Gebündelte Kräfte für den gemeinsamen Sport: Mitte November vereinigt sich Deutschlands Kanuschulverband VdKS und die Bundesvereinigung Kanutouristik BKT zum neuen Branchenverband BVKanu.
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Fusion BKT/VdKS: Aus Zwei plus Eins mach Eins
Im November soll es passieren: Aus der lockeren Bindung soll eine feste Ehe entstehen, die mit gemeinsamer Kraft und viel Elan die Stürme des Lebens angehen will. Wovon hier geredet wird? Die Bundesvereinigung Kanutouristik e.V. (BKT) und der Verband Deutsche Kanu- und Outdoorschulung e.V. (VDKS) wollen fusionieren. In der neuen Partnerschaft soll auch für die Kanuindustrie, also für Hersteller und Importeure von Ausrüstung und Zubehör, ein Platz sein.
Bislang sind in der BKT zahlreiche Unternehmen zusammengeschlossen, die sich auf touristischer Ebene mit dem Kanufahren auseinandersetzen, aktuell hauptsächlich Kanuvermieter. Seit 1997 versteht sich die BKT als politische und unabhängige Interessenvertretung. Hauptziel ist, einen Qualitätsstandard für naturverträglichen Kanutourismus in Deutschland zu erreichen.
Seit über 20 Jahren bietet der VDKS professionelle Schulung- und Ausbildung im Kanu- und Outdoorspektrum. Unter seinem Dach sind die wichtigsten Kanuschulen im deutschsprachigen Europa versammelt. Das mehrstufige Ausbildungskonzept ist aufbauend konzipiert und bietet einen einheitlichen und anerkannten Standard. Beide Verbände ergänzen sich im Hinblick auf ihre Ziele und Hauptthemenfelder, seit einiger Zeit teilen sie sich eine gemeinsame Geschäftsstelle in Marburg an der Lahn. Das Zusammenleben klappt. Mit dem neuen Gemeinschaftsverband soll die gute Zusammenarbeit gefestigt werden, der Bürokratieabbau setzt neue Kraft für die wichtige politische und inhaltliche Arbeit frei.
Was bringt diese Ehe, die mit der Kanuindustrie sogar zu einem flotten Dreier werden soll, dem normalen Paddler? Nun, ein starker Verband, der mit breiter Basis auch wirtschaftlich auf gesunden Füßen steht, hat auf politischer Ebene eine eindrucksvolle Gewichtung und kann so auf Entscheidungen einwirken, die andernfalls eventuell realitätsfern am runden Tisch beschlossen werden, manchmal auch ohne Sachkenntnis oder nur einseitig informiert. Ohne solche Lobbyarbeit würde es z. B. viele weitere Flusssperrungen geben, bei Baumaßnahmen an Gewässern würden die Belange des Kanusports unter den Tisch fallen, ein einheitlicher Schulungs- und Qualitätsstandard gibt Sicherheit und Kompetenz auf dem Wasser.
Am 12. November 2011 wird der »Bundesverband Kanu, Tourismus – Ausbildung – Wirtschaft« (so der voraussichtliche Name, kurz: BVKanu) offiziell in Marburg gegründet. Die Internetadresse www.bvkanu.de verlinkt momentan noch auf die Seite der BKT.










