Die sieben Meter hohe Freestyle-Rampe war am ersten September-Wochenende die Attraktion des Hammer Kanalfestes. 62 Teilnehmer aus ganz Deutschland stützten sich beim 1. Hammer Big-Air-Contest über den Kicker. Der Älteste war 70 Jahre alt!
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1. Hammer Big-Air-Contest ein voller Erfolg

Nicht weniger als 62 Teilnehmer stürmten in Hamm die Freestyle-Rampe.
Foto: Eric Walter
So etwas hat Hamm noch nicht gesehen. 62 furchtlose Paddler versammelten sich im Rahmen des Hammer Kanalfestes, um sich in der hohen Kunst des Kajak-Fliegens zu messen. Die ersten Starter trafen bereits Freitagabend ein und nutzten die Nacht um auf der beleuchteten Rampe Trainingsflüge zu absolvieren. Bis zum Start der Vorläufe am Samstag hatten sich Teilnehmer aus ganz Deutschland eingefunden. Jeder hatte drei Sprünge, bei denen Tricks wie Spins, Airwheels und Airscrews, sowie deren Ausführung bewertet wurden. Dazu gab es Extrapunkte für Rückwärts-Starts und eine saubere Landung. Punktabzüge gab es für eine Landung mit dem Kopf voraus. Für besonders kreative und modisch-mutige Rampenspringer hatten die Möglichkeit Stylepunkte zu sammeln und so die Chancen für den Aufstieg in die nächste Runde zu erhöhen. Zu sehen gab's Afro-Perücken, Wikingerhelme und Schwimmflügel, Paddel flogen durch die Luft und es wurde gekreischt und gewunken, was das Zeug hält. Besonders mutig war, wie schon im Vorjahr, Horst Viviani vom Paddelklub Hamm. Mit seinen 70 Jahren war er der älteste Luftakrobat am Start. Der »Power-Rentner« schaffte es mit seinem ganz besonderen Style und Ehrgeiz unter die besten 30 und durfte im Halbfinale, das nachmittags ausgetragen wurde, nochmal an den Start. Um die Wirbelsäulen der Starter zu schonen musste hier nur noch zweimal gesprungen werden.
Am Abend sorgte eine Sambatruppe, die von Ruderern mit einem Floß über den Kanal gezogen wurde, für Musik und Unterhaltung. Zahlreiche Gäste genossen die gesellige Biergarten-Atmosphäre und sahen bis spät in die Nacht dem Showspringen auf der beleuchteten Rampe zu. Nach durchzechter Nacht und reichhaltigem Frühstücksbuffet startete Sonntag um elf Uhr das Finale der besten 15. Den dritten Platz erreichte Jörn Vater von der Essener Kanuschule, der dieses Jahr zum ersten Mal am Start war und schon souverän Airscrews und Airwheels mit sauberer Landung zeigte. Mit nur 60 Punkten Vorsprung schaffte es Thomas Kaspers von der KSSG Bonn auf den zweiten Platz und sicherte sich so einen der begehrten Pokale. Der erste Platz ging, wie man schon in der Vorrunde und dem Halbfinale erahnen konnte, an Lokalmatador Jochen Eickhoff vom Paddelklub Hamm. Als Mitverantwortlicher für das Event und den Rampenbau nutzte er seine Rampenerfahrung und schraubte sich mit spektakulären Double-Airscrews und 470 Punkten Vorsprung ganz oben aufs Treppchen.
Bei der Siegerehrung gratulierten Margit Hünecke, die erste Vorsitzende des PKH, sowie Fritz Corzilius und Uli Weuthen vom Stadtsportbund Hamm den besten Luftakrobaten. Im Anschluss daran wurden Sachpreise unter allen Teilnehmern verlost, sodass kein Teilnehmer ohne T-Shirt und Preis nach Hause gegangen ist. Ein besonderer Dank gilt hier den zahlreichen Sponsoren und Helfern des Paddelklub Hamm, durch die ein so gelungenes Wochenende erst möglich geworden ist. Ohne die Unterstützung des Hammer Stadtmarketings und des Stadtsportbundes hätte der Wettbewerb in dieser Größenordnung nicht stattfinden können. Freak Kajaks war in großem Umfang an der Planung und Durchführung des Events beteiligt, der Aufbau des Gerüsts für die Rampe erfolgte durch Gerüstbau Kernberg. Sachpreise gab es von Freak Kajaks, der Essener Kanuschule, Zölzer, °hf, Kanu-Outdoor, TyWarp, Stohlquist, Kajak-Stuff Augsburg und Artistic. Von Subway Hamm gab es für jeden Teilnehmer einen Gutschein, Top-Team Sport sorge für den T-Shirt-Druck, die Pokale und stellte zudem die Startnummern zur Verfügung. Außerdem hat das Team von Top-Team Sport professionelle Fotos von allen Teilnehmern gemacht und bietet nun den Service, diese auf diverse Textilien zu drucken. Informationen dazu gibt es auf www.team-sport.de.
Ein weiteres Dankeschön ist an Andreas »Stöni« Stöneberg von der Essener Kanuschule gerichtet, der mit frechen Kommentaren zu den mal mehr, mal weniger gekonnten Sprüngen das Herz der Zuschauer eroberte. Während der Mittagspause beeindruckte die Hammer Newcomer-Band »Close to Solution« das Publikum. Nach der Mittagspause hatten auch Nicht-Kanuten die Möglichkeit, mit Reifen-Tubes und Schlauchbooten die Rampe zu testen, was wiederum viel Zustimmung fand.
Das Team des Paddelklub Hamm freut sich über ein sehr gelungenes Wochenende und hofft, dass das Kanalfest im kommenden Jahr wiederholt wird. Dann wird es eine zweite Auflage des Big-Air Contests geben, mit überarbeitetem Punkte-System, Perfektionierung der Technik und vielleicht auch mit weiteren Attraktionen wie einem Flachwasser-Rodeo und Reifen-Tube-Verleih für Jedermann…
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