Angekündigte Regenfälle verändern den Zeitplan der WM. Weiterhin für Deutschland im Rennen sind Simon und Seppi Strohmeier, Martin Koll, Markus Hummel, Philipp Hitzigrath und Tobi Hüther. Von den Frauen erreichten Anne Hübner, Andrea Kaspers und Anne Rist die nächste Runde. Die Kajak-Junioren fahren zur Stunde die Vorläufe.
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Szene
Plattling: Hochwasser wird Freitagmittag erwartet
Dieser Zeitpunkt war lange erwartet worden: Mittwoch, 14 Uhr, Pressekonferenz und Meeting der Teamkapitäne. Die Veranstalter hatten den Morgen genutzt um gemeinsam mit dem Wasserwirtschaftsamt ein Konzept zu entwickeln um die Freestyle-Wettbewerbe trotz der sich abzeichnenden Hochwasserwelle möglichst planungssicher durchzuführen. Noch am Dienstagabend schien alles möglich. Sogar ein Abbruch der Läufe am Mittwochabend war im Gespräch, so eindrucksvoll wirkten die Regenmengen auf dem Radar. Die magische Grenze war gesetzt: Ab 2,50 Meter (Pegel Plattling) muss die Zeltwiese evakuiert werden. Im schlimmsten Fall wären die bis dahin abgeschlossenen Vorläufe und Viertelfinals zugleich die Endergebnisse gewesen. Nun sieht es eher nach einer heftigen, aber kurzen Scheitelwelle aus. WM-Chef Robert Sommer bringt es auf den Punkt: »Eine gültige Prognose durch das Wasserwirtschaftsamt kann erst erfolgen, wenn klar ist, wo genau es wieviel geregnet hat.«
Der neue Zeitplan für Donnerstag, 23. Juni 2011
Der neue Zeitplan sieht demnach eine fortwährende Straffung bis Donnerstagabend vor. Danach besteht evtl. auch die Option die Finals am Samstag oder Sonntag auszutragen, wenn die Hochwasserspitze abgelaufen ist. Sicher ist nur, dass von Tag zu Tag neu geplant werden muss. Die nächste Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag wird ein neues Bild der Lage zeichnen.
Hier nun der (ziemlich sichere) Zeitplan für Donnerstag:
07:00 OC1 Halbfinale
08:00 C1 Halbfinale
09:00 K1 Juniorinnen Halbfinale
10:00 K1 Junioren Halbfinale
11:00 K1 Frauen Halbfinale
12:00 K1 Männer Halbfinale
13:00 Squirt Männer Halbfinale
15:00 Pressekonferenz im Bürgerspital
C1-Hoffnung Hitzigrath bricht im Open Canoe das Paddel
Neues gibt's natürlich auch von den Wettkämpfen selbst. Das Starterfeld hat sich durch zahlreiche Nachmeldungen deutlich ausgeweitet. Insgesamt sind nun 270 Fahrer und Fahrerinnen registriert. Als 26. Nation ist seit Dienstag Costa Rica gemeldet. Nach den Vorläufen der Kajak-Männer am Vormittag, wurden ab 12.30 Uhr die Vorläufe der offenen Kanadier abgehalten. Die dickbauchigen Schiffe mit den zwischen abenteuerlichen Luftpolster-Konstruktionen knienden Piloten sind ein echter Blickfang, wobei die Läufe eher von kurzer Dauer sind. Vertikale Moves bleiben die Ausnahme. Wer aus der Welle gespült wird, hat Mühe rechtzeitig vor Ablauf der 45 Sekunden zum Reentry anzusetzen. Der Atem stockte als Philipp Hitzigrath, der sich am Vortag mit einem sensationellen Lauf im C1 auf Platz 2 katapultiert hatte, nach überzeugendem Beginn nicht nur die Welle sondern auch gleich das Boot schwimmend verließ. Dem Unglücklichen war das Paddel gebrochen, ihm blieben nur Minuten um Ersatz für den zweiten Heat zu finden. Alle zehn Kandidaten werden auch im Halbfinale starten. Auf den Rängen 1 bis 3 konnten sich Areta Odei (ESP), Jeremy Laucks (USA) und Adria Bosch (ESP) platzieren. Tobi Hüther und Philipp Hitzigrath gelangten unter die Top Five.
Gegen 14 Uhr folgten die Vorläufe der Kajak-Juniorinnen. Auf den Rängen 1 bis 3 platzierten sich Hannah Kertesz (USA), Gabby Bates (GBR) und Lauren Burress (USA). Von den deutschen Juniorinnen konnte einzig Anne Rist mit dem zehnten Platz ein Ticket zum Halbfinale lösen. Jule Spaaij erreichte Platz 12.
Zur Stunde messen sich die Kajak-Junioren in der Isarwelle. Jetzt noch ein Rückblick auf die Vorläufe der Kajak-Herren vom Mittwochvormittag: Die Topscores mit mehr als 1400 Punkten fuhren hier Stephen Wright (USA), Eric Jackson (USA) und James »Pringle« Bebbington (GBR). Von den deutschen Startern schaffte es Simon Strohmeier unter die Top 10. Martin Koll landete auf Platz 15, Seppi Strohmeier auf Platz 18. Alle drei sind somit auch im Viertelfinale Mittwochabend um 20.30 Uhr dabei. Bemerkenswertes Detail am Rande: Durch den unerwartet hohen Wasserstand setzte Bootsbauer Koll doch lieber auf Bewährtes und trat im Jackson Rock Star an.



































