Vor einigen Stunden erreichte uns eine E-Mail, dass die Gemeinde Seeboden die Gefahrenstelle entfernte, die am 6. Juni einer tschechischen Kanutin das Leben gekostet hatte. Mit schwerem Gerät wurden demnach die drei Pfosten abgerissen und der lebensgefährliche Abschnitt entschärft.
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Szene
Tödliche Pfeiler in der Lieser wurden entfernt
Es war ein Relikt aus vergangener Zeit, das die Gegenwart beschäftigte. Ein ehemaliger Brückenrest ragte bis vor kurzem vor der Brücke der Siedlung Lieserbrücke gefährlich aus der Strömung. Drei Holzpfeiler, die aus Paddlerperspektive kaum zu erkennen waren, führten im Mai 2010 zu einem schweren Klemmunfall, bei dem sich ein Paddler mit Müh und Not erst im letzten Moment selbst befreien konnte. Anfang Juni kam es dann zu erwähntem tragischen Unfall, bei dem eine Kajakfahrerin aus der Tschechischen Republik an jener Stelle tödlich verunglückte – KANU MAGAZIN berichtete. Die Gefahrenstelle war äußerst tückisch, da sie mitten im Stromzug lauerte und leicht übersehen wurde. Seit den aufsehenerregenden Unfällen war die Position der Pfeiler durch Schilder gekennzeichnet worden, die Pfeiler selbst jedoch nicht entfernt worden. Nun erreichten uns dementsprechende Bilder, die auf das Beste hoffen lassen.
Die Lieser ist einer der bekanntesten Kärntner Flüsse. Auf einer Länge von rund 50 Kilometern durchfließt sie das Pöllatal, Katschtal und das Liesertal. Die Lieserschlucht war außerdem Austragungsort der Slalomweltmeisterschaften in den Jahren 1963, 1965 und 1977. Auch heute noch werden zahlreiche begeisterte Wildwasserpaddler von dem österreichischen Fluss angezogen. Seit März 2010 ist allerdings jene schöne wässrige Ader von einem geplanten Kraftwerksbau bedroht.
Derzeit führt die Lieser einen Pegelstand von knapp über 150 Zentimeter (Stand 07.07.), ein traumhafter Wasserstand für die Schlucht und gerade noch ausreichend, um Fahrspaß für den oberen Abschnitt ab Gmünd zu ermöglichen. Die KANU MAGAZIN-Redaktion freut sich, dass die Gefahrenstelle bereinigt wurde und hofft darauf, dass keine weiteren unliebsamen Überraschungen mehr unter der Wasseroberfläche lauern.























