Alleine paddelt Jürgen Schütte auf über 80° nördliche Breite. Er kämpft sich weiter durch Treibeisfelder, die ein Vorwärtskommen fast unmöglich machen. Walrosse kommen dem Faltboot bedenklich nahe. Ein Eisbär schnuppert in der Nacht an seinem Zelt. Riesige Finnwale umkreisen das Boot in der Hinlopenstraße, blasen meterhohe Wasserfontänen in die Luft. Mit dem größten norwegischen Eisbrecher, der »Svalbard«, geht es nach knapp zwei Monaten Kajakreise wieder zurück nach Longyearbyen. Ein Geologe führt Jürgen Schütte zum »ältesten Wald der Welt«. In Svea, eine der letzten Bergbausiedlungen auf der Insel und die letzte Reisestation auf dem Heimweg, gibt es nur ca. 15 Straßenkilometer, aber ein Vielfaches an Strecke, die man mit dem Auto durch die Minenwelt fahren kann. Ein Kohlefrachtschiff bringt Jürgen Schütte und seine Ausrüstung zurück ins warme Deutschland.