Am 28. März verunglückte ein deutscher Kajakfahrer tödlich auf der Abseilstrecke der Soca. Der Unfall ereignete sich am bekannten Siphon direkt am Einstieg. Schon 2010 kam es hier zu gefährlichen Schwimmern mit Bootsverlust.
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Tödlicher Unfall auf der Abseilstrecke!
Bereits im Juni 2010 berichtete KANU über den hochgefährlichen Siphon am Beginn der »Abseilstrecke« (international unter dem Namen »Otona« bekannt). Seit Beginn des letzten Jahres verschwindet ein großer Teil des Wassers ganz links unter den Felsen der Eingangsstufe. War dieses Schluckloch zwischen Konglomeratfelsen vor 2010 nur bei höheren Wasserständen gefährlich, zieht die Strömung nun voll auf's ehemalige Kehrwasser zu – und verschwindet anschließend unter den großen Blöcken.
Am 28. März 2011 kam es zum nunmehr ersten tödlichen Unfall an der Stelle. Kurz nachdem die Gruppe von vier Deutschen die Fahrt begann, wurde einer der Paddler in den Siphon gespült. Zwar konnten die Mitpaddler den Verunglückten erreichen und auch einen Flaschenzug installieren, den Freund aber nicht gegen die Strömung aus dem Siphon ziehen. Erst gemeinsam mit den über Handy alarmierten Rettungskräften konnte der Paddler geborgen werden. Trotz aller Bemühungen kam für den 31-jährigen jede Hilfe zu spät. Als Todesursache wurde Ertrinken festgestellt.
Schon 2010 hatten sich an dieser Gefahrenstelle sehr ernste Unfälle ereignet. So ist laut Augenzeugen ein Zwei-Personen-Raft im Siphon verschwunden, wie auch ein Topo-Duo samt Besatzung.
Bitte schaut euch die Strömungsverhältnisse im Bereich der linken Durchfahrt gut an. Wie Soca-Local Dimitrij Saksida im Gespräch mit KANU berichtete, hat sich direkt neben dem aus 2010 bekannten Siphon ein zweiter Spalt geöffnet. Die Hauptströmung zieht nun direkt zwischen diese unterhöhlten Steine. Bei ausreichend Wasser kann problemlos rechts im Nebenarm durch das Kiesbett geschrabbelt werden. Allen Paddlern, die sich nicht absolut sicher sind, empfiehlt Dimitrij, die Fahrt unterhalb der Gefahrenstelle zu beginnen.











