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Workshop: Die digitale Dunkelkammer
Nach dem Kanufahren geht die Arbeit für Paddelfotografen in die nächste Runde. Denn erst am heimischen Computer wird aus einer gelungenen Aufnahme ein richtig gutes Bild.
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- 2Die Grundlage: Bildbearbeitungssoftware
- 33 Schritte zum perfekten Bild
- 4Ordnung ist das halbe Leben
Die Zeit falsch belichteter Filme aus dem Fotolabor ist vorbei. Heute hat man es selbst in der Hand, aus seinen Bildern das Beste herauszukitzeln. Voraussetzung ist ein schneller, leistungsfähiger Computer mit mindestens 2 GHz Prozessortakt. Damit die Arbeit effektiv und schnell von der Hand geht und man während der Rechenvorgänge nicht einen Kaffee nach dem anderen schlürfen muss, sollten im Computer eine schnelle Grafikkarte und mindestens 2 GB Arbeitsspeicher stecken. Wenn sich's leisten kann, rüstet seinen Computer auf den maximalen Arbeitsspeicher auf. Denn für die rechenintensive Bildbearbeitung gilt uneingeschränkt: Je mehr RAM, umso besser! Ebenso wichtig ist ein farb- und detailgetreuer Monitor (gut und relativ günstig: Apple LED Cinema Display) zum Beurteilen sowie Bearbeiten der Farben und Helligkeit der Bilder.
Um wirklich alles aus seinen Bildern herauszuquetschen, gibt es zum RAW-Aufnahmemodus keine Alternativen. Die RAW-Bilder benötigen zwar mehr Speicherplatz, aber die »digitalen Negative« sind »rohe«, unkomprimierte und verlustfreie Bilder, mit der feinsten Abstufung von Helligkeit und Farben. Zum Vergleich: Ein JPEG hat 256 Helligkeitsabstufungen pro Farbkanal, eine 16-Bit-RAW-Datei bis zu 65.536! Die Vorteile der Rohdaten liegen auf der Hand: Man kann die Bilder im Nachhinein verändern oder auch Belichtungsfehler korrigieren. Schattige Bereiche, zum Beispiel in felsigen Schluchten oder düsteren Wäldern, können problemlos aufgehellt, Lichter (Wolken und Weißwasser) abgedunkelt werden. Selbst um 1 bis 2 Blenden unter- oder überbelichtete Fotos bessert man in der digitalen Dunkelkammer aus. Aber Vorsicht: Nicht zu schlampiger Arbeit verführen lassen, ein richtig belichtetes Bild bedeutet deutlich weniger Arbeit.
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03.02.2010
© KANU-Magazin
Autor: Manuel Arnu
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