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Sickline-WM 09: Grimms Wildwasser-Märchen
03.10.2009 von Judith Prechtl
Wieder ein Sieg für Deutschland bei der Sickline-WM 2009. Olympiasieger Alexander Grimm lässt auch auf Wildwasser VI nichts anbrennen und holte sich auf der Idealline den Sieg.
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- 2Sickline-WM 09: Die Qualifikation
- 3Sickline-WM 09: Die TV-Aufzeichnung
- 4Sickline-WM 09: °hf »Shot-Of-The-Day«

- Gut eingeschenkt und einer Weltmeisterschaft mehr als würdig: Die Wellerbrücke der Ötz.
Foto: Michael Neumann
Ruhiger als erwartet aber dennoch spannend und spektakulär ging am Samstag auf der Wellerbrücke in Ötz der Finaltag der dritten Adidas-Sickline-Extrem-Weltmeisterschaft über die Bühne. Wie schon am Vortag hatte sich die Sonne als Dauergast angekündigt und schaute wie Hunderte weitere Schaulustige wohlwollend auf das bunte Treiben herab. Eric Deguil, der Beste der Qualifikation eröffnete das Rennen der Top 48 und legte seinem auf Platz 48 liegenden Herausforderer Thomas Motz eine unschlagbare Marke vor. Im Duell Mann gegen Mann konnte sich jeweils der bessere Teilnehmer für die nächste Runde qualifizieren. Das gleiche Prinzip wurde auch für das Halbfinale angewandt, in welchem sich die 12 Duell-Sieger sowie die drei zeitschnellsten Verlierer für das Superfinale qualifizierten. Entgegen aller Erwartungen verliefen die Vorläufe ohne größere Zwischenfälle, so dass das °hf-Safetyteam auch diesmal trocken blieb. Einzig ein Teilnehmer hatte im Kernstück Probleme und rollte spektakulär, konnte die Fahrt aber unbeschadet zu Ende bringen.
Video-Zusammenfassung
Very Important Paddler
Nach den Finalläufen sah zunächst alles nach einem Sieg für den überragenden Neuseeländer Mike Dawson aus. Im Finale der besten 48 hatte der Kiwi mit 59,01 die Tagesbestmarke gesetzt und auch im Halbfinale kam niemand an ihn heran. Im Superfinale wurde das Feld nun von hinten aufgerollt.
Superfinale in Szene gesetzt
Schlag 13 Uhr - der Live-TV-Übertragung sei Dank - wurde das Superfinale gestartet. Fabrice Poueyto (FRA) eröffnete den Showdown der besten 15 und durfte als erster zur 17-jährigen Christina Keil in den Hotpool. Sechs Läufe lang konnt der Franzose an der Seite der amtierenen Miss Tirol Siegesluft schnuppern - bis Titelverteidiger Thilo Schmitt über die Strecke rauschte und Poueyto vom Hotseat stieß. Kaum in den Pool geklettert und sich beim Hotbabe vorgestellt, war Schmitts Glück auch schon wieder vorbei. Olympiasieger Alexander Grimm erwischte die Strecke auf der Idealline, donnerte ungebremst durch die Ausgangswalze und setzte die neue Bestmarke, die die nachfolgenden Läufer lautstark zum Fluchen brachte. Mit Jakobus Stenglein (GER), Sam Sutton (NZL), Dejan Kralj (SLO) und Michele Ramazza (ITA) konnten auch die Top 5 bis 2 nichts gegen Grimms Bestzeit ausrichten. Nun lag es an Mike Dawson den Siegeszug des Olympiastars doch noch zu verhindern. Alle Augen und Kameras richteten sich auf den Start, wo der Dominator des Vormittages auf die Freigabe wartete. Dawson preschte los, kam zu weit rechts, konnte korrigieren und meisterte die restliche Strecke problemlos. Der Neuseeländer war schnell, aber nicht schnell genug: 69 Hundertstel fehlten ihm am Ende, so dass er sich mit Platz zwei zufrieden geben muss. Platz drei geht an Jakobus Stenglein (GER).
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Obwohl der Respekt für ihn das gesamte Wochenende hoch gehandelt wurde, waren viele Insider der Szene sich einig, dass der Sieger von Peking 2008 sich am Ende nicht allzuhoch platzieren würde, da ihm die Erfahrung im Extrem-Wildwasser und die Zeit in dem Plastikbooten fehlten. Aber Grimm zeigte allen, dass sein athletisches Training sich in jeder Art von Rennen auszahlt und die endlosen Stunden im Slalomboot ihm die Gabe verliehen haben das Wildwasser exzellent zu lesen um die schnellste Spur im Chaos der Strecke unterhalb der Wellerbrücke zu finden.
Samstagabend standen in Ötz das Siegerehrungsbankett und anschließend die Champions-Party im Saal Ez am Programm. Der musikalische Stargast des Abends, MEKMC, Österreichs aktivster Live-Rapper, eröffnete das Show-Programm. Der wahre Star der Party war allerdings DJ »Chainsaw«, der bis zum frühen Partyende um 02:00 Uhr für sicke Lines auf der Tanzfläche sorgte...
Neben Sicklines auf Tanzfläche und Wellerbücke sah das Ötztal am Wochenende wieder eine perfekt organisierte und inszenierte Kajakshow, der weltweit enormes Medieninteresse entgegen gebracht wird. Sonntagabend waren der Extrem-Weltmeisterschaft ganze sechseinhalb Minuten in der ZDF-Sportschau gewidmet. Den Beitrag gibt es hier zu sehen. Weitere Termine findet ihr in den News sobald sie bekannt sind.
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03.10.2009
© KANU-Magazin
Autor: Judith Prechtl
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