erste Marathonpaddler im K1 durchs Ziel. Die letzten beiden Teilnehmer kamen nach 10:12,43 an und wurden für ihr Motto »Dabei sein ist alles und unterwegs lockte die Fischräucherei« besonders erwähnt. Von den 15 Startern auf der Langstrecke rauschten die ersten beiden im K2 nach 6:30,27 h an der Zeitnahme vorbei.
Auf ein Neues!
Alles in allem war auch der fünfte 1000Seen-Marathon ein schönes, abwechslungsreiches und sportliches Paddlertreffen in herrlicher Umgebung der Mecklenburger Seenplatte. Der sechste 1000Seen-Marathon ist schon terminiert, er soll am dritten Septemberwochenende 2011 stattfinden. Den Termin kann man sich schon mal freihalten. Das nächste Mal nehme ich dann aber die Marathonstrecke unter den Kiel!


























































